Donnerstag, 30. April 2026

Nordrhein-WestfalenNeues Förderprogramm für Kommunen

[28.11.2016] NRW-Umweltminister Johannes Remmel hat ein neues Förderprogramm für Klimaschutz in Kommunen vorgestellt.
Minister Remmel nannte die Kommunen als wesentlichen Pfeiler des Klimaschutzes in NRW.

Minister Remmel nannte die Kommunen als wesentlichen Pfeiler des Klimaschutzes in NRW.

(Bildquelle: Land NRW / W. Meyer-Piehl)

NRW-Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen) hat kürzlich den Projektaufruf KommunalerKlimaschutz.NRW gestartet. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Förderprogramm ist, dass sich die Kommunen bereits mit dem Thema Klimaschutz beschäftigt haben und schon ein integriertes Klimaschutzkonzept oder -teilkonzept nach Bundesvorgaben erstellt haben oder am European Energy Award (eea) teilnehmen. Für den Fall, dass Klimaanpassungsmaßnahmen zur Förderung beantragt werden, sollte auch ein Konzept zur Klimaanpassung vorliegen. Das neue Landesförderprogramm ist mit einem Volumen von 100 Millionen Euro ausgestattet. Umweltminister Johannes Remmel betont: „Die Kommunen sind sehr wichtige Akteure, wenn es darum geht, Klimaschutz in unserem Bundesland voranzutreiben, da sie an wesentlichen Schaltstellen zur Reduzierung klimaschädlicher Treibhausgasemissionen sitzen.“ Sie können laut dem Minister etwa durch energieeffiziente Sanierungsmaßnahmen in ihren Liegenschaften, eine Modernisierung von Kläranlagen oder die Effizienzsteigerung bei der Straßenbeleuchtung spürbare Beiträge für den Klimaschutz im Land leisten. Gleichzeitig werde für die Kommunen die Anpassung an die Folgen des Klimawandels immer wichtiger, da auch sie künftig vermehrt von Extremwetterereignissen wie Starkregen, Hochwasser, Stürmen, Hitze- und Dürreperioden betroffen sein werden. Deshalb müssten Kommunen auch Maßnahmen zum Umgang mit diesen Risiken umsetzen. „In NRW setzen wir darauf, dass alle wesentlichen Akteursgruppen – also Kommunen, Unternehmen sowie Bürgerinnen und Bürger – sich beim Klimaschutz und bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels beteiligen“, so Minister Remmel. „Denn Klimaschutz made in NRW ist Klimaschutz von unten, der am Besten funktioniert, wenn alle mitmachen.“ Bereits heute wird in vielen Kommunen Klimaschutz von unten gelebt und aktiv umgesetzt, informiert das Ministerium. So bilanzierten bereits 300 Kommunen in NRW ihre CO2-Emissionen, über 115 Kommunen nähmen am European Energy Award teil und über 160 Städte und Gemeinden hätten in NRW bereits eigene Klimaschutzkonzepte aufgelegt. Für all diese Maßnahmen leiste das Land Unterstützung. Es stelle den Kommunen ein kostenloses Werkzeug für die Bilanzierung ihrer Treibhausgasemissionen bereit und fördere die Teilnahme am European Energy Award sowie diverse Maßnahmen zur Klimaanpassung. Derzeit würden weitere Angebotspakete zur Unterstützung von Unternehmen und Bürgern vorbereitet.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...

dena Energy Award: Bewerbungsphase eröffnet

[22.04.2026] Der dena Energy Award startet zum 20-jährigen Bestehen mit neuem Namen und erweitertem Fokus auf Dekarbonisierung. Unternehmen können sich bis Juni 2026 mit messbaren Effizienz- und Klimaschutzprojekten bewerben, die als Vorbild dienen. mehr...

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...

BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren

[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...

Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt

[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Difu: Studie zu Förderprogrammen

[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...