Hagnauer GemeindewerkeBestes Ergebnis ihrer Geschichte
Im zehnten Jahr ihres Bestehens legen die Hagnauer Gemeindewerke (HGW) das beste Ergebnis ihrer Geschichte vor. Mit einem Überschuss von 75.000 Euro steigerte sich das kleinste Stadtwerke Deutschlands im Jahr 2015 um rund ein Viertel oder um weitere 15.000 Euro gegenüber dem Vorjahr. Auch der Umsatz sei um 22.000 Euro auf 454.000 Euro angestiegen. Zusätzlich überweisen die HGW rund 30.000 Euro Konzessionsabgabe bei Gas und Wasser an die 1.500-Seelen-Gemeinde Hagnau am Bodensee. HGW-Geschäftsführer Olaf Stelzl sagt: „Das ist ein stattlicher Erfolg für ein kleines Unternehmen. Die HGW haben seit ihrer Gründung stets Gewinne eingefahren, das ist nicht selbstverständlich.“ Das kleine Stadtwerk lohne sich aber nicht nur finanziell. Stelzl: „Erst die HGW haben die Gasversorgung nach Hagnau gebracht. Und über das Unternehmen können wir Energie- und Wasserprojekte viel leichter in Angriff nehmen.“ Doch fertig sei man mit der Versorgung nie, erklärt Hans Peter Klesel, zweiter Geschäftsführer der Gemeindewerke. Der nächste Investitionsschwerpunkt sei das neue Wasserkraftwerk. Dies werde zwar dafür sorgen, dass die Gemeindewerke zunächst keine weiteren Gewinnrekorde mehr erzielen, dafür können die HGW im Gegensatz zu früheren Zeiten die notwendigen Maßnahmen allein finanzieren. Als weiteren Erfolg verbuchen die HGW den Erwerb des Stromnetzes. Seitdem seien sie ein richtiges Drei-Sparten-Unternehmen. Laut Klesel ist das Hagnauer Rezept ein schlankes Unternehmensmodell. Die HGW arbeiten eng mit ihren Partnern zusammen: sowohl mit den Gesellschaftern Gemeinde Hagnau und Stadtwerk am See als auch mit dem Unternehmen Netze BW, das seit dem vergangenen Jahr das Stromnetz im Auftrag der Gemeinedewerke betreibt. Klesel stellt fest: „Wir haben kein Personal, kein Büro und kaum Fixkosten. Und dennoch erreichen wir viel für Hagnau und seine Bürger – und verdienen zudem noch Geld.“
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