Dienstag, 23. Juni 2026

Praxisforum Geothermie.BayernEin Spiegel des Standorts Bayern

[10.03.2017] Auch beim diesjährigen Praxisform Geothermie.Bayern dreht sich alles um die bayerische Tiefengeothermie und das bayerische Molassebecken als Niederenthalpie-Standort.

Das Praxisforum Geothermie.Bayern findet in gewohnter Location im Herzen Münchens statt.

(Bildquelle: Enerchange)

Seit fünf Jahren ist das Praxisforum Geothermie.Bayern am Start und auch in diesem Jahr findet es wie gewohnt im Haus der Bayerischen Wirtschaft in München statt. Wie der Veranstalter Enerchange meldet, spiegelt das Forum am 11. und 12. September 2017 die Aufwärtsentwicklung in Europas aktivstem Geothermiemarkt wider. Mehr als 50 Bohrungen haben am Geothermiestandort Bayern in den letzten 15 Jahren stattgefunden – nicht nur in Europa, sondern auch weltweit nehme Bayern bei der technischen Entwicklung im Bereich der Niederenthalpie-Geothermie damit eine Vorreiterrolle ein. Dies gehe mit einer zunehmenden Internationalisierung der Branche einher, als Beispiel nennt Enerchange das Engagement italienischer Unternehmen in bayerischen Projekten.
Für den Erfolg machen die Organisatoren einerseits die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz und andererseits die einzigartigen geologischen Bedingungen des bayerischen Molassebeckens verantwortlich. Der überwiegende Teil der Bohrungen fördere Tiefengrundwässer aus 2.000 bis 5.000 Metern Tiefe, welche Trinkwasserqualität aufwiesen. Weitere Erfolgsgaranten seien das zunehmende Verständnis der Eigenschaften des Reservoirs und ein ausgeprägtes kommunales Engagement für die geothermische Wärmenutzung.
Aber auch durch die Tatkraft der Energieversorger entwickele sich der Markt weiter. Allen voran nennt Enerchange die Stadtwerke München, die insgesamt fünf Geothermieanlagen betreiben und zahlreiche weitere in Planung haben. Ein weiterer wichtiger Player sei Enel Green Energy aus Italien, der die derzeit größte Geothermieanlage Deutschlands bei Weilheim in Oberbayern baut. Solche Anlagen mit multiplen Bohrungen, innovativen Kraftwerkskonzepten und Leistungen von 20 Megawatt und mehr seien die Zukunft. Jochen Schneider, Veranstalter und Geschäftsführer von Enerchange, sagt: „Wir freuen uns, diese Entwicklung zu begleiten und die Erfolge der Niederenthalpie-Geothermie am Geothermiestandort Bayern vorzustellen.“
Dazu hat der Veranstalter ein umfassendes Programm aufgesetzt. Während die Exkursion am 11. September zu verschiedenen Geothermieanlagen und Projekten führt, fokussiert die kompakte Veranstaltung am 12. September folgende Schwerpunkte: die geothermische Stromerzeugung, die Wirtschaftlichkeit von Wärmeprojekten, den Thermalwasserkreislauf, Bohrtechnik und die Rahmenbedingungen für Investitionen. Wie schon im Vorjahr konnten die Geothermie-Allianz Bayern (GAB) und die Lehrstühle für Hydro- und Ingenieurgeologie der Technischen Universität München (TUM) als Kooperationspartner für das Praxisforum gewonnen werden. Im Mittelpunkt des Wissenschaftsforums der GAB wird das Thema Mikroseismizität im Umfeld geothermischer Anlagen stehen. Es werden Referenten des Erdbebendienstes Bayern, der Firma Q-con und des Geoforschungszentrums Potsdam (GFZ) erwartet. Goldsponsor der Veranstaltung ist auch in diesem Jahr die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Rödl & Partner.





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