Solarausschreibung Juni 201718 Zuschläge für Bayern
Die Bundesnetzagentur (BNetzA) hat bei der Solarausschreibung im Juni 2017 32 Gebote mit einem Umfang von insgesamt 201 Megawatt (MW) bezuschlagt. Der höchste Zuschlagswert der aktuellen Ausschreibung liegt bei 5,9 Cent je Kilowattstunde (ct/kWh). Bei der Ausschreibungsrunde zuvor lag das niedrigste Gebot noch bei 6 ct/kWh. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert sei hingegen im Vergleich zur Vorrunde um 0,9 ct/kWh auf 5,66 ct/kWh gefallen. In der Vorrunde habe der Wert noch bei 6,58 ct/kWh gelegen.
Wie die BNetzA meldet, waren zum ersten Mal seit einem Jahr Gebote auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten in Bayern und Baden-Württemberg zugelassen. Nur diese beiden Bundesländer haben bislang eigene Verordnungen auf der Grundlage der im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) enthaltenen Länderöffnungsklausel verabschiedet (wir berichteten).
Peter Franke, Vizepräsident der Bundesnetzagentur, sagt: „Die Tatsache, dass Gebote für Projekte auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten abgegeben werden können, hat zu deutlich gesunkenen Zuschlagswerten geführt. Eine so deutliche Senkung des Preisniveaus hat es seit Beginn der Ausschreibungen noch nicht gegeben und ist ein deutliches Zeichen für den durch die Erweiterung der Flächenkulisse gewachsenen Wettbewerb.“
So beziehen sich 19 der bezuschlagten Gebote in einem Umfang von 124 MW auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten, 18 der bezuschlagten Projekte befinden sich dabei in Bayern, nur eines in Baden-Württemberg. Bayerns Wirtschafts- und Energieministerin Ilse Aigner (CSU) kommentiert: „Unsere im März beschlossene Verordnung über Gebote für Photovoltaik-Freiflächenanlagen wirkt sich bereits jetzt positiv aus. Damit haben wir bayerische Projekte in die Lage versetzt, wettbewerbsfähige Angebote abzugeben. Der Ausbau von Freiflächenanlagen in Bayern kommt weiter voran.“ Das Kontingent für solche Projekte ist für dieses Jahr noch nicht ausgeschöpft, so die BNetzA.
Insgesamt wurden 133 Gebote mit einem Volumen von 646 Megawatt eingereicht. Das Ausschreibungsvolumen von 200 Megawatt sei damit erneut mehrfach überzeichnet gewesen. 52 der eingereichten Gebote befanden sich auf Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten Gebieten. Franke: „Die deutliche Zunahme an eingereichten Geboten gegenüber den 76 Geboten der Vorrunde ist damit wahrscheinlich auf die Erweiterung der Flächenkulisse zurückzuführen.“ 17 Gebote hätten die Teilnahmebedingungen nicht erfüllt. Bis zum 3. Juli haben die Bieter nach Angaben der BNetzA nun Zeit, eine finanzielle Zweitsicherheit zu stellen, ansonsten erlischt der Zuschlag.
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