N-ERGIEZuwachs für virtuelles Kraftwerk
Das Heizkraftwerk Sandreuth des Nürnberger Energieversorgers N-ERGIE trägt künftig im Rahmen des Dezentralen Kraftwerks von N-ERGIE zur Netzstabilität bei. Wie das Unternehmen meldet, haben sich die beiden E-Heizer sowie die beiden Gasturbinen des Heizkraftwerks erfolgreich für die Bereitstellung von positiver und negativer Sekunddärregelleistung präqualifizieren können.
Dazu habe das Kraftwerk erfolgreich den Doppelhöckertest der Übertragungsnetzbetreiber bestanden. Dieser testet, ob das Kraftwerk über die Dauer von zweimal 15 Minuten konstant die angeforderte Leistung in positiver und negativer Richtung erbringen und halten kann. Auch wurde geprüft, ob die Leistung innerhalb von fünf Minuten vollständig bereitgestellt werden kann.
Wie N-ERGIE meldet, wird das Kraftwerke Sandreuth damit zu einem Bestandteil des Dezentralen Kraftwerkes von N-ERGIE. Darin vernetzt das Unternehmen seit dem Jahr 2014 Flexibilitätspotenziale von Anlagen aus ganz Deutschland und bietet diese den Übertragungsnetzbetreibern an. Die Anlagenbetreiber verdienen durch die Vermarktung von Regelenergie Zusatzerlöse. Im virtuellen Kraftwerk von N-ERGIE sind verschiedene Anlagen wie Blockheizkraftwerke, Biomasseanlagen, Gaskraftwerke oder Notstromaggregate enthalten. Die Gesamtkapazität des Dezentralen Kraftwerks betrage derzeit rund 280 Megawatt präqualifizierte Leistung. Im laufenden Jahr 2017 sei bereits 394 Mal Regelleistung aus dem Dezentralen Kraftwerk abgerufen worden, informiert N-ERGIE.
Die Regelleistung dient dem Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz, dessen Frequenz konstant bei 50 Hertz liegen muss. Die Übertragungsnetzbetreiber beschaffen sie als Primär-, Sekundär- und Minutenregelleistung. Die Anforderungen zur Erbringung von Sekundärregelleistung sind laut dem Energieunternehmen hoch. So muss das Kraftwerk innerhalb von 30 Sekunden auf das Signal des Übertragungsnetzbetreibers reagieren, die Leistung muss dann binnen fünf Minuten bereitgestellt werden.
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