Dienstag, 15. September 2026

N-ERGIEZuwachs für virtuelles Kraftwerk

[28.08.2017] N-ERGIE hat jetzt das eigene Heizkraftwerk Sandreuth in das Dezentrale Kraftwerk zur Bereitstellung von Regelleistung aufgenommen.

Das Heizkraftwerk Sandreuth des Nürnberger Energieversorgers N-ERGIE trägt künftig im Rahmen des Dezentralen Kraftwerks von N-ERGIE zur Netzstabilität bei. Wie das Unternehmen meldet, haben sich die beiden E-Heizer sowie die beiden Gasturbinen des Heizkraftwerks erfolgreich für die Bereitstellung von positiver und negativer Sekunddärregelleistung präqualifizieren können.
Dazu habe das Kraftwerk erfolgreich den Doppelhöckertest der Übertragungsnetzbetreiber bestanden. Dieser testet, ob das Kraftwerk über die Dauer von zweimal 15 Minuten konstant die angeforderte Leistung in positiver und negativer Richtung erbringen und halten kann. Auch wurde geprüft, ob die Leistung innerhalb von fünf Minuten vollständig bereitgestellt werden kann.
Wie N-ERGIE meldet, wird das Kraftwerke Sandreuth damit zu einem Bestandteil des Dezentralen Kraftwerkes von N-ERGIE. Darin vernetzt das Unternehmen seit dem Jahr 2014 Flexibilitätspotenziale von Anlagen aus ganz Deutschland und bietet diese den Übertragungsnetzbetreibern an. Die Anlagenbetreiber verdienen durch die Vermarktung von Regelenergie Zusatzerlöse. Im virtuellen Kraftwerk von N-ERGIE sind verschiedene Anlagen wie Blockheizkraftwerke, Biomasseanlagen, Gaskraftwerke oder Notstromaggregate enthalten. Die Gesamtkapazität des Dezentralen Kraftwerks betrage derzeit rund 280 Megawatt präqualifizierte Leistung. Im laufenden Jahr 2017 sei bereits 394 Mal Regelleistung aus dem Dezentralen Kraftwerk abgerufen worden, informiert N-ERGIE.
Die Regelleistung dient dem Ausgleich von Erzeugung und Verbrauch im Stromnetz, dessen Frequenz konstant bei 50 Hertz liegen muss. Die Übertragungsnetzbetreiber beschaffen sie als Primär-, Sekundär- und Minutenregelleistung. Die Anforderungen zur Erbringung von Sekundärregelleistung sind laut dem Energieunternehmen hoch. So muss das Kraftwerk innerhalb von 30 Sekunden auf das Signal des Übertragungsnetzbetreibers reagieren, die Leistung muss dann binnen fünf Minuten bereitgestellt werden.



Stichwörter: Netze | Smart Grid, N-ERGIE,


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Netze | Smart Grid

Smight: Kritische Netzsituationen erkennen

[15.09.2026] Der Anbieter Smight hat mit SMIGHT NeMS ein neues Netzmanagementsystem für die Niederspannung vorgestellt. Die Plattform soll Messdaten, Steuerung und Prognosen zusammenführen und Verteilnetzbetreiber bei der Umsetzung regulatorischer Vorgaben unterstützen. mehr...

Regensburg: Netzbetreiber modernisiert Schaltanlage

[11.09.2026] Regensburg Netz hat eine Mittelspannungsschaltanlage im Norden der Stadt umfassend modernisiert. Die neue Anlage kommt ohne das Isoliergas Schwefelhexafluorid aus und soll die Betriebssicherheit erhöhen. Zum Einsatz kommt Clean-Air-Technologie von Schneider Electric. mehr...

Konstanz: Erneuerung von Hochspannungsleitung

[08.09.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben eine grenzüberschreitende 110-Kilovolt-Leitung aus der Schweiz erneuert. Das Projekt ist Teil eines umfassenden Netzausbaus, mit dem sich der Versorger auf einen bis zu dreimal höheren Leistungsbedarf vorbereitet. In den kommenden Jahren sollen dafür mehr als 150 Millionen Euro investiert werden. mehr...

Netzplanung: Strom, Gas und Wasserstoff rücken enger zusammen

[08.09.2026] Die Bundesnetzagentur hat die Entwürfe für die neuen Szenariorahmen Strom sowie Gas und Wasserstoff zur Konsultation gestellt. Sie zeigen mögliche Entwicklungen von Energieerzeugung und -verbrauch bis 2040 und 2045 und bilden damit die Grundlage für die weitere Netzplanung. mehr...

Mitnetz Strom: Pilotprojekt zur Auswertung historischer Netzdaten

[04.09.2026] Künstliche Intelligenz soll bei mehreren Verteilnetzbetreibern historische Netzdaten zu Niederspannungskabeln besser nutzbar machen. Das Pilotprojekt Cable Age prüft, wie sich daraus belastbare Informationen für Datenmanagement, Netzplanung und Asset Management gewinnen lassen. mehr...

Umfrage: Probleme beim Roll-out von Smart Metern

[31.08.2026] Eine Befragung des Verbraucherzentrale Bundesverbands zeigt weiter Schwierigkeiten beim Ausbau intelligenter Messsysteme. 91 Prozent der befragten Messstellenbetreiber berichten von Problemen. mehr...

bericht

Smart Grid: Kostengünstigster Weg zum Netzzustand

[31.08.2026] Eine Studie von Smight und der Horizonte-Group zeigt: Der Einsatz von Stationsmesstechnik ist in den meisten Fällen der wirtschaftlichste Weg zur Netzzustandsermittlung. Die Kostenunterschiede zu anderen Ansätzen sind dabei teilweise erheblich. mehr...

Bremerhaven: Forschungsprojekt zur Belastbarkeit von Stromkabeln

[25.08.2026] Ein Forschungsprojekt in Bremerhaven entwickelt ein Monitoring-System, das die thermische Belastung erdverlegter Hochspannungskabel bei zunehmender Bodenaustrocknung überwachen soll. Besonders für die Anbindung von Offshore-Windparks könnte die Technik helfen, klimabedingte Risiken für kritische Netzinfrastruktur frühzeitig zu erkennen. mehr...

bericht

Regulatorik: Hochspannung im System

[20.08.2026] Energieversorger müssen sich in den kommenden Jahren auf zahlreiche regulatorische Neuerungen einstellen. MaBiS-Hub, Lieferantenwechsel Gas in 24 Stunden, AgNeS, HEDWIG und MiSpeL bringen insbesondere für die IT-Infrastrukturen Herausforderungen mit sich. mehr...

Schleswig-Holstein: Suedlink-Tunnel fertiggestellt

[20.08.2026] Unter der Elbe ist der Tunnel für die Stromtrasse Suedlink fertig vorgetrieben. Das Bauwerk ElbX bringt den Netzausbau zwischen Schleswig-Holstein und Niedersachsen einen entscheidenden Schritt voran und soll ab 2028 Windstrom in den Süden transportieren. mehr...

CLS-Management: Thüga SmartService startet Roll-out

[18.08.2026] Thüga SmartService hat bei fünf Messstellenbetreibern das CLS-Management in den produktiven Betrieb überführt. Bis Ende August sollen fünf weitere Kunden folgen. Für das Gesamtjahr sind 40 Produktivsetzungen geplant. mehr...

Bundesnetzagentur: Rückläufige Zahlen bei Netzengpassmanagement

[13.08.2026] Das Netzengpassmanagement ist im ersten Quartal 2026 deutlich zurückgegangen. Die Bundesnetzagentur verzeichnete weniger Maßnahmen und Kosten, zugleich verschieben sich die Engpässe zunehmend in die Verteilernetze. mehr...

Mitnetz Strom: Drohnen überwachen das Stromnetz

[10.08.2026] Mitnetz Strom setzt Drohnen flächendeckend für die Inspektion und Überwachung seines Stromnetzes ein. Die Technik soll den Netzbetrieb sicherer und effizienter machen und liefert zugleich Daten für KI-gestützte Zustandsanalysen. mehr...

evu+: Online-Karte bietet Überblick über Stromverteilnetze

[06.08.2026] Eine neue Online-Karte zeigt die Stromnetzbetreiber in Deutschland und ihre angeschlossenen Erzeugungsanlagen sowie Batteriespeicher. Die Übersicht soll die Rolle der Verteilnetzbetreiber für Energiewende und Versorgungssicherheit anhand öffentlicher Daten sichtbar machen. mehr...

Mitnetz Strom: Investitionen in das Stromnetz in Brandenburg

[03.08.2026] Mitnetz Strom investiert 2026 rund 119 Millionen Euro in den Ausbau und die Modernisierung des Stromnetzes in Brandenburg. Die Vorhaben sollen zusätzliche Netzkapazitäten für erneuerbare Energien schaffen und die Versorgungssicherheit in mehreren Regionen stärken. mehr...