Freitag, 9. Januar 2026

HessenEnergiewende im Rekordtempo

[31.08.2018] Im ersten Halbjahr 2018 sind in Hessen 22,5 Prozent des Stromverbrauchs aus erneuerbaren Energien erzeugt worden. Zu diesem Ergebnis hat insbesondere der Ausbau der Windenergie beigetragen.

In Hessen kommt die Energiewende im Rekordtempo voran. Das hat nach Angaben des Ministeriums für Wirtschaft, Energie, Verkehr und Landesentwicklung eine Auswertung für das erste Halbjahr 2018 erbracht. Der Anteil der in Hessen erzeugten erneuerbaren Energien am Stromverbrauch ist demnach bis Ende Juni auf 22,5 Prozent gestiegen – ein Plus von 2,5 Prozentpunkten. „Wir sind damit unserem 25-Prozent-Ziel erneut einen deutlichen Schritt näher gekommen“, sagt Wirtschafts- und Energieminister Tarek Al-Wazir (Bündnis 90/Die Grünen). „Wenn es uns gelingt, in diesem Tempo weiterzumachen, dann können wir unser extrem ehrgeiziges Ziel wirklich erreichen.“
Dabei spiele vor allem der Ausbau der Windkraft eine entscheidende Rolle. Im ersten Halbjahr 2018 wurden Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von 167 Megawatt (MW) neu in Betrieb genommen. Bundesweit steht Hessen damit nach Angaben des Wirtschaftsministeriums auf Platz vier aller Bundesländer. Einer Schätzbilanz des Leipziger Instituts für Energie zufolge haben die hessischen Windenergieanlagen im Jahr 2017 rund 3.243 Gigawattstunden (GWh) Strom produziert – fast 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr 2018 belief sich die Stromerzeugung laut Schätzbilanz auf 1.880 GWh. Allein die in den vergangenen viereinhalb Jahren in Hessen installierten Windenergieanlagen erzeugen damit Strom für mehr als 640.000 Haushalte.
Wie das hessische Wirtschaftsministerium berichtet, geht der Ausbau der Windkraftanlagen auch in der zweiten Jahreshälfte weiter: Insgesamt seien aktuell 72 Windenergieanlagen mit einer Leistung von 215 MW genehmigt, aber noch nicht in Betrieb. Darunter befinden sich auch Anlagen, deren Bescheide beklagt werden. Weitere 306 Anlagen (1.006 MW) befänden sich derzeit im Genehmigungsverfahren.





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