Montag, 21. September 2026

Kreis AhrweilerNeuer Statusbericht

[22.03.2019] Laut dem Statusbericht „Die Energiewende im Kreis Ahrweiler“ ist der Kreis auf einem guten Weg zum festgesetzten Ziel, den Strombedarf bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken.

Der Kreis Ahrweiler hat den 7. Statusbericht „Die Energiewende im Kreis Ahrweiler“ vorgelegt. Wie die rheinland-pfälzische Kommune mitteilt, weist der Ausbau von Solar- und Windenergie demnach weitere Zuwachsraten auf. Die Zahl der nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz betriebenen Photovoltaikanlagen sei im Jahr 2017 auf über 2.700 gestiegen. Nach Kreisangaben sind das 4,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Zubau in den vergangenen sechs Jahren betrage rund 80 Prozent. In Kilowattstunden (kWh) gesprochen, zählte der Kreis im Jahr 2017 rund 29 Millionen Kilowattstunden (kWh) Sonnenenergie. Im Jahr 2016 waren es 27,5 Millionen. Die Verstromung von Biomasse kommt auf rund 13 Millionen kWh und Windenergie auf knapp 29 Millionen kWh. Untergeordnete Rollen spielen Deponiegas (0,24 Millionen kWh) und Wasserkraft (0,18 Millionen kWh), jeweils im Jahr 2017.
Der Kreistag hat im Jahr 2011 beschlossen, den Strombedarf bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien zu decken. Dafür haben der Kreis, die Kommunen und die Kreissparkasse Ahrweiler verschiedene Maßnahmen umgesetzt. Bei den kreiseigenen Gebäuden konnte durch energetische Maßnahmen innerhalb der vergangenen zehn Jahre der Heiz- und Stromkennwert halbiert werden. Ein erheblicher Teil der Einsparungen sei auf die Sanierung versteckter Verbräuche zurückzuführen, insbesondere die Sanierung von Heizungsanlagen und Umwälzpumpen. Der Kreis hat nach eigenen Angaben bei seinen Gebäuden ohnehin eine ausgeglichene CO2-Bilanz, da diese durch klimaneutralen Ökostrom aus 100 Prozent Wasserkraft versorgt werden. Erstmals wurden mit dem Statusbericht in diesem Jahr auch die Projekte und Maßnahmen der Kommunen vorgestellt. Unterschiedliche Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz oder Mobilität wurden demnach durchgeführt, die das 100 Prozent-EE-Ziel unterstützen – etwa durch eigens entwickelte Klimaschutzkonzepte, Gebäudesanierungen, die Umrüstung auf LED-Leuchtmittel sowie die Anschaffung von E-Bikes und -Fahrzeugen.





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