Dienstag, 7. April 2026

Nordrhein-WestfalenEnergieversorgungsstrategie vorgelegt

[15.07.2019] Ein deutlicher Ausbau der erneuerbaren Energien, zügiger Netzausbau, moderne Speichertechnologien, flexiblere Nachfragegestaltung und die Nutzung von Gas als Brückenenergie stehen im Mittelpunkt der Energieversorgungsstrategie des Landes Nordrhein-Westfalen.

Andreas Pinkwart, Minister für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, hat dem Landtag jüngst eine Energieversorgungsstrategie vorgelegt. Mit der Strategie stellt die Landesregierung die energiepolitischen Weichen für eine klimaverträgliche, sichere und bezahlbare Energieversorgung, meldet das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie. Kernelemente sind der deutliche Ausbau der erneuerbaren Energien sowie ein zügiger Netzausbau, moderne Speichertechnologien, eine flexiblere Nachfragegestaltung und die Nutzung von Gas als Brückenenergie. „Nordrhein-Westfalen ist Vorreiter beim Ausstieg aus der Kohleverstromung“, sagt Minister Andreas Pinkwart. „Es ist unser erklärtes Ziel, möglichst ab dem Jahr 2035, spätestens aber ab dem Jahr 2038 gänzlich auf die Kohleverstromung zu verzichten. Dazu brauchen wir ein stabiles und bezahlbares Energiesystem. Beides miteinander in Einklang zu bringen, ist eine Jahrhundertaufgabe und die große Verantwortung unserer Generation.”

Strom muss bezahlbar bleiben

Die zentrale Zielsetzung der Strategie sieht laut Ministerium folgendermaßen aus: Bis 2030 strebt die Landesregierung ein starkes Wachstum bei erneuerbaren Energien an. Die vorhandene installierte Leistung soll auf 10,5 Gigawatt Wind und 11,5 Gigawatt Photovoltaik verdoppelt werden. Bis zum Jahr 2050 soll die Energieversorgung vorrangig über Wind, Photovoltaik, Gaskraftwerke in Kraft-Wärme-Kopplung, Geothermie und grünen Wasserstoff gesichert werden.
Zusätzlich bedarf es weiterer Anstrengungen beim Netzausbau sowie einer Umstellung der Sektoren Mobilität und Wärme auf weitgehende Klimaneutralität. Dafür müssen die Bedingungen für die Sektorenkopplung verbessert werden, zum Beispiel durch die Einführung einer aufwandsneutralen CO2-Bepreisung. Um die hohen Belastungen für Verbraucher zu reduzieren, setzt sich die Landesregierung darüber hinaus für eine deutliche Senkung der Stromsteuer ein. Zur Entlastung der produzierenden energieintensiven Industrie plädiert die Landesregierung außerdem auf EU-Ebene für eine umfassende Strompreiskompensation.





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