Dienstag, 8. September 2026

Stadtwerke MünsterCO2-Bilanz über Plattform kompensieren

[07.07.2020] Der Kampf gegen den Klimawandel steht im Fokus der neuen Strategie der Stadtwerke Münster. Mit einer Plattform zum Erfassen und Kompensieren des CO2-Ausstoßes sollen die Münsteraner auf dem Weg zum grünen Fußabdruck unterstützt werden.
Sebastian Jurczyk

Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster, stellt die neue Plattform zur CO2-Kompensation vor.

(Bildquelle: Stadtwerke Münster)

Über eine Plattform der Stadtwerke Münster können ab sofort alle Münsteraner ihre persönliche CO2-Bilanz auswerten und kompensieren. Dabei bietet das Portal laut den Stadtwerken auch Anreiz und Hilfe, die Bilanz des Nutzers zu verbessern. Die Plattform unterstützt die neue Strategie des kommunalen Versorgungsunternehmens, das den Kampf gegen den Klimawandel in den Fokus rückt, unter anderem mit einem deutlichen Ausbau der Ökostrom-Erzeugung und einem Konzept für erneuerbare Wärme. „Wie groß der Fußabdruck ist, den jeder hinlässt, hängt von vielen Entscheidungen ab: zum Ökostrom wechseln, Nahverkehr oder Rad fahren und regional einkaufen sind deutlich klimaschonender als die althergebrachten Alternativen“, erklärt Sebastian Jurczyk, Geschäftsführer der Stadtwerke Münster. „Weil aber nicht alle Emissionen vermieden werden können, unterstützen wir die Münsteranerinnen und Münsteraner auf ihrem Weg zum grünen Fußabdruck.“

Drei Projekte zur Auswahl

So funktioniert die Kompensation: Auf gruenerfussabdruck.de lässt sich die persönliche CO2-Bilanz in den Kategorien Heizung, Strom, Mobilität, Ernährung und weiterer Konsum durch einen Fragenkatalog ermitteln. Diese CO2-Menge kann dann auf der Seite der Stadtwerke komplett oder teilweise kompensiert werden. Drei Projekte stehen dafür zur Auswahl: Der Schutz des brasilianischen Regenwalds vor Abholzung, die Herstellung und Verteilung von effizienten Kochöfen in Kenia oder die Produktion von Ökostrom in zwei Windparks in Taiwan. Zertifizierungen nach Gold-Standard beziehungsweise Verified Carbon Standard (VCS) garantieren und überwachen die Reduzierung der Treibhausgase durch die Projekte, heißt es vonseiten der Stadtwerke. Wie diese weiter mitteilen, liegt der deutsche Durchschnittsausstoß bei 11,6 Tonnen. Je zu kompensierender Tonne falle ein Beitrag von zehn Euro an, der gewünschte Betrag könne aber frei eingegeben werden.

Globale Kompensation und Umweltschutz vor Ort

„Wir möchten durch die CO2-Kompensation helfen, klimafreundlicher zu leben, aber wir möchten damit kein Geld verdienen. Darum geben wir jeden Euro, der nach Abzug der Kosten übrig bleibt, an lokale Projekte, die sich um Klima-, Umwelt- oder Tierschutz kümmern“, berichtet Sebastian Jurczyk. Durch diese zusätzliche Investition helfe die Plattform gleich doppelt, mit globaler Kompensation und Umweltschutz vor Ort. Privatpersonen und Unternehmen aus ganz Deutschland können die Plattform nutzen, dafür ist kein Vertrag bei den Stadtwerken notwendig. Ihr erster Kunde sind die Stadtwerke selbst: Bereits seit 2019 stellen sie die Emissionen aus dem Strom- und Wärmeverbrauch ihrer Gebäude sowie den Kraftstoff sämtlicher Fahrzeuge und Stadtbusse neutral.





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