WindEnergy Hamburg DigitalDrei TV-Studios im Zentrum

Gelungene Premiere für die digitale Branchenmesse WindEnergy Hamburg.
(Bildquelle: Hamburg Messe und Congress / Michael Zapf)
Das Corona-Virus konnte den fachlichen Austausch und die Vernetzung der internationalen Windenergiebranche nicht stoppen: Mit ihrer Premiere vom 1. bis 4. Dezember 2020 (wir berichteten) hat die digitale WindEnergy Hamburg die globale Windbranche in einer herausfordernden Zeit zusammengeführt. Drei TV-Studios in der belgischen Hauptstadt Brüssel, im britischen Shoreham Port und in der Freien und Hansestadt Hamburg sendeten an vier Tagen wechselweise insgesamt 35 Stunden lang und erreichten mit rund 70 Programmbeiträgen Fachleute in 100 Ländern, teilt Hamburg Messe und Congress mit. „Gemeinsam mit unserem Partner WindEurope ist es uns gelungen, die internationale Aufmerksamkeit zu einem ganz wichtigen Zeitpunkt in der energiepolitischen Debatte erneut auf die Windkraft zu lenken”, sagt Bernd Aufderheide, Vorsitzender der Geschäftsführung der Hamburg Messe und Congress. „Mit den WindTV-Livestreams haben wir wichtige Experten der Branche, der Politik und der Gesellschaft auf allen Kontinenten erreicht – trotz der weltweiten Pandemie. Obwohl ich davon überzeugt bin, dass kein digitales Format den persönlichen Austausch auf Dauer ersetzen kann, freue ich mich, dass wir es geschafft haben, große Herausforderungen und neue Entwicklungen auf hohem Niveau zu diskutieren und die internationale Windgemeinschaft für vier Tage zusammenzubringen.”
Viele unterschiedliche Formate
Giles Dickson, CEO von WindEurope, erklärt: „Vier Tage WindTV sind zu Ende gegangen. Wir hoffen, sie haben den Zuschauern gefallen. Es war uns eine Ehre, so viele hochrangige Redner dabei zu haben. Und es war toll, dass wir so viele Inhalte in unterschiedlichsten Formaten senden konnten: Podiumsdiskussionen, Dokumentationen, Nachrichten, Interviews, Gesprächsrunden und auch etwas Unterhaltung. Alle Inhalte hatten eine einheitliche Botschaft: die Windindustrie ist robust und bereit, den enormen Ausbau zu stemmen, den die EU im Rahmen des Green Deal von uns erwartet – und dabei zum Wirtschaftsaufschwung beizutragen.“
GWEC-CEO Ben Backwell berichtet: „Es war für den GWEC ein tolles Erlebnis, vier Tage lang Zuschauern die neuesten Markttrends und Erkenntnisse aus den spannendsten Windenergiemärkten der Welt zu bringen. Mit WindTV sind wir virtuell nach Indien, Lateinamerika, Asien und Afrika gereist, um von führenden lokalen Experten zu hören und zu diskutieren, wie wir den Ausbau der Windenergie beschleunigen können, um mit Blick auf die COP26-Konferenz im kommenden Jahr die Dekarbonisierungsziele der Welt zu erreichen. Nach diesem turbulenten Jahr ist es sehr erfreulich, dass diese Begegnung der weltweiten Windindustrie stattfinden konnte, um Gedanken auszutauschen und über WindTV voneinander zu lernen, sodass wir aus der Corona-Krise gestärkt hervorgehen können.“
40.000 Zuschauer bei WindTV
Die WindEnergy Hamburg 2020 war laut Hamburg Messe die erste globale digitale Veranstaltung der Branche. Rund 40.000 Experten aus aller Welt hätten während der viertägigen Laufzeit das WindTV-Programm verfolgt, das WindEurope von Brüssel aus, die Hamburg Messe und Congress aus der Hansestadt sowie der Global Wind Energy Council aus dem britischen Shoreham Port wechselweise gestaltet hatten. Die meisten Zuschauer nahmen in Indien teil, gefolgt von Deutschland, den USA, China und Dänemark – den aktuell wichtigsten Windmärkten der Welt.
Viele prominente Sprecher gestalteten das digitale Branchen-Event mit. Darunter war auch Tom Kiernan, CEO von AWEA, der im Gespräch mit Giles Dickson, CEO WindEurope, erklärte, wie wichtig Joe Biden der Kampf gegen den Klimawandel sei und welche Bedeutung die erneuerbaren Energien in den USA haben werden. Fatih Birol, Chef der Internationalen Energieagentur (IEA) betonte im Interview mit Giles Dickson, dass die erneuerbaren Energien immun gegen Covid-19 seien und er weiteres Wachstum erwarte.
Auch digital ein Erfolg
Wie die Hamburg Messe mitteilt, spannte WindTV thematisch einen sehr weiten Bogen von der Entwicklung der globalen Windmärkte, über Herausforderungen im Zusammenhang mit Genehmigungsverfahren und Bürgerbeteiligungen, Technologien, Digitalisierung, Elektrifizierung und Systemintegration, On- und Offshore-Innovationen und Herausforderungen der Lieferkette der Windenergiebranche bis hin zum grünem Wasserstoff. Die Zuschauer konnten sich über tägliche Business News Live, GWEC Global Wind Briefs, Exhibitor Talks, VDMA Industry Talks, Gesprächsrunden zu Wasserstoff und das Zuschauerforum „What people ask“ informieren.
„Auch wenn noch nicht alles reibungslos funktioniert hat, war die WindEnergy Hamburg auch digital ein Erfolg. An den Fehlern werden wir arbeiten. Aber vor allem freuen wir uns auf die WindEnergy Hamburg vom 27. bis 30. September 2022 in unseren Hallen“, sagt Bernd Aufderheide.
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