juwiWindspeicher-Projekt vor Umsetzung
Rund 100 Kilometer nordöstlich von Berlin entsteht in den nächsten Wochen ein Leuchtturm-Projekt der Energiewende. In der uckermärkischen Gemeinde Randowtal errichtet juwi im Windpark Schmölln II zwei Windenergie-Anlagen der Multi-Megawatt-Klasse sowie einen Batteriespeicher. Der Wörrstädter Spezialist für Projektentwicklung und Betriebsführung hatte im September 2020 bei der ersten bundesweiten Innovationsausschreibung der Bundesnetzagentur einen Zuschlag für dieses innovative Projekt bekommen – es ist bislang das bundesweit einzige Wind+Speicher-Projekt dieser Art. Vergütet wird der Strom über eine fixe Marktprämie sowie ein so genanntes Power-Purchase-Agreement (PPA), das juwi zusammen mit der MVV Trading entwickelt hat. Projekt und PPA-Vertrag erwirbt nun die Hamburger CEE Group. Das teilen die beteiligten drei Unternehmen mit.
„Wir freuen uns sehr, dass wir dank unserer Ausschreibungskompetenz damals so erfolgreich sein konnten. Insbesondere der Zuschlag für die Windenergie-Speicher-Kombination zeigt unsere innovativen Ansätze für die Netzintegration erneuerbarer Energien“, betont juwi-Vorstand Stephan Küßner. „Die Versorgungssicherheit und die Netzstabilität sind zentrale Themen der Energiewende. Das Zusammenwirken von Energieerzeugung und Energiespeicherung zeigt genau hier Lösungswege auf, sodass wir uns schon früh für den Erwerb dieses Projekts von juwi mit einem passenden PPA der MVV Trading entschlossen haben“, erklärt Detlef Schreiber, CEO der CEE Group. Derzeit wird die Infrastruktur vor Ort für den Bau der beiden Windenergie-Anlagen vom Typ Vestas V136 mit einer Nennleistung von jeweils 3,6 Megawatt vorbereitet. Die Anlagenkomponenten sollen ab Mitte November geliefert und errichtet werden, sodass spätestens im Januar 2022 die Inbetriebnahme erfolgen kann. Während dieser Teil des Projekts eher zu den Routinetätigkeiten der über 25 Jahre alten juwi-Gruppe gehören, ist der Bau der zusätzlichen Speichereinheit in Deutschland Neuland. Geplant ist ein Lithium-Ionen-Speichersystem mit einer Kapazität von drei Megawattstunden von Smart Power inklusive der entsprechenden Mess- und Regelungstechnik. Dafür sind ein Standardcontainer (1 mal 40 Fuß) und ein 20-Fuß-Rahmen für die Powerstation vorgesehen.
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