Stiftung UmweltenergierechtZwei-Prozent-Ziel beschleunigen

Das Zwei-Prozent-Ziel zur Flächenausweiseng für Windkraft könnte nach Ansicht der Stiftung Umweltenergierecht beschleunigt werden.
(Bildquelle: Frank Urbansky)
Die Umsetzung des Zwei-Prozent-Flächenziels der Bundesregierung kann auf Grundlage eines gesetzgeberischen Gesamtkonzepts gelingen. Mengenvorgaben des Bundes müssen die Planungsverfahren auf das Zwei-Prozent-Ziel ausrichten. Dies eröffnet zugleich Spielräume, um die Verfahren deutlich zu vereinfachen und zu beschleunigen. Die neue Würzburger Studie der Stiftung Umweltenergierecht zum Planungsrecht von Windenergieanlagen gibt Orientierung im Dickicht der verschiedenen diskutierten Vorschläge und zeigt Handlungsoptionen des Gesetzgebers auf. Die neue Studie benennt zwei zentrale Maßnahmen. Zum einen müssen bundesrechtliche Mengenvorgaben implementiert werden. Diese geben den Planungsverfahren künftig die Richtung vor. Die Verbindlichkeit der Mengenvorgaben gegenüber Ländern, Regionen und Kommunen sollte dadurch abgesichert werden, dass sie mit der Steuerungswirkung der so genannten Konzentrationszonenplanung verknüpft werden. Ansonsten drohende Kompetenzstreitigkeiten und das Ausscheren einzelner Länder lassen sich so verhindern. Windenergievorhaben lassen sich dann nur noch konzentrieren und der Planungsraum im Übrigen freihalten, wenn der Windenergie im Umfang der Mengenvorgaben Raum gegeben wird.
Zum anderen muss die Konzentrationszonenplanung als zentrales Instrument der Flächenbereitstellung reformiert werden. „Es gibt nicht nur zu wenige Flächen für die Windenergie. Auch die Konzentrationszonenplanungen haben sich als sehr aufwendig und damit fehleranfällig erwiesen. Wenn den Ländern und Planungsträgern stärker als bislang Vorgaben für die auszuweisende Flächenmenge gemacht werden, dann müssen sie auf der anderen Seite auch dafür geeignete Steuerungsinstrumente an die Hand bekommen“, erklärt Nils Wegner, Autor der neuen Studie. Die heutigen Verfahren lassen sich in Richtung klassischer Positivplanungen weiterentwickeln. Das bedeutet, dass sich Verfahren nur noch auf die Flächen fokussieren, die für die Windenergie ausgewiesen werden sollen. Die Verfahren können so deutlich beschleunigt und vereinfacht werden. Zudem gelten dann geringere rechtliche Anforderungen, sodass die Pläne schließlich auch eine gerichtliche Kontrolle besser überstehen. „Um möglichst schnell zu mehr Flächen zu kommen, muss der Gesetzgeber auch den Übergang zum neuen Planungsrecht aktiv gestalten“, beschreibt Thorsten Müller, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung Umweltenergierecht, die Herausforderungen. Planungsdynamiken in ambitionierten Windregionen dürfen keinesfalls ausgebremst werden. Langwierige Verzögerungen durch Landesmoratorien und Plansicherungsinstrumente, die während laufenden Planungsverfahren nur vereinzelt neue Windenergievorhaben in den betroffenen Gebieten erlauben, müssen möglichst vermieden werden.
https://www.stiftung-umweltenergierecht.de
RWE: Zuschläge für 119 Megawatt Windenergie erhalten
[25.09.2026] RWE hat bei der jüngsten Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für zwei Onshore-Windprojekte mit zusammen 119 Megawatt erhalten. Die Anlagen in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sollen vorbehaltlich der finalen Investitionsentscheidung 2028 in Betrieb gehen. mehr...
50Hertz: LanWin3-Konverter wird in Rostock gebaut
[24.09.2026] 50Hertz hat den Auftrag für den Bau des Offshore-Konverters für das Nordsee-Netzanbindungsprojekt LanWin3 vergeben. Wesentliche Komponenten der Zwei-Gigawatt-Anlage sollen in Rostock-Warnemünde entstehen. mehr...
ABO Energy: Zuschläge für drei Windenergieprojekte erhalten
[23.09.2026] ABO Energy hat in der August-Ausschreibung der Bundesnetzagentur Zuschläge für drei Windenergieprojekte mit insgesamt 102,2 Megawatt erhalten. Die Windparks in Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und im Saarland sollen zwischen Mitte 2028 und Anfang 2029 in Betrieb gehen. mehr...
Windenergie: Verbände fordern Südquote
[22.09.2026] Bei der jüngsten Ausschreibung für Windenergie an Land sind nach Angaben von Erneuerbaren-Verbänden nur knapp fünf Prozent der bezuschlagten Leistung auf Bayern und Baden-Württemberg entfallen. Die Plattform Erneuerbare Energien Baden-Württemberg und der Landesverband Erneuerbare Energien Bayern fordern deshalb Änderungen am Ausschreibungssystem und eine Südquote im EEG. mehr...
EnBW: Offshore-Windpark He Dreiht eingeweiht
[18.09.2026] Der Offshore-Windpark He Dreiht in der Nordsee ist offiziell eingeweiht worden. Mit 64 Windenergieanlagen und 960 Megawatt Gesamtleistung handelt es sich um den bislang größten Offshore-Windpark Deutschlands. mehr...
Offshore-Windpark Gennaker: Finanzierung steht
[15.09.2026] Der Offshore-Windpark Gennaker in der Ostsee geht in die Realisierungsphase. Die Stadtwerke München sind mit 25 Prozent an dem Projekt beteiligt. Mit einer Leistung von bis zu 976,5 Megawatt soll Gennaker Ende 2028 in Betrieb gehen. mehr...
Berliner Stadtwerke: Windprojekt von JUWI übernommen
[14.09.2026] Die Berliner Stadtwerke erweitern ihre Windenergie-Erzeugung in Brandenburg. Zwei neue Anlagen bei Eisenhüttenstadt sollen ab 2027 jährlich rund 40 Gigawattstunden Strom erzeugen. mehr...
Österreich: Windkraft erreicht im August Rekordwert
[10.09.2026] Die Windkraft hat in Österreich im August 2026 so viel Strom erzeugt wie noch nie in diesem Monat. Auch im Juli lag die Produktion deutlich über dem langjährigen Durchschnitt. In den beiden Sommermonaten deckten Windenergieanlagen knapp 14 Prozent des österreichischen Stromverbrauchs. mehr...
Artenschutz: Erprobung von Anti-Kollisionssystem
[03.09.2026] Das ZSW erprobt ein mobiles, KI-gestütztes Anti-Kollisionssystem für Vögel und Fledermäuse an Windenergieanlagen. Gemeinsam mit ABO Energy soll der Bird- und BatRecorder 2.0 unter realen Bedingungen Daten für einen artenschutzgerechteren Windparkbetrieb liefern. mehr...
Bundesregierung: Windenergie-auf-See-Gesetz beschlossen
[03.09.2026] Das Bundeskabinett hat die Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes beschlossen. VKU und BDEW begrüßen wichtige Änderungen, fordern aber Nachbesserungen bei Ausschreibungen, Netzanbindung und bereits vergebenen Projekten. mehr...
JUWI: Fünf neue Anlagen am Netz
[01.09.2026] Im Landkreis Warendorf speisen fünf neue Windenergieanlagen Strom ins Netz ein. Der Windpark Sassenberg-Füchtorfer Moor II soll jährlich knapp 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. mehr...
Trianel: Windpark Borkum stabilisiert Stromnetz
[31.08.2026] Der Trianel Windpark Borkum I nimmt mit rund 70 Megawatt Leistung am Regelenergiemarkt teil. Seit Juli 2026 stellt der Offshore-Windpark negative Sekundärregelleistung bereit und kann dafür seine Einspeisung auf Anforderung des Übertragungsnetzbetreibers automatisch reduzieren. mehr...
Schleswig-Holstein: Zehn GW Windenergieleistung an Land
[27.08.2026] Schleswig-Holstein hat erstmals mehr als zehn Gigawatt Windenergieleistung an Land installiert. Das Land will den Ausbau nun mit Blick auf die geplante EEG-Novelle weiter absichern. mehr...
Windenergie: Richtung tragfähiger Märkte
[25.08.2026] In einem schwierigen Marktumfeld stellt sich das Unternehmen JUWI neu auf und setzt auf Effizienz und internationale Wachstumsprojekte. Dazu gehören eine neue Organisationsstruktur sowie die Weiterentwicklung der Geschäftsmodelle. mehr...
Windenergie-auf-See-Gesetz: VKU fordert Ausbau mit Augenmaß
[19.08.2026] Der VKU fordert für den weiteren Ausbau der Offshore-Windenergie mehr Wettbewerb und eine stärkere Orientierung am tatsächlichen Stromertrag. Zur Novelle des Windenergie-auf-See-Gesetzes schlägt der Verband unter anderem ein niedrigeres Ausbauziel und kleinere Ausschreibungsflächen vor. mehr...
















