Donnerstag, 1. Januar 2026

Schleswig-HolsteinFörderung für Bildungscampus

[30.03.2022] In Schleswig-Holstein soll der Bildungscampus Louisenlund in Zukunft mit nachhaltiger Wärme versorgt werden. Die Landesregierung fördert dieses Projekt mit einer Summe von 655.000 Euro.

Das Land Schleswig-Holstein fördert jetzt ein Projekt des Bildungscampus Louisenlund mit einer Summe von 655.000 Euro. Wie das schleswig-holsteinische Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung (MELUND) berichtet, sollen dort die Schul-, Wohn- und Sozialgebäude künftig über eine neue Erzeugungsanlage, ein eigenes Nahwärmenetz und entsprechende Speichersysteme mit nachhaltiger Wärme versorgt werden. Ziel sei es, mit dem Einsatz von Biomasse zur Wärmeerzeugung den Treibhausgasausstoß Louisenlunds um mehr als 550 Tonnen CO2 pro Jahr zu senken.
„Mit dieser Investition tragen die Stiftung Louisenlund, der Kieler Energiedienstleister get|2|energy sowie die Stadtwerke SH aktiv zum Klimaschutz bei. Ich freue mich, dass wir mit dieser Förderung einen Impuls zum Aufbau eines neuen Wärmenetzes für die unabhängige Versorgung mit Wärme aus regenerativen Quellen setzen können“, sagte Energiewendeminister Jan Philipp Albrecht (Bündnis 90/Die Grünen) bei seinem Besuch vor Ort.
Angaben des MELUND zufolge hatten im Herbst 2021 die Stiftung Louisenlund als Trägerin des Internats, des Ganztagsgymnasiums, der IB World School sowie der Grundschule in Güby und der Kieler Energiedienstleister get|2|energy im Rahmen der Projektkooperation mit den Stadtwerken SH die klimafreundliche Wärmeversorgung für die Schul- und Wohngebäude mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 vereinbart.
Die Wärmeversorgung erfolge zukünftig über ein 1,6 Kilometer langes Wärmenetz für 15 Bestandsgebäude und zwei Neubauten. Die Wärmeerzeugung werde zu mehr als 70 Prozent durch Biomasse übernommen. Zunächst kämen Holzpellets zum Einsatz, später folgten so genannte BtE-Pellets, die aus Abfallbiomasse im Kreis Rendsburg-Eckernförde hergestellt werden sollen. Zudem gebe es zwei Erdgas-Blockheizkraftwerke für die fehlenden 30 Prozent der Wärmeversorgung.





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