Donnerstag, 23. Juli 2026

Nordrhein-WestfalenFörderbescheid für Wasserstoffbusse

[12.05.2022] Dank eines Förderbescheids des Landes Nordrhein-Westfalen in Höhe von 4,8 Millionen Euro kann der Verkehrsbetrieb Ruhrbahn jetzt 19 wasserstoffbetriebene Busse anschaffen – ein wichtiger Baustein für die Umsetzung des Zero-Emission-Ziels im öffentlichen Personennahverkehr.
Übergabe des Förderbescheids an Ruhrbahn.

Übergabe des Förderbescheids an Ruhrbahn.

v.l.: Ronald R.F. Lünser, VRR Vorstand; Michael Feller, Ruhrbahnvorstand; Marc Buchholz, Oberbürgermeister Mülheim; Ina Brandes, Ministerin; Oberbürgermeister Thomas Kufen; Fabian Schrumpf, Landtag NRW; Ulrich Beul, Ruhrbahnaufsichtsrat.

(Bildquelle: Stadt Essen)

Die nordrhein-westfälische Verkehrsministerin Ina Brandes (CDU) hat jetzt der Ruhrbahn einen Förderbescheid in Höhe von über 4,8 Millionen Euro zur Beschaffung von 19 wasserstoffbetriebenen Linienbussen überreicht. Wie die Stadt Essen berichtet, kommt Ruhrbahn damit der Umsetzung des Zero-Emission-Ziels im öffentlichen Personennahverkehr einen großen Schritt näher.
Michael Feller, Geschäftsführer von Ruhrbahn, erläutert: „Dank der finanziellen Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen werden wir in zwei Jahren den Betrieb unserer emissionsfreien Busflotte in Essen und Mülheim aufnehmen können. Ende 2024 werden die ersten Wasserstoffbusse von unseren Betriebshöfen Ruhrallee in Essen und Rosendahl in Mülheim aus ihre Fahrten ins Bediengebiet der Ruhrbahn starten.“
Angaben der Stadt Essen zufolge hat Ruhrbahn bereits 2017 die Machbarkeitsstudie Zero Emission beauftragt, um den Einsatz von Wasserstofftechnologie im Vergleich zu Batterietechnik (Depot-Lader) zu prüfen. Darauf sei das Projekt H2 Zero Emission gefolgt, welches ein Infrastrukturkonzept, ein Konzept zur Fahrzeugbeschaffung und die Sicherstellung der Versorgung mit Wasserstoff entwickelte. Die vollständige Technologieumstellung der Ruhrbahn werde in zwei Phasen erfolgen: Die Startphase ab 2024 ebne den Einstieg in die Wasserstofftechnologie. In der Ausbauphase ab 2027 solle der vollständige Umstieg auf Brennstoffzellenbusse erfolgen.
„Das Thema Wasserstoff ist für uns als Ruhrgebietskommune und Metrolpolregion ein entscheidendes Zukunftsthema“, so Oberbürgermeister der Stadt Essen, Thomas Kufen (CDU). „Unsere Machbarkeitsstudie zum Aufbau eines Wasserstoff-Ökosystems im Rahmen einer Förderung als Wasserstoffregion in Deutschland hat gezeigt, dass vor allem im Mobilitäts- und Wärmesektor, aber auch in der Industrie, die Verwendung von Wasserstoff zu großen Einsparungen von CO2 führen kann. Deshalb unterstützt uns das Ministerium für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen nun nicht nur dabei, die bestehende Flotte der Ruhrbahn sukzessive durch wasserstoffbetriebene Fahrzeuge zu ersetzen, sondern gleichzeitig damit auch die Energiewende im entscheidenden Mobilitätssektor voranzutreiben und hier wichtige CO2-Einsparungen zu erreichen.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Wasserstoff

Bayerischer Energiepreis: Wasserstoffprojekt H2Direkt hat Auszeichnung erhalten

[13.07.2026] Das Wasserstoffprojekt H2Direkt hat den Bayerischen Energiepreis 2026 in der Kategorie „Energieforschung“ erhalten. Die Auszeichnung würdigt den erstmals erfolgreichen Betrieb eines bestehenden Gasverteilnetzes mit 100 Prozent Wasserstoff und den Übergang in den Regelbetrieb. mehr...

Fraunhofer CINES: Untersuchung verweist auf hohe Transportkosten bei Wasserstoff

[06.07.2026] Transport und Speicherung können die Bezugskosten für grünen Wasserstoff bis 2035 deutlich erhöhen, besonders bei Spitzenlastkraftwerken. Eine Analyse von Fraunhofer CINES zeigt, warum Infrastrukturkosten für die Energiewirtschaft entscheidend werden und welche Unterschiede zur Industrie bestehen. mehr...

EWE Netz: Bau von Wasserstoffpipeline

[06.07.2026] EWE Netz startet mit H₂Coastlink 1 den Bau der ersten Wasserstoffpipeline im Nordwesten Deutschlands. Die Leitung soll den Emder Elektrolyseur an das Wasserstoff-Kernnetz anbinden und gilt als wichtiger Baustein für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffwirtschaft. mehr...

Chemnitz: EU-Fördermittel für Wasserstoffinfrastruktur erhalten

[30.06.2026] Chemnitz treibt den Ausbau seiner Wasserstoff- und Speicherinfrastruktur mit mehr als 30 Millionen Euro aus dem EU-Just-Transition-Fund voran. Die Fördermittel fließen in die Anbindung an das künftige Wasserstoffkernnetz sowie in einen Energiepark mit Photovoltaik und Großbatteriespeicher und stärken damit die regionale Energiewende. mehr...

Wasserstoffrat: Erwartungen für Hochlauf

[26.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat rechnet weiterhin mit einem hohen Bedarf an Wasserstoff in Deutschland. Nach einer aktualisierten Prognose dürfte sich der Markthochlauf jedoch verzögern und erst in der ersten Hälfte der 2030er-Jahre an Fahrt gewinnen. mehr...

Wasserstoffrat: Beimischung in Erdgasnetze geprüft

[25.06.2026] Der Nationale Wasserstoffrat hat ein Informations- und Grundlagenpapier zur Beimischung von Wasserstoff in Erdgasnetze veröffentlicht. Darin untersucht das Gremium technische, regulatorische und wirtschaftliche Fragen sowie die möglichen Auswirkungen auf die Transformation des Energiesystems. mehr...

NRW: Realitätscheck Wasserstoff vorgelegt

[24.06.2026] Nordrhein-Westfalen hat der EU acht Vorschläge für einen schnelleren Aufbau der europäischen Wasserstoffwirtschaft vorgelegt. Die Empfehlungen sollen Investitionen erleichtern, regulatorische Hürden abbauen und den stockenden Markthochlauf voranbringen. mehr...

EWE/Salzgitter AG: Liefervertrag für grünen Wasserstoff abgeschlossen

[17.06.2026] EWE und die Salzgitter AG haben einen langfristigen Liefervertrag über jährlich 10.000 Tonnen grünen Wasserstoff abgeschlossen. Die Vereinbarung soll die klimafreundliche Stahlproduktion voranbringen und gilt als wichtiges Signal für den Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. mehr...

Ein Mann steht in einem Heizungskeller vor einer wandhängenden Wasserstoff-Heizung und bedient das Display des Geräts. Auf der Front ist der Hinweis „H2 – 100 % Wasserstoff“ zu sehen. Die Anlage ist Teil eines Projekts zur Versorgung von Gebäuden mit Wasserstoff über das bestehende Gasnetz. Im Hintergrund sind Rohrleitungen und weitere Komponenten der Heizungsinstallation erkennbar.

Vaillant: Wasserstoffnetz im Regelbetrieb

[12.06.2026] Mehrere Privathaushalte in Hohenwart heizen jetzt mit 100 Prozent Wasserstoff. Das Projekt „H2Dahoam“ ist in den dauerhaften Betrieb gegangen. mehr...

Nationaler Wasserstoffrat: Nationaler Wasserstoffrat reformiert

[12.06.2026] Die Bundesregierung hat eine Reform des Nationalen Wasserstoffrats beschlossen. Das Gremium soll künftig stärker auf den Markthochlauf von Wasserstoff ausgerichtet werden. Zudem wird sein Aufgabenbereich erweitert und die Struktur verschlankt. mehr...

EWE: Bilfinger erhält Großauftrag für Wasserstoffanlage

[20.05.2026] EWE hat Bilfinger mit zentralen Arbeiten für die 320-Megawatt-Wasserstoffanlage in Emden beauftragt. Der Großauftrag markiert den Abschluss der letzten wesentlichen Vergaben und schafft die Basis für langfristige Lieferverträge für grünen Wasserstoff. mehr...

Glänzende „H₂“-Schrift schwebt in einer blauen, wasserähnlichen Umgebung mit aufsteigenden Bläschen und Lichtreflexen.

Bundeshaushalt: Verbände fordern Geld für Wasserstoff

[30.04.2026] Ein breites Bündnis aus Wirtschaft und Kommunen verlangt neue Finanzhilfen für den Wasserstoffmarkt. Im Bundeshaushalt 2027 sollen nach Angaben der Verbände Mittel für Preisgarantien und staatliche Absicherungen eingeplant werden. Damit sollen Investitionen erleichtert und der stockende Markthochlauf beschleunigt werden. mehr...

Braunschweig: Großspeicher für Wasserstoff angeliefert

[30.04.2026] Am Forschungsflughafen Braunschweig entsteht mit neu angelieferten Metallhydridspeichern eine Forschungsanlage für bis zu 500 Kilogramm Wasserstoff. Die TU Braunschweig baut damit ihr H2-Terminal zu einem großskaligen Reallabor für Erzeugung, Verteilung und sichere Langzeitspeicherung von grünem Wasserstoff aus. mehr...

LENA: Online-Reihe zur Wasserstoffwirtschaft gestartet

[29.04.2026] Sachsen-Anhalt hat eine neue Online-Reihe zum Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft mit großem Zuspruch gestartet. Zum Auftakt diskutierten mehr als 100 Fachleute, wie weit Infrastruktur, Elektrolyse und industrielle Anwendungen bereits sind – und wo Unternehmen noch auf Antworten warten. mehr...

Hamburg: tesa stellt auf grünen Wasserstoff um

[07.04.2026] tesa rüstet seine Produktion in Hamburg auf grünen Wasserstoff um und erhält dafür öffentliche Förderung. Der Anschluss an das Wasserstoffnetz HH-WIN ab 2027 markiert einen konkreten Schritt hin zur klimaneutralen Industrie. mehr...