Donnerstag, 2. April 2026

Metropolregion Frankfurt/RheinMainPotenzial zur Wasserstoffnutzung

[19.07.2022] In Frankfurt am Main könnte am Müllheizkraftwerk (MHKW) in der Nordweststadt eine Start-Infrastruktur für Wasserstoff entstehen. Zu diesem Ergebnis kommt jetzt das theoretische Modellprojekt MH2Regio.
Übergabe des Abschlussberichts.

Übergabe des Abschlussberichts.

(Bildquelle: Mainova AG)

Das theoretische Modellprojekt MH2Regio ist jetzt zu dem Ergebnis gekommen, dass am Müllheizkraftwerk (MHKW) in Frankfurt am Main eine Start-Infrastruktur für Wasserstoff entstehen könnte. Wie Mainova mitteilt, könnte das Gas dort erzeugt, gespeichert und verteilt werden. Aus Müll würde damit Mobilität werden. Den Abschlussbericht überreichten Mainova-Vorstandsmitglied Martin Giehl und MHKW-Betriebsleiter Markus Sänger am Freitagmorgen (15. Juli) im MHKW der Frankfurter Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst.
Initiatorin und Ideengeber von MH2Regio seien in gemeinsamer Zusammenarbeit die Stadt Frankfurt am Main sowie Mainova und die FES Frankfurter Entsorgungs- und Service (FES) als gemeinsame Betreiber des MHKW Frankfurt gewesen. MH2Regio habe sich bundesweit als eines der ersten Projekte mit dem Aufbau einer regionalen Wasserstofferzeugungs- und -verteilinfrastruktur für den Schwerlast-, Güter- und Binnenschiffsverkehr beschäftigt. Die Software-Simulation bestätige: Frankfurt am Main wäre ein idealer Ausgangspunkt für den Aufbau einer regionalen Wasserstoffinfrastruktur. Wasserstoff aus dem MHKW könnte somit perspektivisch zur urbanen Verkehrswende hin zu klimaschonenden Kraftstoffen beitragen.
Frankfurts Wirtschaftsdezernentin Stephanie Wüst sagte: „Mit dem Projekt haben wir einen methodischen Ansatz entwickelt, künftige Wasserstoffpotenziale für unsere Region zu identifizieren. Zusätzlich schaffen wir weitere Ansätze für nachhaltige Mobilitätskonzepte. Frankfurt am Main leistet hier Pionierarbeit, der gewählte Ansatz kann als Blaupause für andere Regionen dienen.“
Mainova-Vorstandsmitglied Martin Giehl ergänzte: „Wasserstoff hat Potenzial in und für Frankfurt Rhein/Main. Das Ergebnis zeigt: Wir können hier über die Produktion von grünem Wasserstoff für den Mobilitätssektor einen wirtschaftlichen Ansatz abbilden. Wir werden nun die Planungen weiter vorantreiben, um aus der theoretischen Simulation eine praktische Anwendung zu machen.“
FES-Geschäftsführer Dirk Remmert fügte dem hinzu: „Abfallverbrennungsanlagen sind machtvolle Energie- und Wärmeerzeuger, mit denen die Lösung von Zukunftsfragen in unseren Städten in greifbare Nähe rückt. MH2Regio hilft uns auch bei unseren strategischen Überlegungen, wie eine emissionsfreie Fahrzeugflotte von Müll- und Reinigungsfahrzeugen künftig aufgestellt werden kann.“
Angaben von Mainova zufolge zählte Frankfurt am Main mit dem Projekt zu den bundesweit 13 ersten geförderten HyExpert-Regionen, welche die Integration grüner Gase im Verkehrswesen vorantreiben wollen (wir berichteten). Seine Stärke habe auch aus dem Zusammenwirken der beteiligten Partner resultiert: MH2Regio habe Unternehmen aus Luft- und Binnenschifffahrt, öffentlichem Personennah- und Fernverkehr und kommunaler Unternehmen hinsichtlich einer gemeinsamen Nutzung von Wasserstoff als Energieträger für alternative Antriebskonzepte vernetzt.





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