Mittwoch, 14. Oktober 2026

Baden-Württemberg/BayernWasserstoffallianz gegründet

[01.09.2022] Baden-Württemberg und Bayern bündeln ihre Kräfte, um sich als Technologiestandorte für Wasserstoff weiter zu stärken.

Mit der Gründung einer Wasserstoffallianz wollen sich Baden-Württemberg und Bayern zukünftig stärker vernetzen und Vorreiter auf nationaler und internationaler Ebene bei der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie sein. Die Ministerpräsidenten beider Länder betonten bei einer gemeinsamen Pressekonferenz am 29. August 2022, die Bedeutung des grünen Wasserstoffs, der klimaneutral aus erneuerbarem Strom erzeugt wird, als Energieträger der Zukunft. „Eine der vielen Erkenntnisse, die wir aus dem brutalen russischen Angriffskrieg mitnehmen können, lautet: Wir sehen, wie aufwendig, schwierig und teilweise unmöglich es ist, im Bereich der Energie kurzfristige Kurskorrekturen vorzunehmen. Deswegen müssen wir heute bei der Leitungsinfrastruktur bereits die entscheidenden Weichen für den Markthochlauf von Wasserstoff stellen“, erklärt Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen).
„Für die Zukunft der Energieversorgung brauchen wir enge länderübergreifende Partnerschaften. Die Versorgung des Südens mit Wasserstoff, aber auch mit Gas ist für ganz Deutschland von entscheidender Bedeutung. Wir werden nicht zulassen, dass der Süden benachteiligt wird – sei es bei Wasserstoff, Gasanbindung oder Pipelines. Wird der Süden abgehängt, steht Deutschlands Zukunft auf dem Spiel“, betont Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Mit der nun beschlossenen Wasserstoffallianz wollen Bayern und Baden-Württemberg unter anderem gemeinsame Projekte im Bereich Produkt- und Fertigungstechnologien für Elektrolyseur-Komponenten voranbringen. Außerdem streben die Länder eine engere Zusammenarbeit zwischen dem Zentrum Wasserstoff.Bayern (H2.B) und der Wasserstoffplattform H2BW in Baden-Württemberg sowie eine Verstetigung des am 27. Juni 2022 in Ulm begonnenen Länderdialogs Wasserstoff an. Auch der weitere Auf- und Ausbau gemeinsamer Industriekooperationen und eine vertiefte Zusammenarbeit in der Planung eines überregionalen Wasserstofftankstellennetzes werden geprüft.





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