Baden-WürttembergWeitere Fördergelder für Wärmenetze
Das Land Baden-Württemberg fördert den Aus- und Neubau von drei Wärmenetzen in Ispringen, Rheinstetten-Mörsch und Biberach mit insgesamt 750.000 Euro. Die Mittel stammen aus dem Programm „Energieeffiziente Wärmenetze“ des Umweltministeriums (wir berichteten).
Wie das Ministerium mitteilt, wird in Ispringen das Wärmenetz Energiequartier Mitte mit 250.000 Euro gefördert. Das Netz umfasst Leitungen mit einer Länge von 1.320 Metern und versorgt das Neubauprojekt „Soziale Ortskernentwicklung“ sowie weitere private und öffentliche Liegenschaften im Ortskern. Die Wärmeerzeugung erfolgt über ein bivalentes Heizsystem, bestehend aus zwei Holzpelletkesseln und einer Wärmepumpe, die mit Solarabsorbern und einer Photovoltaikanlage als Wärmequelle betrieben wird.
In Rheinstetten-Mörsch wird der Neubau eines Nahwärmenetzes in einem Neubaugebiet mit 250.000 Euro gefördert. Das Kaltwärmenetz wird im Sommer und in der Übergangszeit durch eine Luftwärmepumpe gespeist, im Winter ergänzt durch ein Blockheizkraftwerk (BHKW) und einen Gas-Brennwertkessel. Ein Teil des Stroms für die Wärmepumpe wird durch eine Photovoltaikanlage erzeugt.
In Biberach wird ein neues Nahwärmenetz für das Quartier Wolfental mit 250.000 Euro gefördert. Das Netz versorgt sieben größere Mehrfamilienhäuser und acht kleinere Gebäude. Die Wärmeerzeugung erfolgt über eine Holzhackschnitzelanlage, ein Erdgas-Blockheizkraftwerk und einen fossilen Heizkessel als Ausfallsicherung. Durch hydraulische Optimierung, Regelungstechnik und effiziente Systeme wie Speicherladesysteme und Fußbodenheizungen wird die Wärme besonders effizient genutzt.
Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker (Bündnis 90/Die Grünen) erklärte: „Damit wir unsere Klimaziele im Land und im Bund erreichen, müssen wir unsere Wärme effizienter und soweit wie möglich auf Basis erneuerbarer Energien erzeugen. Dies unterstützen wir in Baden-Württemberg bereits seit dem Jahr 2016 mit einem eigenen Förderprogramm und haben inzwischen über 20 Millionen Euro an Fördermitteln ausgeschüttet.“
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