Donnerstag, 19. März 2026

Stadtwerke RüsselsheimUmstellung der Abrechnungssoftware

[15.08.2023] Für die Abrechnung von Strom, Gas und Wasser werden die Stadtwerke Rüsselsheim ihre Abrechnungssoftware umstellen. Dies geschieht im Verbund mit 39 weiteren Energieversorgern.

Die Stadtwerke Rüsselsheim werden ihre wichtigste Software für die Abrechnung von Strom, Gas und Wasser umstellen. Wie der Energieversorger mitteilt, hat er sich dazu mit 39 Unternehmen zusammengeschlossen.
Das Projekt sei bereits Anfang 2022 und damit vor Einführung der Energiepreisbremse gestartet worden. Unter Federführung der Thüga-Gruppe sei die Ausschreibung an einen Generalunternehmer erfolgt, der gemeinsam mit den Energieversorgern die zweitgrößte Abrechnungssoftware für die Branche im deutschsprachigen Raum erstellen werde. Ab 2025 soll die neue Software mit dem Namen Thüga-Abrechnungsplattform (TAP) zur Verfügung stehen.
Die aktuelle Abrechnungssoftware der Stadtwerke sei seit dem Jahr 2008 im Einsatz und nicht mehr zeitgemäß. Das bekämen auch die Kunden zu spüren: Seit die gesetzlich vorgeschriebene Preisbremse umgesetzt werden muss, stießen die Stadtwerke Rüsselsheim – wie andere Energieversorger auch – an die Grenzen ihres Abrechnungssystems.
Hinzu sei im Frühjahr gekommen, dass rund 2.500 Kunden vom Wettbewerber eprimo gekündigt wurden und in die Grundversorgung der Stadtwerke Rüsselsheim gewechselt sind – diese Neukundenanträge mussten zusätzlich bearbeitet werden. Daraus hätten sich Rückstände ergeben, von denen derzeit rund 3.000 Kunden betroffen seien – vor allem solche, die von der Preisbremse profitierten, den Tarif gewechselt hätten, Neukunden seien oder gekündigt hätten.
„Wir sind auf der Suche nach Verstärkung für unsere Vertriebsabrechnung, aber der Markt ist angesichts der branchenweiten Probleme leergefegt“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Hans-Peter Scheerer. „Es ist daher zu befürchten, dass die Probleme bis zum Auslaufen der Preisbremse im Frühjahr nächsten Jahres in gewissem Umfang anhalten werden.“
Scheerer ergänzt: „Wenn zu wenig automatisch funktioniert, ist das nicht akzeptabel. Wir brauchen eine bessere Auskunftsfähigkeit für den Kunden und schnellere Anpassungen an Tarifänderungen.“ Deshalb sei der Schritt, jetzt gemeinsam mit anderen eine neue Software zu entwickeln, der einzig richtige. „Ziel ist eine Software, die schnell, fehlerfrei und transparent zur Verfügung steht.“





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

Advertorial: Forderungsmanagement auslagern

[19.03.2026] Der Fachkräftemangel zwingt Energieversorger zum Umdenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Forderungsmanagement. Die Lösung: Ein spezialisierter Partner übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung – von der ersten Buchung bis zum Inkasso. mehr...

beegy: EEBUS-Zertifikat erhalten

[19.03.2026] Das Heim-Energiemanagementsystem von beegy ist nach dem herstellerübergreifenden EEBUS-Standard zertifiziert. Damit erfüllt die Lösung zentrale Vorgaben für interoperables Energiemanagement und wird für Energieversorger im Prosumer-Markt unmittelbar einsetzbar. mehr...

kraftwerk Software Gruppe: Energieversorger wechseln auf cloudbasierte Plattform

[18.03.2026] Die Stromversorgung Greding und die Stadtwerke Hemau stellen ihre IT-Landschaft gemeinsam auf eine cloudbasierte Plattform um. Das Projekt soll Prozesse vereinheitlichen, Synergien heben und den Weg für weitere Digitalisierungsschritte ebnen. mehr...

Stadtwerke Lübeck: Erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen

[13.03.2026] Die Stadtwerke Lübeck haben ihr erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, das sensible Daten künftig direkt vor Ort verarbeitet und speichert. Das Projekt soll die digitale Souveränität der Region stärken – und stößt schon zum Start auf große Nachfrage. mehr...

Nexiga: Plattform analysiert Strommarkt-Dynamiken

[05.03.2026] Das Unternehmen Nexiga bringt mit dem Hellbrise Monitor eine neue Datenplattform zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken an den Start. Das Tool soll Einspeisespitzen, negative Preise und strukturelle Risiken der Energiewende transparent machen und richtet sich an Versorger, Netzbetreiber, Forschung und Politik. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

Mitarbeiterin im Kundenzentrum der evm mit Headset vor zwei Monitoren im Büro, im Hintergrund eine gelbe Wand mit evm-Logo.

evm: KI-Chatbot entlastet Kundenservice

[03.03.2026] Das kommunale Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein (evm) zieht eine Zwischenbilanz zum Einsatz seines KI-Chatbots Eva. Demnach wurden allein im Jahr 2025 mehr als 40.000 Gespräche geführt. mehr...

WEMAG: Wechsel auf S/4HANA-Plattform

[03.03.2026] Die WEMAG-Gruppe hat ihre IT-Systeme grundlegend umgestellt. Nach einer Projektzeit von 18 Monaten nutzt das Unternehmen nun die S/4HANA-Plattform von Thüga SmartService. Dabei wurden 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzerinnen und Nutzer migriert. mehr...

bericht

Plattformstrategie: Hybrid denken, souverän handeln

[26.02.2026] Die Erlanger Stadtwerke sind mit Microsoft 365 auf eine Plattform umgestiegen, die Mitarbeitende spürbar entlastet und die Zusammenarbeit effizienter gestaltet. Im Sinne der digitalen Souveränität wurde für die Softwarearchitektur ein hybrider Ansatz gewählt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt

[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...

cortility: Zusatzmodule an SAP S/4HANA angepasst

[20.02.2026] Das Unternehmen cortility hat mehrere Zusatzmodule für SAP S/4HANA Utilities überarbeitet. Die Lösungen nutzen die neue Systemarchitektur und lassen sich ohne große Anpassungen integrieren. Weitere Erweiterungen sind angekündigt. mehr...

Salesfive: CRM-Vorlage für Stadtwerke

[20.02.2026] Die Energieversorgung Oberhausen und Salesfive präsentieren eine CRM-Lösung für Stadtwerke. Die auf Praxiserfahrungen basierende Vorlage soll den Kundenservice schneller und effizienter machen. Laut den Unternehmen ist der Start innerhalb weniger Wochen möglich. mehr...

Martin: Umstieg auf Stackable Data Platform

[18.02.2026] Das Unternehmen Martin für Umwelt- und Energietechnik analysiert Betriebsdaten seiner Waste-to-Energy-Anlagen mit der Stackable Data Platform zentral in einer Open-Source-Umgebung. Damit will das Unternehmen Emissionen präziser steuern, Wartungen vorausschauend planen und als Teil Kritischer Infrastruktur datensouverän bleiben. mehr...

Visualisierung einer Energiehandels-Software vor einem Windpark bei Sonnenuntergang: Links ist ein digitales Dashboard mit Diagrammen, Kurven und Tabellen zu Stromdaten zu sehen, rechts erstrecken sich mehrere Windkraftanlagen. Rote, leuchtende Datenlinien durchziehen die Landschaft und symbolisieren die digitale Vernetzung und Steuerung erneuerbarer Energien.

Kisters: Neue Plattform für den Energiehandel

[12.02.2026] Das Unternehmen Kisters präsentiert auf der E-world energy & water 2026 eine neue Software für das Portfoliomanagement. Die Lösung richtet sich an Energiehändler, Stadtwerke und Dienstleister. Sie soll Prozesse automatisieren und den Handel mit Strom und Gas effizienter machen. mehr...

bericht

Klimamanagement: Software und Beratung aus einer Hand

[11.02.2026] Der IT-Dienstleister regio iT unterstützt Kommunen mit einem modularen Lösungspaket bei Klimaschutz- und Klimaanpassungsstrategien. Es handelt sich um eine synergetische Kombination aus IT-gestütztem Datenmanagement, strategischer Beratung und effizienter Beschaffung. mehr...