Freitag, 6. November 2026

E-worldEnergiewende mit KWK

[20.02.2024] Heute startet in Essen die Messe E-world energy & water. Mit dabei sind auch der Landesverband Erneuerbare Energien und das Unternehmen 2G Energy, die an ihrem Stand die Vorteile eines Zusammenspiels von Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbaren Energien vorführen.

Auf der heute gestarteten E-world energy & water werben der Landesverband Erneuerbare Energien NRW (LEE NRW) und das Unternehmen 2G Energy an Stand 2D-128 für das Zusammenspiel zwischen Kraft-Wärme-Kopplungstechnologie und den erneuerbaren Energien. Wie die beiden Aussteller in einer gemeinsamen Pressemeldung mitteilen, sollen bis zum Jahr 2030 die erneuerbaren Energien mindestens 80 Prozent des Strombedarfs hierzulande decken. Damit die Stromversorgung auch dann sicher und stabil läuft, brauche es flexible und steuerbare Leistung, wie sie die Kraft-Wärme-Kopplungs-Technologie bietet.
Für den LEE NRW gibt es deshalb keinen Zweifel daran, wie künftig die Kraftwerkstruktur im heimischen Stromsektor aussehen muss: „Nach dem Ausstieg aus der Atomenergie und dem beschlossenen Ende der Kohleverstromung dürfen die vorgesehenen neuen Gaskraftwerke lediglich dann laufen, wenn der Wind nicht weht und die Sonne nicht scheint. Der Fokus muss vor allem auf einer optimierten Einbettung der Technik der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) im dezentralen Bereich liegen“, betont LEE NRW-Geschäftsführer Christian Mildenberger, „KWK-Anlagen sind gerade auf lokaler Ebene ein zentrales Back-up für die Energieversorgungssicherheit und werden mit der sukzessiven Umstellung vom Brennstoff Erdgas auf Biogas und grünen Wasserstoff zu einem Rückgrat – egal ob in Industrie, Quartiersversorgung oder bei der Umsetzung der kommunalen Wärmewende.“

Beste Lösung für Umbau des Energiesystems

Diese Einschätzung teilt Christian Grotholt, Vorstandsvorsitzender des Blockheizkraftwerkshersteller 2G Energy: „Egal ob Industriebetrieb, Wohnungsbaugesellschaft oder Nahwärmequartierslösung, die dezentrale Kraft-Wärme-Kopplung ist in Kombination mit den erneuerbaren Energien die effizienteste Lösung für den Umbau unseres Energiesystems.“
2G Energy gehört eigenen Angaben zufolge seit Gründung Mitte der 1990er-Jahre bundesweit zu den führenden Anbietern von Blockheizkraftwerken, die gleichzeitig Strom und Wärme erzeugen. Diese Kraftwerke könnten Gase aller Art nutzen. Mittlerweile habe 2G Energy, das sich bereits vor Jahren dem LEE NRW angeschlossenen haben, rund 35 Aggregate mit Wasserstoffantrieb ausgeliefert. Um noch mehr Alternativen für die Wärmewende zu bieten, hat 2G Energy seit wenigen Monaten auch Großwärmepumpen im Portfolio.
Mit der Kombination aus dezentralen KWK-Anlagen und Großwärmepumpen sehe sich 2G Energy technologisch für die bevorstehenden Herausforderungen gut aufgestellt. Christian Grotholt führt aus: „Für uns gibt es einen großen Mehrwert bei der Verzahnung beider Technologien. Angefangen von Erlöspotenzialen am Strommarkt über die signifikante Reduktion von CO2-Emissionen bis hin zum technischen Zusammenwirken bei unterschiedlichen Wetterlagen schaffen kombinierte Systeme direkt einen Mehrwert für den Betreiber und die Gesellschaft. Hinzu kommt, dass zwei übergeordnete politische Vorhaben, die kommunale Wärmeplanung sowie die Kraftwerksstrategie, mit der effizienten Kombination von KWK und Wärmepumpe auf charmante Art und Weise lokal miteinander kombiniert werden.“

Wachsende Bedeutung für NRW

Grotholt verweist auch auf die wachsende Bedeutung der KWK-Technik vor allem für das Industrie- und Energieland NRW, dessen Energieversorgung in den kommenden Jahren wie politisch beschlossen neu aufgestellt wird: „Durch den ebenfalls politisch beschlossenen massiven Ausbau von Wärmepumpen und der Elektromobilität benötigen insbesondere Industriebetriebe eine hohe Anschlussleistung bei einem leider weiterhin schleppenden Netzausbau. Dafür drängt sich die KWK-Technik als natürlicher Partner der Photovoltaik geradezu auf.“
Auf den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung setzt auch der LEE NRW für die dringend notwendige Wärmewende: „KWK-Anlagen werden dabei ein wichtiger Baustein sein. Denn dank KWK-Technologie im Verbund mit Wärmespeichern und Wärmenetzen ist jederzeit eine Entkopplung vom aktuellen Wärmebedarf möglich“, betont Geschäftsführer Christian Mildenberger. Deshalb müsse es auch Aufgabe der Politik in Bund, Land und auf kommunaler Ebene sein, den Einsatz von erneuerbaren Energien und KWK-Technik zu fördern und zu stärken, wo immer es möglich ist.





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