Dienstag, 21. April 2026

MünsterVertrag für mehr Klimaschutz

[05.03.2024] In einem Klimastadt-Vertrag haben sich in Münster Akteurinnen und Akteure der Stadtgesellschaft zu Beiträgen für den Klimaschutz verpflichtet. Die Vertragsunterzeichnung hat vergangene Woche im Historischen Rathaus stattgefunden.
Im Historischen Rathaus von Münster wurde in der vergangenen Woche der Klimastadt-Vertrag unterzeichnet.

Im Historischen Rathaus von Münster wurde in der vergangenen Woche der Klimastadt-Vertrag unterzeichnet.

(Bildquelle: Presseamt Münster / MünsterView)

In Münster haben sich vergangene Woche 130 Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadtgesellschaft ins Historische Rathaus eingefunden, um dort ihre Beiträge im Klimastadt-Vertrag zu unterzeichnen. Wie die Stadt Münster mitteilt, hatten die Akteure bis zum 31. Januar 2024 einen Beitrag eingereicht und sind damit Teil der ersten Version des Klimastadt-Vertrags.
Nach der feierlichen Unterzeichnung werde die Stadt den Vertrag Mitte März bei der Europäischen Union einreichen. Bei erfolgreicher Prüfung erhalte Münster das EU-Mission-Label für klimaneutrale und intelligente Städte.
Der Klimastadt-Vertrag bündele die Maßnahmen der Stadt und ihrer Tochtergesellschaften sowie die Beiträge von Akteurinnen und Akteuren aus der gesamten Stadtgesellschaft, die damit einen Beitrag zur Erreichung der Klimaneutralität leisten wollen.
Insgesamt gebe es in der ersten Fassung des Vertrags über 70 Beiträge, unter anderem von Akteuren wie der Industriegemeinschaft Münster, dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL), der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen, der Handwerkskammer Münster, der Universität Münster, der Fachhochschule Münster, dem Bistum Münster und dem evangelischen Kirchenkreis Münster sowie von vielen großen Unternehmen, die mit ihren Maßnahmen viel CO2 einsparen können. Aber auch von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen und Initiativen wie den KlimaTrainerinnen und KlimaTrainern, Move and Meet e.V., den Psychologists4Future oder der Hansawerkstatt.
Die Beiträge reichen von Energieeinsparmaßnahmen und der Nutzung erneuerbarer Energien über zukunftsweisende Ansätze, wie der Förderung von sozial-ökologischen Innovationen, bis hin zur Entwicklung und Umsetzung umfassender Klimaschutzkonzepte auf dem Weg zur Klimaneutralität.
Der Klima-Stadtvertrag soll auch nach der Einreichung der ersten Auflage bei der Europäischen Union kontinuierlich fortgeschrieben und gemeinsam mit der Stadtgesellschaft weiterentwickelt werden, bis Münster klimaneutral ist. Weitere Beiträge seien deshalb willkommen und könnten auch weiterhin eingereicht werden. Die Beiträge und die damit verbundenen Selbstverpflichtungen der ersten Fassung des Klimastadt-Vertrags werde die Stadt parallel zur Einreichung bei der EU im März online veröffentlichen.



Stichwörter: Klimaschutz, Münster


Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Helmstedt: Energie-Kommune auch dank Bürgerförderung

[21.04.2026] Die Stadt Helmstedt treibt den Wandel ihrer Energieversorgung voran. Eine neue Wärmeplanung, große Projekte für Windkraft und Speicher sowie Bürgerförderung stehen im Mittelpunkt. Dafür erhält die Kommune eine bundesweite Auszeichnung. mehr...

Görlitz: Fahrplan für die klimaneutrale Stadt

[20.04.2026] Nach vier Jahren endet das Projekt TRUST in Görlitz mit mehreren Handlungsempfehlungen für den Weg zur Klimaneutralität. Die Ergebnisse stellte das Interdisziplinäre Zentrum für transformativen Stadtumbau Ende März im Rathaus vor. mehr...

Wolfsburg: Klimaneutrale Verwaltung bis 2040

[14.04.2026] Die Stadt Wolfsburg hat ein Konzept zur Klimaneutralität ihrer Verwaltung vorgelegt. Ziel ist es, die Treibhausgasemissionen bis 2040 deutlich zu senken. Nun soll das Papier in die politischen Gremien eingebracht werden. mehr...

Sachsen-Anhalt: Haldensleben erhält Auszeichnung für Klimaschutz

[09.04.2026] Haldensleben erhält den neuen Titel „Energiegewinner-Kommune Sachsen-Anhalt“ für systematischen kommunalen Klimaschutz. Die Auszeichnung würdigt konkrete Strukturen und Projekte – und kompensiert das Aus des bisherigen eea-Zertifizierungsverfahrens. mehr...

Augsburg: Online-Plattform zeigt Klimaschutzmaßnahmen

[08.04.2026] Die Stadt Augsburg hat jetzt eine Online-Plattform zur transparenten Darstellung ihrer Klimaschutzmaßnahmen gestartet. mehr...

bericht

Tübingen: Klimaschutz, der funktioniert

[07.04.2026] Mit der Fortschreibung ihres Klimaschutzprogramms hat die Stadt Tübingen für die Sektoren Strom, Wärme und öffentlichen Verkehr einen klaren Transformationspfad definiert. Das Ziel, bis 2030 klimaneutral zu werden, rückt damit in greifbare Reichweite. mehr...

BDEW/ZSW: 53 Prozent des Stromverbrauchs stammen aus Erneuerbaren

[07.04.2026] Erneuerbare Energien deckten im ersten Quartal 2026 erstmals 53 Prozent des Stromverbrauchs in Deutschland. Vor allem ein kräftiger Zuwachs bei der Windkraft treibt den Anteil nach oben und unterstreicht die wachsende Bedeutung für Versorgungssicherheit und Klimaziele. mehr...

Wolfsburg: Maßnahmenkatalog für Treibhausgasneutralität vorgelegt

[01.04.2026] Wolfsburg legt mit dem „Masterplan 100% Klimaschutz“ einen konkreten Fahrplan zur Treibhausgasneutralität bis 2040 vor. Der Maßnahmenkatalog soll zentrale Bereiche wie Verkehr, Gebäude und Energieversorgung neu ausrichten und steht im Mai zur politischen Entscheidung. mehr...

Difu: Studie zu Förderprogrammen

[30.03.2026] Eine Studie des Difu empfiehlt pauschale Klimabudgets und weniger Bürokratie für Kommunen. Damit sollen stockende Projekte beschleunigt werden, die bisher an komplexen Förderverfahren scheitern. mehr...

Klimaschutzprogramm: Stellungnahmen von VKU, BSW-Solar und BDEW

[26.03.2026] VKU, BSW-Solar und BDEW haben das neue Klimaschutzprogramm der Bundesregierung bewertet und fordern Nachbesserungen. Die Verbände sehen Fortschritte, warnen aber vor Umsetzungsdefiziten und widersprüchlichen Signalen für zentrale Sektoren der Energiewende. mehr...

Wiesbaden: Bilanz zu CO₂-Emissionen zeigt Fortschritte

[20.03.2026] Wiesbaden senkt Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen deutlich unter das Vor-Corona-Niveau. Eine neue Bilanz zeigt Fortschritte und macht zugleich den Handlungsdruck bei Wärmeversorgung und Verkehr sichtbar. mehr...

Sachsen: Studie zeigt Dekarbonisierungsoptionen

[19.03.2026] Eine neue Studie zeigt konkrete Dekarbonisierungsoptionen für zentrale Branchen der sächsischen Wirtschaft auf. Sie richtet sich vor allem an mittelständische Unternehmen und soll ihnen Orientierung bei technologischen und wirtschaftlichen Entscheidungen auf dem Weg zur Klimaneutralität geben. mehr...

Düsseldorf: Energie-Kommune dank Wärme- und Verkehrswende

[11.03.2026] Die Stadt Düsseldorf möchte ihre Treibhausgasemissionen deutlich reduzieren. Dabei spielen Fachkräfte, die Wärmewende und neue Mobilitätsangebote eine zentrale Rolle. Für ihr Engagement wurde die Stadt nun von der AEE zur Energiekommune des Monats Februar gekürt. mehr...

Rheinland-Pfalz: Ein Drittel ist mit Wärmeplanung fertig

[10.03.2026] Rund ein Drittel der Kommunen in Rheinland-Pfalz hat die gesetzlich vorgeschriebene kommunale Wärmeplanung bereits abgeschlossen. Die Pläne sollen den Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung weisen und entscheiden mit darüber, wo künftig Wärmenetze entstehen oder dezentrale Lösungen dominieren. mehr...

AEE: Greifswald ist Energie-Kommune 2025

[02.03.2026] Die Stadt Greifswald hat die bundesweite Abstimmung zur „Energie-Kommune des Jahres 2025” gewonnen. Dies teilte die Agentur für erneuerbare Energien mit. 42,3 Prozent der Stimmen entfielen auf die Universitäts- und Hansestadt. mehr...