BayernwerkUnternehmen geht all in

Bayernwerk-Vorstand: Wir gehen mit einem milliardenschweren Investitionsprogramm „all in“.
v.l.: Finanzvorstand Daniela Groher, Vorstandsvorsitzender Egon Leo Westphal, Personal- und Vertriebsvorstand Albert Zettl
(Bildquelle: Florian Hammerich, altrofoto / Bayernwerk AG)
Das Bayernwerk hat auf seiner Jahrespressekonferenz in Regensburg die „Wachstumsoffensive Energiezukunft Bayern“ angekündigt. Diese Initiative sieht vor, die Netzinfrastruktur in den nächsten vier Jahren deutlich auszubauen, um den Anforderungen der Klimaneutralität gerecht zu werden. Bayernwerk-Vorstandsvorsitzender Egon Leo Westphal erklärte: „Gemessen an den aktuellen politischen Zielen zur Klimaneutralität reicht der bisherige Ausbaupfad der Netzinfrastruktur nicht aus. Wir müssen Gas geben.“
Die E.ON-Tochter strebt laut Westphal einen massiven Ausbau der Hoch-, Mittel- und Niederspannungsnetze sowie der Umspannwerke an, um die klimapolitischen Ziele zu erreichen. „Mit einem milliardenschweren Programm gehen wir als Unternehmen ‚all in‘“, erklärte Westphal. Finanzvorstand Daniela Groher betonte, dass von 2024 bis 2026 insgesamt 5,1 Milliarden Euro investiert werden, um die Netzinfrastruktur zu modernisieren und die Energiezukunft Bayerns zu sichern.
Neben dem Netzausbau werde auch das Personal deutlich aufgestockt. Mehr als 1.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wurden in den vergangenen 18 Monaten bereits eingestellt, und die Zahl der Beschäftigten soll weiter steigen. Personal- und Vertriebsvorstand Albert Zettl: „Zum Ende des ersten Quartals 2024 arbeiten in der Bayernwerk-Gruppe über 4.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bayerns Energiezukunft. In gesamtwirtschaftlich schwierigen Zeiten ist das ein Wachstumssprung von mehr als einem Drittel in den letzten 18 Monaten.“
Neue Rekorde verzeichnet die Bayernwerk-Gruppe auch bei der Einspeisung erneuerbarer Energien. „Im Jahr 2023 konnten wir mehr als 87.000 Photovoltaikanlagen neu an unser Netz anschließen“, so Westphal. „Erstmals werden wir mehr Energie aus unseren Netzen exportieren als importieren.“ Der Vorstandsvorsitzende ging auch auf die Notwendigkeit eines effizienten und steuernden Bauplans für die Energiewende ein. „Nach wie vor fehlt ein bayerischer Landesbedarfsplan“, kritisierte er. Als Lösung stellte er die Einspeisesteckdose vor, eine Innovation, mit der Erneuerbare-Energien-Anlagen einfach und effizient ans Netz angeschlossen werden können.
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