Freitag, 24. Juli 2026

HamburgVorbildprojekt für Energieversorgung

[17.07.2024] Das Wohnquartier Stellinger Terrassen in Hamburg nutzt dezentrale und nachhaltige Energieversorgung. Eine regenerative Wärmepumpe, Photovoltaikanlagen und ein Blockheizkraftwerk demonstrieren, wie umweltfreundliche Energieversorgung lokal umgesetzt werden kann.
Der Geschäftsführer der HEnW Michael Prinz (l.) und Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan bei der Besichtigung des neuen Wohnquartiers Stellinger Terrassen in Hamburg.

Der Geschäftsführer der HEnW Michael Prinz (l.) und Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan bei der Besichtigung des neuen Wohnquartiers Stellinger Terrassen in Hamburg.

(Bildquelle: HEnW)

Im Hamburger Wohnquartier Stellinger Terrassen wird jetzt eine dezentrale und nachhaltige Energie- und Wärmeversorgung realisiert. Wie die Hamburger Energiewerke (HEnW) und die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft mitteilen, ist Herzstück des Projekts eine Wärmepumpe, die zu 100 Prozent mit regenerativer Energie betrieben wird, ergänzt durch Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher und ein hocheffizientes Blockheizkraftwerk. HEnW haben für das erste Baufeld des Areals „Neue Mitte Stellingen“ ein Konzept entwickelt, das bereits mehr als 50 Prozent der Energie aus erneuerbaren Quellen bezieht.
Umwelt- und Energiesenator Jens Kerstan und der Geschäftsführer der HEnW, Michael Prinz, besichtigten die nachhaltigen Technologien vor Ort. Die Wärmepumpe nutzt Erdwärmesonden und die Abwärme des Blockheizkraftwerks sowie der Gebäude selbst. Der Antriebsstrom stammt vollständig aus erneuerbaren Quellen. Eine Photovoltaikanlage versorgt die Haushalte und die Elektromobilität im Quartier mit zusätzlichem Strom. Bewohnerinnen und Bewohner können über den Tarif MeinQUARTIERSTROM von günstigeren Strompreisen profitieren. Ein Viertel der Parkplätze ist bereits mit Wallboxen ausgestattet, und mittelfristig soll jeder Stellplatz eine Lademöglichkeit erhalten. Zudem stehen vier Switch-Parkplätze mit Ladesäulen zur Verfügung.
Senator Jens Kerstan betonte: „Bis 2045 soll Hamburg CO2-neutral sein. Ein wichtiger Baustein, um dieses Ziel zu erreichen, ist die Dekarbonisierung der Gebäudewärmeversorgung. Dabei spielt die Umstellung auf Wärmenetze, Wärmepumpen oder andere dezentrale Optionen eine zentrale Rolle. Für die Stellinger Terrassen ist dies in beeindruckender Weise gelungen.“
Das Quartier wurde im Frühjahr fertiggestellt und ging am 1. Mai 2024 in den Besitz der Hanse Merkur Grundvermögen über. Die ersten Mieterinnen und Mieter sind bereits eingezogen.





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