Montag, 7. September 2026

Rheinland-PfalzAusbau der Erneuerbaren nimmt zu

[27.01.2026] Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz hat 2025 deutlich zugelegt, insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau. Nach Angaben des Klimaschutzministeriums sieht sich das Land damit auf Kurs in Richtung Klimaneutralität bis 2040.

Insbesondere bei Windenergie-Genehmigungen und Photovoltaik-Zubau konnte das Land Rheinland-Pfalz vergangenes Jahr zulegen.

(Bildquelle: adobestock)

Rheinland-Pfalz hat im Jahr 2025 beim Ausbau der erneuerbaren Energien spürbare Fortschritte erzielt. Wie das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität berichtet, wurden im vergangenen Jahr 43 neue Windenergieanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 225,5 Megawatt errichtet. Unter Berücksichtigung von Rückbauten ergibt sich daraus ein Netto-Zuwachs von 165,6 Megawatt.

Auch die Photovoltaik verzeichnete einen deutlichen Anstieg. Dem Ministerium zufolge gingen rund 54.500 neue PV-Anlagen ans Netz, was einem Netto-Leistungszubau von etwa 807 Megawatt entspricht. Die angegebenen Werte basieren auf dem Datenstand vom 15. Januar 2026.

Besonders stark entwickelte sich die Zahl der Genehmigungen für Windenergieanlagen. Bis Ende Dezember 2025 wurden landesweit 229 Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 1.431 Megawatt genehmigt. Zum Vergleich: Im Jahr 2020 lag das Genehmigungsvolumen bei 116 Megawatt. Klimaschutz- und Energieministerin Katrin Eder (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnete diesen Wert als bislang höchsten Stand und verwies darauf, dass nun die anstehende Ausbauphase genutzt werden müsse, um die regionale Wertschöpfung zu stärken und Kommunen sowie Bürgerinnen und Bürger mehr zu beteiligen.

Parallel dazu hat sich die Dauer der Genehmigungsverfahren verkürzt. Nach Angaben des Ministeriums sank die durchschnittliche Bearbeitungszeit für Windenergieprojekte von rund 39,6 Monaten im Jahr 2021 auf 20,4 Monate im Jahr 2025 und wurde damit mehr als halbiert.

Rheinland-Pfalz strebt an, spätestens im Jahr 2040 klimaneutral zu sein. Voraussetzung dafür ist ein deutlicher Ausbau der erneuerbaren Stromerzeugung. Ministerin Eder verwies in diesem Zusammenhang auf die zunehmenden Folgen des Klimawandels. 2025 sei weltweit das drittheißeste Jahr seit Beginn der Messungen gewesen, zudem habe die globale Durchschnittstemperatur zum dritten Mal in Folge über der Marke von 1,5 Grad gelegen. Auch in Rheinland-Pfalz zeigten sich die Auswirkungen in einer steigenden Zahl von Extremwetterereignissen. Vor diesem Hintergrund bewertet das Ministerium die aktuellen Ausbauzahlen bei Windenergie und Photovoltaik als wichtigen Schritt, um die Klimaziele des Landes zu erreichen und die Energieversorgung langfristig abzusichern.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt

[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...

bericht

Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie

[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...

Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet

[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung

[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...