PlattformstrategieHybrid denken, souverän handeln

Gemeinsam mit der HWS Gruppe haben die Erlanger Stadtwerke erfolgreich Microsoft 365 eingeführt.*
* v.l.: Felix Loh, Teamlead Endpoint ZD13, Erlanger Stadtwerke; Julian Winter, Key Account Manager, HWS Gruppe
(Bildquelle: Benedikt Bögelein)
Mobiler, digitaler, vernetzter – die Arbeitswelt verändert sich rasant. Für die Erlanger Stadtwerke stellte sich deshalb die Frage, wie sie eine moderne IT-Umgebung schaffen können, die Sicherheit, Flexibilität und Zusammenarbeit in Einklang bringt. Zwar verfügte das Versorgungsunternehmen bereits über eine stabile IT-Infrastruktur. Allerdings war diese in vielen Bereichen zu starr für neue Arbeits- und Kommunikationsformen. Zudem erschwerten unterschiedliche Systeme, gewachsene Strukturen und manuelle Prozesse ihre Weiterentwicklung. Die Stadtwerke suchten aus diesem Grund eine zukunftsfähige, sichere und skalierbare Plattform, welche die Mitarbeitenden im Alltag spürbar unterstützt. Die Entscheidung fiel letztlich auf Microsoft 365. Der Roll-out der cloudbasierten Lösung war ein strategischer Schritt hin zum modernen Arbeitsplatz und zur ganzheitlichen Informationssicherheit.
Roll-out durch eigene IT
Klar war von Beginn an: Der Roll-out sollte durch die eigene IT organisiert und verantwortet werden, jedoch mit einem erfahrenen Partner an der Seite. Schließlich gehört ein solches Transformationsprojekt nicht zum Tagesgeschäft der internen IT-Teams. Für die Umsetzung wurde deshalb die HWS Gruppe aus Neustadt an der Aisch an Bord geholt, die Erfahrung in Assessment, hybrider Architektur, Security-Blueprints und Trainings aus vergleichbaren Projekten mitbringt. Stadtwerke arbeiten im KRITIS-Kontext mit hoher Regulierung und komplexen OT/IT-Strukturen. Als Partner des Verbands Kommunaler Unternehmen (VKU) mit NIS2-Expertise versteht HWS die entsprechenden Anforderungen an Datenschutz, Compliance und Governance. Das IT-Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen hat die Stadtwerke bereits in der Planungsphase unterstützt.
Zu Beginn führten die Stadtwerke und HWS eine umfassende Bestandsaufnahme durch. Dafür wurden Systeme, Prozesse, die Netzwerksicherheit und Benutzeranforderungen strukturiert analysiert. Insbesondere in den Bereichen Authentifizierung, Skalierbarkeit, Policy-Management und Kollaborationstools traten Optimierungspotenziale zutage. Auf dieser Grundlage entstand eine klar aufgebaute Roadmap mit realistischen, nachvollziehbaren Meilensteinen für den Weg zum Modern Workplace. Ziel war ein Arbeitsstil mit weniger E-Mail-Anhängen und mehr gemeinsamer Bearbeitung von Inhalten – im Netz oder mobil. Zudem sollte eine zukunftsorientierte Sicherheitsarchitektur entwickelt werden. Die Einführung sollte durch Pilotierungen und den sukzessiven Roll-out strategisch verlaufen. Schulungen und Akzeptanzförderungen sollten außerdem eine nachhaltige Anwendung sicherstellen.
Anstelle eines vollständigen Umstiegs haben die Erlanger für die Softwarearchitektur einen hybriden Ansatz gewählt: On-Premises blieb, wo es sinnvoll war, während Cloud-Services dort hinzukamen, wo sie echten Mehrwert bieten. Technisches Kernstück war ein Hybrid-Identity-Ansatz mit Entra ID Connect für eine Identitätsverwaltung zwischen lokaler Domäne und Cloud. So konnten Workloads schrittweise migriert werden, ohne den laufenden Betrieb zu stören. Gleichzeitig blieb die Hoheit über Identitäten und Daten gewahrt.
Sicherheitsniveau erhöht
Die Synchronisation der Verzeichnisse war einer der bedeutendsten Meilensteine im Projekt. Gemeinsam mit HWS wurden Pilotierungen durchgeführt und das Sicherheitsniveau gezielt erhöht. Im Ergebnis ersetzen heute die Multi-Faktor-Authentifizierung (MFA), rollenbasierte Zugriffskontrollen (RBAC), Conditional Access und automatisierte Richtlinien viele manuelle Schritte. Der Anspruch dabei: sicher per Default, komfortabel im Alltag. „In Kritischen Infrastrukturen ist Vertrauen kein Gefühl, sondern das Ergebnis von Architektur, Prozessen und Tests“, erklärt Felix Loh, Teamlead Endpoint ZD13 bei den Erlanger Stadtwerken. „M365 hat uns genau hier nach vorn gebracht, mit höherer Verfügbarkeit und klaren Sicherheitsleitplanken.“
Die Nutzerakzeptanz war ein wesentlicher Erfolgsfaktor des Projekts. Parallel zur technischen Umsetzung wurde früh in Schulungen investiert, die von Quick-Start-Sessions bis hin zu Teamtrainings im Bereich Kollaboration und Informationsschutz reichten. Dies beschleunigte die Akzeptanz seitens der Mitarbeitenden und reduzierte Rückfragen. Auch wurden die User schrittweise an SharePoint Online, OneDrive for Business, Teams und andere Anwendungen herangeführt.
Die Reise geht weiter
„Heute sind unsere Prozesse robuster, aber einfacher. Die Betriebskosten wurden gesenkt und die Teams arbeiten messbar schneller“, beschreibt Felix Loh das Ergebnis nach dem Roll-out. Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit der Identitätsdienste haben sich verbessert, die Zusammenarbeit über Teams, Dateien und Besprechungen hinweg ist effizienter, und es konnten diverse Applikationen in eine zentrale Identitätsverwaltung integriert werden.
Auf Basis von Microsoft 365 folgen nun die nächsten Schritte: Der Informationsschutz wird verfeinert, die Automatisierung ausgebaut und das Reporting vereinheitlicht. Wo sinnvoll, werden zudem Funktionen mit KI sicher integriert. Dabei bleibt die Verbindung aus Sicherheitsniveau, Effizienz und Nutzerfreundlichkeit entscheidend.
rku․it: Fünf Energieversorger steigen auf Plattform um
[31.03.2026] Das Unternehmen rku․it bringt fünf Energieversorger gleichzeitig auf seine Plattform NextGen in den Produktivbetrieb. Der koordinierte Parallel-Go-live zeigt, wie skalierbar integrierte Cloud-Lösungen in der Energiewirtschaft heute umgesetzt werden können. mehr...
EWE: Eigenes SOC für IT- und OT-Systeme
[25.03.2026] Der Energie- und Telekommunikationskonzern EWE baut seine Cyber-Abwehr mit einem eigenen Security Operations Center für IT- und OT-Systeme aus. Das Angebot richtet sich bundesweit an Unternehmen und KRITIS-Betreiber und reagiert auf steigende Anforderungen durch NIS2, KI-gestützte Angriffe und komplexe Cloud-Umgebungen. mehr...
Advertorial: Forderungsmanagement auslagern
[19.03.2026] Der Fachkräftemangel zwingt Energieversorger zum Umdenken. Gleichzeitig steigen die Anforderungen im Forderungsmanagement. Die Lösung: Ein spezialisierter Partner übernimmt die komplette Zahlungsabwicklung – von der ersten Buchung bis zum Inkasso. mehr...
beegy: EEBUS-Zertifikat erhalten
[19.03.2026] Das Heim-Energiemanagementsystem von beegy ist nach dem herstellerübergreifenden EEBUS-Standard zertifiziert. Damit erfüllt die Lösung zentrale Vorgaben für interoperables Energiemanagement und wird für Energieversorger im Prosumer-Markt unmittelbar einsetzbar. mehr...
kraftwerk Software Gruppe: Energieversorger wechseln auf cloudbasierte Plattform
[18.03.2026] Die Stromversorgung Greding und die Stadtwerke Hemau stellen ihre IT-Landschaft gemeinsam auf eine cloudbasierte Plattform um. Das Projekt soll Prozesse vereinheitlichen, Synergien heben und den Weg für weitere Digitalisierungsschritte ebnen. mehr...
Stadtwerke Lübeck: Erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen
[13.03.2026] Die Stadtwerke Lübeck haben ihr erstes eigenes Rechenzentrum in Betrieb genommen, das sensible Daten künftig direkt vor Ort verarbeitet und speichert. Das Projekt soll die digitale Souveränität der Region stärken – und stößt schon zum Start auf große Nachfrage. mehr...
Nexiga: Plattform analysiert Strommarkt-Dynamiken
[05.03.2026] Das Unternehmen Nexiga bringt mit dem Hellbrise Monitor eine neue Datenplattform zur Analyse von Strommarkt-Dynamiken an den Start. Das Tool soll Einspeisespitzen, negative Preise und strukturelle Risiken der Energiewende transparent machen und richtet sich an Versorger, Netzbetreiber, Forschung und Politik. mehr...
VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem
[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...
evm: KI-Chatbot entlastet Kundenservice
[03.03.2026] Das kommunale Unternehmen Energieversorgung Mittelrhein (evm) zieht eine Zwischenbilanz zum Einsatz seines KI-Chatbots Eva. Demnach wurden allein im Jahr 2025 mehr als 40.000 Gespräche geführt. mehr...
WEMAG: Wechsel auf S/4HANA-Plattform
[03.03.2026] Die WEMAG-Gruppe hat ihre IT-Systeme grundlegend umgestellt. Nach einer Projektzeit von 18 Monaten nutzt das Unternehmen nun die S/4HANA-Plattform von Thüga SmartService. Dabei wurden 92 Buchungskreise und knapp 500 Nutzerinnen und Nutzer migriert. mehr...
Wuppertaler Stadtwerke: IT-Partnerschaft mit rku․it besiegelt
[23.02.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke bauen ihre IT mit der NextGen-Plattform von rku.it aus. Die strategische Partnerschaft soll Prozesse im SAP-Umfeld modernisieren und den kommunalen Versorger langfristig digital absichern. mehr...
cortility: Zusatzmodule an SAP S/4HANA angepasst
[20.02.2026] Das Unternehmen cortility hat mehrere Zusatzmodule für SAP S/4HANA Utilities überarbeitet. Die Lösungen nutzen die neue Systemarchitektur und lassen sich ohne große Anpassungen integrieren. Weitere Erweiterungen sind angekündigt. mehr...
Salesfive: CRM-Vorlage für Stadtwerke
[20.02.2026] Die Energieversorgung Oberhausen und Salesfive präsentieren eine CRM-Lösung für Stadtwerke. Die auf Praxiserfahrungen basierende Vorlage soll den Kundenservice schneller und effizienter machen. Laut den Unternehmen ist der Start innerhalb weniger Wochen möglich. mehr...
Martin: Umstieg auf Stackable Data Platform
[18.02.2026] Das Unternehmen Martin für Umwelt- und Energietechnik analysiert Betriebsdaten seiner Waste-to-Energy-Anlagen mit der Stackable Data Platform zentral in einer Open-Source-Umgebung. Damit will das Unternehmen Emissionen präziser steuern, Wartungen vorausschauend planen und als Teil Kritischer Infrastruktur datensouverän bleiben. mehr...











