Donnerstag, 2. April 2026

Hertener StadtwerkeZertifizierung erhalten

[16.02.2026] Die Hertener Stadtwerke haben ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 eingeführt und sich zertifizieren lassen. Damit reagieren sie auf gesetzliche Vorgaben für Großverbraucher und wollen vor allem in ihren energieintensiven Bädern systematisch Kosten und CO₂ senken.

Die Hertener Stadtwerke wurden jetzt nach ISO 50001 zertifiziert.

v.l.: Evangelos Kamarakis, Abteilungsleiter Energiedienstleistungen; Pascal Füchtenhans, TÜV Rheinland; Thorsten Rattmann, Stadtwerke-Geschäftsführer; Djamel Ayad, Energiemanagementbeauftragter

(Bildquelle: Hertener Stadtwerke/Jan Ahlers)

Die Hertener Stadtwerke sind vom TÜV Rheinland nach der internationalen Norm ISO 50001 zertifiziert worden. Wie das Unternehmen mitteilt, bestätigte ein einwöchiges Audit Ende 2025, dass das neu aufgebaute Energiemanagementsystem alle Anforderungen des Standards erfüllt; das Zertifikat gilt drei Jahre.

Die Zertifizierung umfasst die Hauptverwaltung, das Kundenzentrum, das Copa Ca Backum und das Sportbad Westerholt. Unternehmen mit einem jährlichen Endenergieverbrauch von mehr als 7,5 Gigawattstunden müssen nach dem Energieeffizienzgesetz ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einführen. Dazu zählen auch die Hertener Stadtwerke. Ziel der Norm ist es, Energieverbräuche systematisch zu erfassen, Kennzahlen zu bilden und daraus Maßnahmen abzuleiten, um Kosten zu senken und CO₂-Emissionen zu reduzieren.

Besonders hoch ist der Verbrauch im Badbetrieb. „Da der Badbetrieb naturgemäß deutlich mehr Energie verbraucht als die Verwaltungsstandorte, liegen dort auch die größten Einsparpotenziale“, sagt Energiemanagementbeauftragter Djamel Ayad. Er verantwortet das Projekt und will es weiter begleiten. Im Fokus stehen unter anderem die bedarfsgerechte Steuerung energieintensiver Anlagen wie Pumpen und Saunaöfen im Copa Ca Backum sowie eine regelmäßige Wartung, um die Lebensdauer der Technik zu verlängern. Neben Investitionen setzt das Unternehmen auf Prozessoptimierung und die Beteiligung der Beschäftigten.

Grundlage ist eine unternehmensweite Energiepolitik, aus der konkrete Ziele und Maßnahmen abgeleitet wurden. Ein interdisziplinäres Energieteam aus allen vier Standorten setzt die Vorgaben um und überprüft die Ergebnisse fortlaufend. Geschäftsführer Thorsten Rattmann spricht von „Ansporn und Verpflichtung zugleich“. Jährliche Überwachungsaudits sollen bis zur geplanten Re-Zertifizierung 2028 sicherstellen, dass sich die energiebezogene Leistung kontinuierlich verbessert.





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