AnklamBioenergie-Cluster und H2-Kraftwerk

Die Cosun Beet Company steuert zu Anklams Klimazielen Kenntnissen zu Agrarrohstoffen, Reststoffströmen und Biogas bei.
(Bildquelle: Cosun Beet Company)
Anklam in Mecklenburg-Vorpommern treibt den Ausbau erneuerbarer Energien voran. Im Zentrum stehen das Innovationsbündnis biogeniV und das geplante Verbundkraftwerk Anklam. Dafür wurde die alte Hansestadt jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur Energie-Kommune des Monats Februar 2026 gekürt.
Bioenergie aus Reststoffen
Das Projekt biogeniV wird im Rahmen des Bundesprogramms „WIR! – Wandel durch Innovation in der Region“ mit 15 Millionen Euro bis zum Jahr 2028 gefördert. Das Ziel besteht darin, die regionale Bioenergie zu stärken und biogene Reststoffe für die Energieversorgung zu nutzen. An dem Projekt sind mehr als 40 Partnerinnen und Partner aus Kommunen, Wissenschaft und Wirtschaft beteiligt. Gemeinsam wollen sie „ausgehend von der Hansestadt Anklam eine nachhaltig wirtschaftende grüne EnergieRegion gestalten, die mit neuen Innovationen zum Strukturwandel und Klimaschutz in der Region beitragen kann“, so das Bündnis.
Ein wichtiger Industriepartner ist die Cosun Beet Company in Anklam. Neben der Zuckerproduktion betreibt das Unternehmen eine Bioethanol- und eine Biogasanlage. Künftig sollen Reststoffe und biogenes CO₂ stärker stofflich und energetisch genutzt werden.
Wasserstoff und Wärme
Beim Tag der Erneuerbaren 2024 unterzeichneten die Hansestadt Anklam und das Unternehmen Enertrag eine Absichtserklärung für das Verbundkraftwerk Anklam. Geplant ist, überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien per Elektrolyse in Wasserstoff umzuwandeln. Vorgesehen sind jährlich rund 20.400 Tonnen grüner Wasserstoff. In einer ersten Phase soll bis Anfang 2027 eine 20-Megawatt-Elektrolyseanlage entstehen. Langfristig sind 240 Megawatt geplant. Es sollen 370 Millionen Euro investiert werden.
Auch die Photovoltaik wird ausgebaut. Der Solarpark Anklam mit einer Leistung von 7,9 Megawatt versorgt laut Mitteilung rund 2.356 Haushalte. Eine weitere Anlage mit etwa 300 Megawatt peak ist geplant. Die Fläche wurde nach Kritik von ursprünglich 300 auf etwa 130 Hektar reduziert. Die Stadt soll 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde erhalten.
Die kommunale Wärmeplanung sieht Potenziale für Fernwärme in der Kernstadt sowie dezentrale Lösungen, wie beispielsweise Luft- und Erdwärmepumpen, in den Randlagen vor.
Klimaneutral bie 2040
Der Abschlussbericht kommt zu dem Ergebnis: „Insgesamt besitzt die Hansestadt Anklam ausreichend Potenziale, um die Wärmewende zu schaffen. Eine Umsetzung bis zum Zieljahr 2040 erfordert jedoch konsequente Planung und Umsetzung.“ Bis 2040 will Anklam klimaneutral werden. Bürgermeister Michael Galander erklärt: „Hand in Hand mit biogeniV, GWA und AnkER gestalten wir die Anklamer Energieregion.”
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