SmightLösung integriert Kurzschlussanzeiger

Das SMIGHT Grid2 Gateway Plus ermöglicht die Anbindung von Kurzschlussanzeigern und damit die Integration der Mittelspannungsebene.
(Bildquelle: SMIGHT GmbH)
Mit dem Grid2 Gateway Plus erweitert das Unternehmen Smight seine Plattform zur Digitalisierung von Verteilnetzen um die Integration der Mittelspannungsebene. Wie das Unternehmen aus Karlsruhe mitteilt, lassen sich mit der neuen Hardware erstmals Kurzschlussanzeiger (KSA) direkt anbinden und gemeinsam mit Messdaten aus der Niederspannung auswerten.
Kurzschluss- und Erdschlüsse in der Mittelspannung erfassen Netzbetreiber üblicherweise über Kurzschlussanzeiger in Ortsnetzstationen. Entscheidend für eine schnelle Entstörung ist, dass diese Fehlerinformationen rasch digital verfügbar sind. Einsatzteams können dann gezielt zu den betroffenen Stationen fahren, was Ausfallzeiten verkürzt.
Das Grid2 Gateway Plus bindet kompatible Kurzschlussanzeiger über eine integrierte Modbus-RTU-Schnittstelle an. Für Geräte mit Relaiskontakt steht ein Adapter zur Verfügung. Die Fehlerinformationen überträgt das System asynchron in die Smight-Cloud. Über den optionalen SMIGHT Leitstellen Communicator lassen sich die Daten zusätzlich per IEC 60870-5-104 direkt in ein Mittelspannungsleitsystem integrieren, sodass bestehende Leitstellenprozesse unverändert weiterlaufen können.
Parallel verarbeitet das Gateway Messdaten der Smight Grid2 Sensoren aus der Niederspannung. Verteilnetzbetreiber erhalten damit nach nur einer Installation in der Ortsnetzstation sowohl Fehlerinformationen aus der Mittelspannung als auch detaillierte Daten zur Lastsituation der Niederspannungsabgänge. Mittel- und Niederspannung werden damit erstmals in einer gemeinsamen Lösung zusammengeführt.
Für die Kommunikation unterstützt das Gateway neben öffentlichem LTE auch das 450-Megahertz-Funknetz. Diese Frequenz bietet eine hohe Flächen- und Gebäudeverfügbarkeit und gilt als schwarzfallsicher, sodass Daten auch bei längeren Stromausfällen übertragen werden können. Standardmäßig ist jedes Gerät mit aktiver LTE-Verbindung und einer vorbereiteten SIM-Karte für 450 Megahertz ausgestattet. Netzbetreiber können die alternative Funkkommunikation bei Bedarf pro Ortsnetzstation remote aktivieren.
Das Gateway integriert zudem weitere Messpunkte in der Station. Über die Modbus-RTU-Schnittstelle lassen sich Ströme und Spannungen aus Kurzschlussanzeigern sowie aus Trafomessgeräten wie Kries IKI 50 oder Janitza UMG 96RM beziehungsweise RM-E übernehmen. Die Liste kompatibler Geräte soll laut Hersteller kontinuierlich erweitert werden, unter anderem um Produkte von Horstmann, PQ Plus und Jean Müller. Zusätzlich verfügt das Gateway über Digitaleingänge für Türkontakte sowie Anschlüsse für PT100-Temperatursensoren.
„Mit dem Gateway Plus erweitern wir unsere Lösung konsequent um die Mittelspannungsebene“, erklärt Geschäftsführer Oliver Deuschle. „Verteilnetzbetreiber erhalten damit ein umfassendes Netzbild, das die Entstörung deutlich beschleunigt.“
München: Supraleitung für Stromnetz soll kommen
[16.04.2026] Die Stadtwerke München und der Kabelhersteller NKT möchten ihre Zusammenarbeit ausbauen. Ziel ist ein besonders leistungsfähiges Stromkabel im Zentrum der Stadt. Es könnte das weltweit längste supraleitende Hochspannungssystem werden. mehr...
Voltaris-Expertengespräch: Fachkräfte bleiben Engpass beim Smart-Meter-Roll-out
[15.04.2026] Der Einbau intelligenter Messsysteme in Deutschland nimmt Fahrt auf, bleibt aber hinter den langfristigen Zielen zurück. Das wurde bei einem digitalen Expertengespräch des Messdienstleisters Voltaris deutlich. Als größte Hürden nannten die Fachleute fehlende Montagekapazitäten, Datenqualität und technische Anbindung. mehr...
Hager: Zählerplätze für EnWG-Vorgaben
[09.04.2026] Seit 2024 gelten für leistungsstarke Stromverbraucher neue gesetzliche Anforderungen. Diese sollen dabei helfen, die Stromnetze bei steigender Belastung stabil zu halten. Der Hersteller Hager präsentiert dazu angepasste Lösungen für Zählerplätze. mehr...
Netzentwicklungsplan: Zweiten Entwurf bei Bundesnetzagentur eingereicht
[18.03.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber haben den zweiten Entwurf des Netzentwicklungsplans Strom 2037/2045 veröffentlicht. Der Plan integriert nun auch das Szenario C und zeigt damit neue Perspektiven für den Ausbau des Höchstspannungsnetzes. mehr...
Stadtwerke Konstanz: Installation von Transformator
[10.03.2026] Die Stadtwerke Konstanz haben im Umspannwerk Weiherhof einen neuen 40-MVA-Transformator installiert. Der Ausbau reagiert auf den stark steigenden Strombedarf durch Wärmepumpen, Elektromobilität und neue Baugebiete und ist Teil einer langfristigen Netzstrategie. mehr...
Ostsee: Hybrider Strom-Interkonnektor geplant
[24.02.2026] Deutschland, Lettland und Litauen planen mit dem Baltic-German PowerLink einen hybriden Strom-Interkonnektor durch die Ostsee. Das rund 600 Kilometer lange Seekabel soll Offshore-Windparks anbinden und die Märkte enger koppeln – nun starten die Netzbetreiber die Detailplanung. mehr...
Mitnetz Strom: Zahl der Netzeingriffe gesunken
[17.02.2026] Der Verteilnetzbetreiber Mitnetz Strom hat 2025 erneut weniger Einspeisemanagement-Eingriffe verzeichnet – trotz neuer Rekorde bei erneuerbaren Energien. Grund sind umfangreiche Netzinvestitionen, doch weiter steigende EEG-Leistungen und politische Rahmenbedingungen bleiben entscheidend. mehr...
Balzhausen: Pilot für die Einspeisesteckdose
[09.02.2026] Die Einspeisesteckdose stellt übliche Ausschreibungsverfahren für erneuerbare Energien auf den Kopf. LEW Verteilnetz hat dieses Verfahren jetzt in seinem Netzgebiet im Rahmen eines Pilotprojekts in Balzhausen erprobt. mehr...
enercity Netz: Digitaler Zwilling von Niederspannungsnetz in Betrieb
[09.02.2026] enercity Netz hat einen Digitalen Zwilling für das Niederspannungsnetz in Betrieb genommen. Das virtuelle Echtzeitmodell soll die Netzführung in Hannover präziser machen und bereitet den Weg für automatisierte Steuerung, schnellere Entstörung und neue Planungsprozesse. mehr...
Westfalen Weser Netz: Niederspannungsleitsystem mit CLS-Management gekoppelt
[09.02.2026] Westfalen Weser Netz koppelt erstmals ein Niederspannungsleitsystem direkt mit dem CLS-Management. Der gestartete Pilotbetrieb zeigt, wie sich Netzzustände automatisiert steuern lassen und welche Rolle das für §14a EnWG spielt. mehr...
Netzanschlüsse: Reifegrad statt Windhundprinzip
[06.02.2026] Die Übertragungsnetzbetreiber ändern das Verfahren für Netzanschlüsse grundlegend. Künftig ist nicht mehr die Schnelligkeit eines Antrags entscheidend, sondern dessen Umsetzbarkeit. Das Ziel besteht darin, einen transparenten und planbaren Prozess zu etablieren. mehr...
Hertener Stadtwerke: Stabiles Stromnetz
[05.02.2026] Das Stromnetz in Herten hat 2024 erneut eine sehr hohe Zuverlässigkeit erreicht. Mit einem SAIDI-Wert von rund 1,84 Minuten pro Haushalt liegt die Ausfallzeit deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. mehr...
BDEW: Milliardeninvestitionen in den Netzausbau gefordert
[02.02.2026] Neue Regionalszenarien der Stromverteilnetzbetreiber zeigen einen drastisch steigenden Bedarf an Netzanschlüssen bis 2045. Der BDEW fordert deshalb Milliardeninvestitionen in den Netzausbau und bessere regulatorische Rahmenbedingungen, um privates Kapital zu mobilisieren. mehr...
Hessen: Projektstart von SGLive
[26.01.2026] Mit dem Projekt SGLive startet in Hessen ein dreijähriges Vorhaben zur Digitalisierung der Verteilnetze und zur Stärkung der Resilienz des Energiesystems. Die Hochschule Darmstadt, das Ingenieurbüro Pfeffer und die Denkfabrik House of Energy arbeiten dabei mit rund einer Million Euro EU-Kofinanzierung an Smart-Grid-Technologien und IT-Sicherheitskonzepten. mehr...














