Freitag, 25. September 2026

BMVMehrparteienhäuser sollen Lade-Infrastruktur erhalten

[26.03.2026] Das Bundesverkehrsministerium startet ein 500-Millionen-Euro-Programm für Lade-Infrastruktur in Mehrparteienhäusern. Damit soll der Ausbau privater Lademöglichkeiten deutlich beschleunigt werden – ein Engpass, der bislang viele am Umstieg auf E-Mobilität hindert.

Das Bundesverkehrsministerium startet jetzt ein 500-Millionen-Euro-Programm für Lade-Infrastruktur in Mehrparteienhäusern.

(Bildquelle: adobestock)

Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) fördert ab sofort den Aufbau von Lade-Infrastruktur in und an Mehrparteienhäusern mit bis zu 500 Millionen Euro. Wie das Unternehmen NOW mitteilt, zielt das Programm darauf, den Zugang zu Lademöglichkeiten an rund neun Millionen Stellplätzen außerhalb des öffentlichen Straßenraums zu verbessern.

Gefördert werden sowohl die Anschaffung als auch die Installation privater Ladepunkte, etwa Wallboxen inklusive notwendiger technischer Ausstattung. Auch Netzanschlüsse und bauliche Maßnahmen zählen zu den förderfähigen Kosten. Anträge können ab dem 15. April 2026 gestellt werden.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begründet den Ansatz mit strukturellen Defiziten: „Der Umstieg auf das E-Auto scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Lademöglichkeit Zuhause.“ Gerade in Mehrparteienhäusern seien Stellplätze bislang nur unzureichend erschlossen.

Das Programm richtet sich parallel an drei Gruppen: Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie private Vermieter und größere Wohnungsunternehmen. Während Anträge der ersten beiden Gruppen nach Eingang bearbeitet und bei Bewilligung als Festbetrag ausgezahlt werden, erfolgt die Vergabe für große Wohnungsbestände in einem wettbewerblichen Verfahren.

Technisch setzt das Förderprogramm klare Rahmenbedingungen. Die Ladeleistung pro Punkt ist auf maximal 22 Kilowatt (kW) begrenzt. Zudem müssen mindestens 20 Prozent der Stellplätze eines Gebäudes vorverkabelt werden, und es sind mindestens sechs Stellplätze pro Objekt zu elektrifizieren. Die Förderung beträgt bis zu 1.300 Euro pro Stellplatz ohne Ladepunkt, bis zu 1.500 Euro mit Wallbox und bis zu 2.000 Euro für bidirektional nutzbare Ladepunkte.

Inhaltlich betreut die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach des Unternehmens NOW das Programm. Deren CEO Dagmar Fehler verweist auf das große Potenzial: In Deutschland gebe es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern mit fast neun Millionen Stellplätzen.

Das Förderprogramm setzt eine Maßnahme des „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ um, den das Bundeskabinett im November 2025 beschlossen hat. Ziel ist es, Investitionen in private Ladepunkte anzureizen und den Ausbau im Gebäudebestand spürbar zu beschleunigen. Die Antragstellung erfolgt über ein digitales Portal des Projektträgers PricewaterhouseCoopers.





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