BMVMehrparteienhäuser sollen Lade-Infrastruktur erhalten

Das Bundesverkehrsministerium startet jetzt ein 500-Millionen-Euro-Programm für Lade-Infrastruktur in Mehrparteienhäusern.
(Bildquelle: adobestock)
Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) fördert ab sofort den Aufbau von Lade-Infrastruktur in und an Mehrparteienhäusern mit bis zu 500 Millionen Euro. Wie das Unternehmen NOW mitteilt, zielt das Programm darauf, den Zugang zu Lademöglichkeiten an rund neun Millionen Stellplätzen außerhalb des öffentlichen Straßenraums zu verbessern.
Gefördert werden sowohl die Anschaffung als auch die Installation privater Ladepunkte, etwa Wallboxen inklusive notwendiger technischer Ausstattung. Auch Netzanschlüsse und bauliche Maßnahmen zählen zu den förderfähigen Kosten. Anträge können ab dem 15. April 2026 gestellt werden.
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) begründet den Ansatz mit strukturellen Defiziten: „Der Umstieg auf das E-Auto scheitert oft nicht am Willen, sondern an der Lademöglichkeit Zuhause.“ Gerade in Mehrparteienhäusern seien Stellplätze bislang nur unzureichend erschlossen.
Das Programm richtet sich parallel an drei Gruppen: Wohnungseigentümergemeinschaften, kleine und mittlere Unternehmen sowie private Vermieter und größere Wohnungsunternehmen. Während Anträge der ersten beiden Gruppen nach Eingang bearbeitet und bei Bewilligung als Festbetrag ausgezahlt werden, erfolgt die Vergabe für große Wohnungsbestände in einem wettbewerblichen Verfahren.
Technisch setzt das Förderprogramm klare Rahmenbedingungen. Die Ladeleistung pro Punkt ist auf maximal 22 Kilowatt (kW) begrenzt. Zudem müssen mindestens 20 Prozent der Stellplätze eines Gebäudes vorverkabelt werden, und es sind mindestens sechs Stellplätze pro Objekt zu elektrifizieren. Die Förderung beträgt bis zu 1.300 Euro pro Stellplatz ohne Ladepunkt, bis zu 1.500 Euro mit Wallbox und bis zu 2.000 Euro für bidirektional nutzbare Ladepunkte.
Inhaltlich betreut die Nationale Leitstelle Ladeinfrastruktur unter dem Dach des Unternehmens NOW das Programm. Deren CEO Dagmar Fehler verweist auf das große Potenzial: In Deutschland gebe es rund 21 Millionen Wohnungen in Mehrparteienhäusern mit fast neun Millionen Stellplätzen.
Das Förderprogramm setzt eine Maßnahme des „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ um, den das Bundeskabinett im November 2025 beschlossen hat. Ziel ist es, Investitionen in private Ladepunkte anzureizen und den Ausbau im Gebäudebestand spürbar zu beschleunigen. Die Antragstellung erfolgt über ein digitales Portal des Projektträgers PricewaterhouseCoopers.
Baden-Württemberg: Pilotprojekt zum Laden von E-Autos gestartet
[24.03.2026] Das Pilotprojekt LadeFlexBW erprobt intelligentes, netz- und marktdienliches Laden privater Elektrofahrzeuge unter Alltagsbedingungen. Der Feldtest in Baden-Württemberg soll zeigen, wie sich dezentrale Flexibilität auch ohne Smart Meter wirtschaftlich nutzen lässt. mehr...
Berlin: Ausbau der Lade-Infrastruktur auf öffentlichen Flächen
[23.03.2026] Berlin baut die Lade-Infrastruktur auf eigenen Liegenschaften aus und hat 61 neue Ladepunkte installiert. Das Pilotprojekt soll zeigen, wie öffentliche Flächen den Umstieg auf Elektromobilität beschleunigen können und welche Rolle sie für die Klimaziele der Stadt spielen. mehr...
eMob#2: Fachkonferenz zur E-Mobilität
[20.03.2026] Die Fachkonferenz eMob#2 stellt aktuelle Lösungen für Lade-Infrastruktur, Flottenmanagement und Abrechnung in den Mittelpunkt. Das Branchentreffen Ende April in Frankfurt am Main zeigt, wie Betreiber ihre E-Flotten effizienter steuern und abrechnen können. mehr...
Flotte! Der Branchentreff: Hager präsentiert witty flex
[17.03.2026] Hager stellt mit witty flex eine bidirektionale Ladestation für Elektrofahrzeuge vor. Das System soll Energie nicht nur ins Auto laden, sondern auch ins Gebäude zurückspeisen – und zeigt damit, wohin sich Lade-Infrastruktur für Gebäude und Flotten entwickelt. mehr...
Rheinmetall/TankE: Kooperation zu Ladebordsteinen
[16.03.2026] Rheinmetall und TankE wollen den Ladebordstein als integrierte Lade-Infrastruktur für Elektrofahrzeuge in die Fläche bringen. Die strategische Partnerschaft soll den Ausbau öffentlicher und privater Ladepunkte beschleunigen – vor allem dort, wo klassische Ladesäulen an Platz- oder Bauvorgaben scheitern. mehr...
Hamburg: 120. öffentlicher Ladepunkt in Betrieb genommen
[13.03.2026] Der Energieversorger enercity hat in Hamburg seinen 120. öffentlichen Ladepunkt für Elektroautos in Betrieb genommen und führt erstmals intelligentes Laden an AC-Ladesäulen ein. Die Funktion soll Ladekosten senken und ist Teil eines groß angelegten Ausbaus der Lade-Infrastruktur der Hansestadt bis 2027. mehr...
Frankfurt am Main: Stadt plant zusätzliche Ladepunkte
[06.03.2026] Frankfurt am Main startet eine neue Ausbauphase für öffentliche Ladepunkte und bereitet die Vergabe weiterer Standorte an private Betreiber vor. Ziel ist ein stadtweiter Roll-out mit rund 2.500 zusätzlichen Ladepunkten, um den wachsenden Bedarf der Elektromobilität zu decken. mehr...
Enervie: Kooperation für mehr E-Lkw
[23.02.2026] Die Enervie Gruppe und die Jürgens Gruppe möchten den Nutz- und Schwerlastverkehr in der Region elektrifizieren. Dazu sind neue E-Lkw-Flotten und Ladepunkte auf Betriebshöfen geplant. Ein erstes Projekt wird in Lüdenscheid umgesetzt. mehr...
Rheinland-Pfalz: E-Fahrzeuge im Mainzer Fuhrpark
[11.02.2026] Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Mainzer Entsorgungsbetriebe bei der Anschaffung neuer Elektro-Nutzfahrzeuge. Aus dem Kommunalen Investitionsprogramm Klimaschutz und Innovation fließen rund 4,6 Millionen Euro. mehr...
Ennepe-Ruhr-Kreis: Wo fehlen öffentliche Ladestationen?
[11.02.2026] Im Ennepe-Ruhr-Kreis sollen Bürgerinnen und Bürger Hinweise geben, wo öffentliche Ladestationen für Elektroautos fehlen. Die Kreisverwaltung sammelt die Vorschläge online als Grundlage für ein neues Lade-Infrastrukturkonzept. mehr...
Ladeinfrastruktur: Planungstool für Ladesäulen
[06.02.2026] Kommunen erhalten ein neues digitales Werkzeug für den Ausbau öffentlicher Ladepunkte. Das kostenlose Planungstool soll vor allem Städten und Gemeinden mit wenig Erfahrung Orientierung geben. Es wurde von der Nationalen Leitstelle Ladeinfrastruktur entwickelt. mehr...
Würzburg: 15. Platz im VDA-Ranking zur Elektromobilität
[20.01.2026] Würzburg verfügt über 388 öffentliche Ladepunkte und erreicht damit im aktuellen VDA-Städteranking Platz 15. Der regionale Versorger WVV sieht sich dadurch in seiner Ausbaustrategie für Elektromobilität bestätigt. mehr...
TU Darmstadt: Forschungsprojekt zu KI-gestütztem Energiemanagementsystem
[12.01.2026] Ein Forschungsprojekt an der TU Darmstadt entwickelt ein KI-gestütztes Energiemanagementsystem für elektrische Nutzfahrzeugflotten, das Ladeprozesse mit dem Strommarkt verzahnt. Ziel ist es, Netze zu stabilisieren, Kosten zu senken und erneuerbare Energien besser zu nutzen. mehr...
Gera: Zehn weitere E-Busse für ÖPNV
[09.01.2026] Gera erhält weitere zehn Elektrobusse für den öffentlichen Nahverkehr. Die Anschaffung wird mit 4,4 Millionen Euro aus EU-Mitteln gefördert und schließt auch neue Lade-Infrastruktur ein. mehr...














