Montag, 20. April 2026

Stadtwerke MünchenInsgesamt ein gutes Jahr

[20.04.2026] Im Geschäftsjahr 2025 haben die Stadtwerke München über eine Milliarde Euro investiert. Das operative Ergebnis lag unter dem Vorjahr, blieb aber im langjährigen Durchschnitt. Gleichzeitig überwies der Konzern erneut 100 Millionen Euro an die Stadt München.

Stadtwerke München: Den größten Beitrag zum Ergebnis leistete das Energiegeschäft.

(Bildquelle: SWM/Matthias Rothe)

Die Stadtwerke München (SWM) haben ihren Jahresabschluss für 2025 vorgelegt. Er steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch Aufsichtsrat und Gesellschafterin. Nach Angaben des Unternehmens war das Jahr von geopolitischen Spannungen, schwankenden Energiemärkten, regulatorischen Änderungen und intensivem Wettbewerb geprägt. Die Umsatzerlöse sanken auf 6,3 Milliarden Euro nach 6,9 Milliarden Euro im Jahr zuvor. Als Grund nennen die SWM vor allem die Entkonsolidierung der Bayerngas Energy, die aus Erdgasvertrieb und -handel ausgestiegen sei.

Hohes Defizit beim ÖPNV

Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug 428 Millionen Euro. Im Vorjahr hatte es 575 Millionen Euro erreicht, damals beeinflusst durch Einmaleffekte. Den größten Beitrag leistete laut SWM erneut das Energiegeschäft einschließlich erneuerbarer Energien. Der Bereich Mobilität mit U-Bahn, Bus und Tram habe dagegen wieder ein hohes Defizit ausgewiesen.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) ging auf 1,1 Milliarden Euro zurück. Der operative Cashflow blieb mit 1,6 Milliarden Euro auf Vorjahresniveau. Das Nachsteuerergebnis lag bei 524 Millionen Euro. Ursache seien außergewöhnliche Ergebniseffekte aus Vorjahren, die sich erst 2025 bilanziell ausgewirkt hätten. Die Investitionen stiegen konzernweit deutlich und überschritten mit 1,1 Milliarden Euro erstmals die Milliardenmarke. Nach Angaben der SWM floss das Geld in die Daseinsvorsorge und Zukunftsprojekte in München.

100 Millionen Euro für die Stadt München

Wie mit der Landeshauptstadt München vereinbart, werden erneut 100 Millionen Euro Gewinn ausgeschüttet. Zusammen mit Gewerbesteuer und Konzessionsabgaben fließen laut Unternehmen insgesamt 233 Millionen Euro in den Münchner Haushalt. Im Vorjahr waren es 242 Millionen Euro. 

SWM-Chef Florian Bieberbach: Investitionsprogramme werden fortgesetzt. (Bildquelle: SWM/Stefanie Aumiller)

SWM-Chef Florian Bieberbach erklärte: „Für die SWM war 2025 insgesamt betrachtet ein gutes Jahr.“ Das Ergebnis ermögliche es, Investitionsprogramme etwa für öffentlichen Nahverkehr, Bäder, Glasfaser und klimaneutrale Energieversorgung fortzusetzen. Im Bereich erneuerbare Energien erreichten die SWM nach eigenen Angaben 2025 ein Ausbauziel aus dem Jahr 2009. Demnach könnten die eigenen Anlagen rechnerisch so viel Ökostrom erzeugen, wie München in einem normalen Jahr verbrauche.

Tiefengeothermie zur Wärmeversorgung

Im Wärmesektor setzten die SWM nach eigenen Angaben ihren Umbau der Fernwärme fort. Diese solle spätestens bis 2040 CO2-neutral gedeckt werden. Dabei setze das Unternehmen vor allem auf Tiefengeothermie. Für die Geothermieanlage am Michaelibad seien 2025 Fördermittel genehmigt und vorbereitende Bauarbeiten abgeschlossen worden. Zudem arbeiteten die SWM an weiteren Standorten im Stadtgebiet und Umland.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Unternehmen

Region Rhein-Eifel: Genossenschaft für Wärmewende

[17.04.2026] Zwölf Kommunen aus drei Kreisen haben gemeinsam mit dem Energieunternehmen e-regio die Genossenschaft Energiewende RheinEifel gegründet. Nach Angaben der Beteiligten soll sie Projekte zur Energie- und Wärmewende regional koordinieren. mehr...

interview

Interview: Pioniergeist trifft Exzellenz

[17.04.2026] Seit Mitte 2025 trägt MAN Energy Solutions den Namen Everllence. Was es mit der Umbenennung auf sich hat und welche Strategie das Unternehmen beispielsweise im Bereich der Energiewirtschaft fährt, erläutert CEO Uwe Lauber im Interview mit stadt+werk. mehr...

enercity: Umsatz geht zurück

[13.04.2026] Im Jahr 2025 hat enercity einen geringeren Umsatz und Gewinn erzielt als in den Vorjahren. Gleichzeitig hat das Unternehmen seine Investitionen erhöht und den Ausbau erneuerbarer Energien vorangetrieben. mehr...

bericht

Trianel: Beeindruckende Bilanz

[09.04.2026] Die Stadtwerke-Kooperation Trianel unterstützt mit ihren drei Gesellschaften Energieversorger und Kommunen in Deutschland bei der Umsetzung der Energiewende. Die Kooperation kann bereits auf beachtliche Erfolge zurückblicken. mehr...

enercity: Neuer CEO bei enercity Erneuerbare

[08.04.2026] Der Energiekonzern enercity besetzt die Spitze seiner Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien neu. Mit Jörg Kubitza übernimmt ein Branchenmanager die Leitung. Der bisherige CEO Ralf Nietiet scheidet auf eigenen Wunsch aus. mehr...

Jena: Baustart von Reallabor JenErgieReal

[02.04.2026] Das Reallabor JenErgieReal geht in Jena in die bauliche Umsetzung und vernetzt erstmals Speicher, Lade-Infrastruktur und Netze intelligent. Das Projekt zeigt, wie ein digitales Energiesystem im urbanen Raum praktisch funktioniert und welche Lösungen bis 2027 entstehen. mehr...

VNEW: Unter neuer Flagge unterwegs

[27.03.2026] Der Stadtwerkeverband VSHEW firmiert künftig als Verband der Norddeutschen Energie- und Wasserwirtschaft (VNEW). Hintergrund ist die Ausweitung auf weitere Bundesländer sowie der Anspruch, die Energiewende regional stärker zu bündeln. mehr...

JUWI: Strategische Neuausrichtung

[17.03.2026] Der Projektentwickler JUWI richtet seine Organisation neu aus und fokussiert sich stärker auf seine europäischen Kernmärkte im Wind- und Solarsektor. Hintergrund sind verschärfter Wettbewerb um Investoren, Netzanschlüsse und Ausschreibungen – mit der Neuausrichtung will das Unternehmen seine Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit sichern. mehr...

Stadtwerke Essen: Ausweitung der Partnerschaft mit Iqony Fernwärme

[17.03.2026] Die Stadtwerke Essen und Iqony Fernwärme wollen ihre Wärmeinfrastrukturen künftig enger verzahnen. Eine neue Partnerschaftsvereinbarung soll Synergien beim Ausbau klimafreundlicher Netze heben und Optionen wie Netzkopplungen oder gemeinsame Erzeugungsanlagen prüfen. mehr...

Solarpark der Energieversorgung Mittelrhein (evm) in Görgeshausen mit mehreren Reihen von Photovoltaikmodulen auf einer Wiese.

evm: Nachhaltige Energiegewinnung

[13.03.2026] Die Wind- und Solarparks der Energieversorgung Mittelrhein (evm) haben im vergangenen Jahr mehr als 70 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt. Nun plant das Unternehmen die Errichtung weiterer Anlagen in der Region. mehr...

Stadtwerke Jena Netze: Relaunch der Webseite

[13.03.2026] Die Stadtwerke Jena Netze haben ihre Webseite vollständig überarbeitet und neu strukturiert. Der Relaunch soll Kundinnen und Kunden den Zugang zu Informationen rund um Netzanschlüsse, Photovoltaik, Wärmepumpen und aktuelle Baustellen deutlich erleichtern. mehr...

GISA/TMZ: Fortsetzung der Zusammenarbeit

[12.03.2026] GISA stellt Thüringer Mess- und Zählerwesen Service künftig auch das Management steuerbarer lokaler Systeme (CLS) vollständig als Software-as-a-Service bereit. Mit der Verlängerung ihrer Smart-Metering-Partnerschaft um fünf Jahre bauen beide Unternehmen ihre gemeinsame Plattform für Gateway-Administration und Messdatenmanagement weiter aus. mehr...

VertiGIS: Vorarlberger Energienetze erneuert Geo-Informationssystem

[04.03.2026] Das Unternehmen Vorarlberger Energienetze stellt sein Geo-Informationssystem auf die dritte Generation um und setzt dabei auf Technologie von VertiGIS. Der Wechsel ist wegen des auslaufenden Altsystems bis 2028 zwingend und betrifft Datenqualität, Netzbetrieb und künftige KI-Anwendungen gleichermaßen. mehr...

JUWI: Partnerschaft mit Vestas ausgebaut

[26.02.2026] Mit einer neuen Rahmenvereinbarung wollen zwei Windenergie-Unternehmen ihre Kooperation festigen. Das Ziel besteht darin, künftige Projekte in Deutschland effizienter umzusetzen. Beide Seiten verweisen auf ihre langjährige Zusammenarbeit. mehr...