WilhelmshavenBau von Batteriespeicher begonnen

Spatenstich für den neuen Batteriespeicher in Wilhelmshaven.
(Bildquelle: NGEN Germany GmbH)
In Wilhelmshaven startet der Bau eines großskaligen Batteriespeichers mit 50 Megawatt (MW) Leistung und 100 Megawattstunden (MWh) Kapazität. Wie Uniper und NGEN in einer gemeinsamen Mitteilung berichten, fiel der offizielle Spatenstich am 9. April auf dem Gelände eines ehemaligen Steinkohlekraftwerks von Uniper.
Die Anlage soll kurzfristige Schwankungen im Stromnetz ausgleichen, die durch die volatile Einspeisung von Wind- und Solarstrom entstehen. Damit übernimmt das Batterie-Energiespeichersystem eine systemdienliche Funktion: Es speichert überschüssige Energie und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Das stärkt sowohl die Netzstabilität als auch die Integration erneuerbarer Energien.
Nach Angaben der Projektpartner ist die Inbetriebnahme für das erste Quartal 2027 geplant. Der Standort Wilhelmshaven gilt dabei als zentraler Energieknoten mit guten Voraussetzungen für die Einbindung erneuerbarer Quellen.
Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (SPD) betonte die strategische Bedeutung solcher Anlagen: „Batteriespeicher sind ein elementarer Baustein, um eine jederzeit verlässliche Versorgung aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten.“ Sie könnten zudem helfen, Kosten der Energiewende zu senken, da weniger Strom abgeregelt werden müsse.
Auch Uniper sieht in dem Projekt einen Schritt hin zu einem stärker integrierten Energiesystem. COO Holger Kreetz erklärte, der Speicher stehe exemplarisch für die nächste Phase der Energiewende, in der verschiedene Technologien digital vernetzt zusammenarbeiten. NGEN-CEO Roman Bernard bezeichnete Energiespeicher als Schlüsseltechnologie, um die Volatilität erneuerbarer Energien auszugleichen und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Das Projekt ist Teil der Transformation des Energiestandorts Wilhelmshaven, der sich zunehmend zu einem Hub für erneuerbare Energien, Wasserstoff und neue Speichertechnologien entwickelt.
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