Dienstag, 12. Mai 2026

Klimakommune DeutschlandNeues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt

[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten.

Vorstand des jüngst gegründeten Vereins Klimakommune Deutschland.

(Bildquelle: energielenker)

Mit dem neuen Programm „Klimakommune Deutschland“ will der Verein Klimakommune Deutschland Kommunen dabei unterstützen, künftig ihre Energie- und Klimaschutzpolitik systematisch planen, steuern und bewerten zu können. Wie das Unternehmen energielenker mitteilt, startet das Angebot dreieinhalb Monate nach dem Ende des European Energy Award in Deutschland.

Der Verein war im Dezember 2025 gegründet worden. Zu den Mitgliedern zählen Kommunen, Energie- und Klimaschutzagenturen sowie Beratungsunternehmen aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Bremen. Gemeinsam entwickelten sie ein Nachfolgeprogramm, das die Energiewende vor Ort effizienter und verbindlicher machen soll.

Kern des Angebots ist ein Managementsystem für Städte, Gemeinden und Landkreise. Es soll Kommunen dabei unterstützen, Prioritäten zu setzen, Förderchancen zu erkennen und Projekte umzusetzen. „Landkreise, Städte und Gemeinden werden bei den Themen Energiewende und Klimaschutz beraten und erhalten durch die Programmteilnahme eine Struktur und Systematik, die ihnen hilft, Prioritäten richtig zu setzen, Chancen zu erkennen und zu nutzen sowie Projekte erfolgreich umzusetzen“, erklärte der Vereinsvorsitzende Martin Sambale.

Das Programm besteht aus mehreren Varianten. Die prozessorientierte Version knüpft an den früheren European Energy Award an. Dabei bewertet ein externer Auditor, wie weit eine Kommune ihre Möglichkeiten im Klima- und Energiemanagement ausschöpft. Die ergebnisorientierte Variante richtet den Fokus auf die tatsächliche Senkung der Treibhausgas-Emissionen und die Einhaltung eines definierten Absenkungspfads. Ein digitales Dashboard soll die laufende Kommunikation und Dokumentation unterstützen.

Für kleinere Kommunen und den Einstieg bietet der Verein zudem die vereinfachte Variante „Klimakommune light“ an. Sie kommt ohne externes Audit und ohne Auszeichnung aus.

Kommunen werden von speziell geschulten Klimacoaches begleitet. Nach Angaben des Vereins läuft derzeit die Weiterbildung bereits erfahrener Klimaschutzberaterinnen und -berater. Weitere Schulungen sind für November 2026 geplant. Zu den Gründungsmitgliedern gehört auch das Unternehmen energielenker projects. Mitarbeitende des Unternehmens sollen künftig als Klimacoaches Städte, Gemeinden und Landkreise bei Energie- und Klimaschutzprojekten unterstützen.





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