Donnerstag, 20. August 2026

ElvacoISO-Zertifizierung erhalten

[20.05.2026] Elvaco hat die Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 erhalten und stärkt damit sein Informationssicherheits-Management für Gebäude- und Energiedaten. Die Zertifizierung reagiert auf strengere EU-Vorgaben und wachsende Anforderungen an sichere Datenketten in vernetzten Metering- und Smart-Building-Systemen.

Mit der Zertifizierung nach ISO/IEC 27001 dokumentiert Elvaco sichere, risikobasierte und nachvollziehbare Datenprozesse.

(Bildquelle: Elvaco/ChatGPT)

Der schwedische Energy-Connectivity-Spezialist Elvaco ist jetzt nach ISO/IEC 27001 zertifiziert. Wie das Unternehmen mitteilt, erfüllt es damit die Anforderungen an Aufbau, Betrieb und kontinuierliche Weiterentwicklung eines Informationssicherheits-Managementsystems (ISMS).

Elvaco entwickelt seit 1984 technologieoffene Ende-zu-Ende-Lösungen für Energieversorger, Stadtwerke und Submetering-Unternehmen. Die Systeme des Unternehmens werden häufig in größere Plattformen und Kundensysteme eingebunden. Mit der Zertifizierung will Elvaco den Schutz sensibler Gebäude-, Energie- und Verbrauchsdaten stärker absichern und das Vertrauen entlang der gesamten Datenkette erhöhen.

Hintergrund sind wachsende regulatorische und technische Anforderungen im Gebäude- und Energiesektor. Gebäude, Zähler, Gateways, Kommunikationsmodule und Cloud-Anwendungen vernetzen sich zunehmend. Gleichzeitig verschärfen Vorgaben wie die europäische Energieeffizienzrichtlinie EED, die Gebäuderichtlinie EPBD, die Radio Equipment Directive (RED), der Cyber Resilience Act (CRA) und die NIS-2-Richtlinie die Anforderungen an Cyber-Sicherheit, Datenschutz und belastbare Prozesse.

Vor allem die EPBD erhöht den Druck auf Betreiber und Hersteller. Die Richtlinie verlangt unter anderem höhere Energieeffizienzstandards, die Sanierung ineffizienter Gebäude sowie Nullemissionsgebäude als Standard für Neubauten ab 2030, bei öffentlichen Gebäuden bereits ab 2028. Damit steigen auch die Anforderungen an Monitoring, Energieoptimierung und den sicheren Umgang mit digitalen Gebäude- und Energiedaten.

Elvaco verweist darauf, dass moderne Gebäude immer mehr Daten erfassen und verarbeiten. Dazu zählen Energie- und Wasserverbräuche, Wärmemengen, Raumklima, Luftqualität sowie technische Betriebszustände. Die Daten entstehen im Feld, laufen über Gateways und Kommunikationsmodule und werden anschließend in Cloud- oder Kundensystemen verarbeitet. Daraus ergeben sich höhere Anforderungen an Integrität, Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Nachvollziehbarkeit der Daten.

„Je stärker Gebäude, Energiesysteme und Messinfrastrukturen vernetzt werden, desto wichtiger wird Informationssicherheit“, sagt Markus Drexler, Chief Product Officer und Managing Director von Elvaco. Die Zertifizierung bestätige, dass Elvaco sein Informationssicherheitsmanagement systematisch, risikobasiert und kontinuierlich weiterentwickle.

Nach Angaben des Unternehmens betrifft Sicherheit dabei nicht nur einzelne Geräte, sondern die gesamte Infrastruktur aus Sensorik, Metering, Gateway, Kommunikation, Plattform und Integration. Gerade für Kunden in kritischen oder stark regulierten Bereichen werde Cybersecurity damit zum entscheidenden Faktor für Vertrauen, Compliance und Marktzugang.





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