Samstag, 11. Juli 2026

KEA-BWKostenlose Ersteinschätzung des Windenergiepotenzials

[27.05.2026] Die KEA-BW bietet Kommunen in Baden-Württemberg eine kostenlose Ersteinschätzung ihres Windenergiepotenzials an. Das neue Angebot soll Städten, Gemeinden und Landkreisen helfen, Vorrangflächen besser zu bewerten und Windkraftprojekte früher zu steuern.

Die Ersteinschätzung der Ausbaupotenziale für Windenergie unterstützt die Kommunen im Land.

(Bildquelle: KEA-BW/Alexander Walter)

Die KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW) unterstützt Kommunen künftig mit einer Ersteinschätzung zum Ausbaupotenzial der Windenergie. Wie die Landesenergieagentur mitteilt, richtet sich das kostenfreie Angebot an Städte, Gemeinden und Landkreise im Südwesten.

Die Analyse soll zeigen, wie viele Windenergieanlagen auf den ausgewiesenen Flächen einer Gemarkung grundsätzlich möglich wären. Zudem berechnet die KEA-BW den voraussichtlichen Stromertrag und schätzt mögliche Pachteinnahmen ab. Die Kommunen erhalten damit einen ersten Überblick über ihre wirtschaftlichen und technischen Optionen beim Ausbau der Windenergie.

Hintergrund ist die laufende Regionalplanung in Baden-Württemberg. Die zwölf Regionalverbände des Landes legen derzeit fest, welche Flächen künftig als Vorranggebiete für Windenergie dienen sollen. Aus diesen Planungen geht allerdings nicht hervor, wie viele Anlagen auf den jeweiligen Flächen tatsächlich errichtet werden könnten. Genau hier setzt die Ersteinschätzung der KEA-BW an.

Die Auswertung kann sich entweder nur auf gemeindeeigene Flächen oder auf sämtliche Flächen innerhalb einer Gemarkung beziehen. Nach Einschätzung der Landesenergieagentur sollten Kommunen frühzeitig aktiv werden, statt erst auf konkrete Angebote von Projektierern zu reagieren. Das Wissen über die mögliche Zahl von Anlagen erleichtere es Gemeinden, eigene Interessen besser zu vertreten und stärker an der Wertschöpfung zu partizipieren. Bei privaten Flächen könne zudem eine koordinierende Rolle der Kommune sinnvoll werden, etwa bei einem gemeinsamen Flächenpooling.

Für die Analyse nutzt die KEA-BW die bereits ausgewiesenen oder geplanten Vorranggebiete der Regionalverbände. Diese Flächen haben die Verbände zuvor unter anderem anhand von Abstandsregeln, Naturschutzvorgaben und Windpotenzial geprüft. Die Abschätzung der möglichen Anlagenzahl berücksichtigt zusätzlich topografische Faktoren wie die Hangneigung.

Die Ertragsprognosen basieren auf modellierten Daten des Windatlas Baden-Württemberg. Grundlage ist die mittlere Windleistungsdichte der jeweiligen Gebiete. Die KEA-BW betont allerdings, dass die Einschätzung keine detaillierte Projektierung ersetzt. Vor-Ort-Messungen finden nicht statt. Auch Faktoren wie Netzanschluss, Zufahrtswege oder spätere betriebliche Einschränkungen fließen nicht in die Bewertung ein.





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