Donnerstag, 28. Mai 2026

OsnabrückStadt knackt 100-MW-Marke

[28.05.2026] Osnabrück hat die Marke von 100 Megawatt installierter Photovoltaik-Leistung überschritten. Der starke Ausbau bringt der Stadt einen Spitzenplatz im Großstadtvergleich und soll Klimaziele, regionale Wertschöpfung und mehr Energieautarkie voranbringen.

Der Ausbau der Solarenergie verzeichnet in Osnabrück eine konsequent positive Bilanz: Die installierte Gesamtleistung von Photovoltaikanlagen (hier auf dem Dach der Sporthalle des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums) liegt nun bei über 100 Megawatt.

(Bildquelle: Stadt Osnabrück/Andreas Klöker)

Die installierte Leistung von Photovoltaikanlagen in Osnabrück liegt seit wenigen Tagen bei mehr als 100 Megawatt. Wie die Stadt Osnabrück mitteilt, erzeugen die Anlagen im Stadtgebiet inzwischen rund 70 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr.

Mit dem Ausbau rückt die Stadt ihrem Ziel der Klimaneutralität bis 2040 näher. Im Vergleich von 71 deutschen Großstädten belegt Osnabrück beim Zubau der vergangenen Jahre den fünften Platz. Treiber der Entwicklung ist vor allem die stärkere Eigennutzung des erzeugten Stroms. Zwar sind die Einspeisevergütungen gesunken, zugleich stiegen jedoch die Strompreise, während die Kosten für Solarmodule deutlich zurückgingen. Dadurch gewinnt der direkte Verbrauch des selbst produzierten Stroms wirtschaftlich an Bedeutung.

Nach Angaben der Stadt eignet sich nahezu jedes Dach im Stadtgebiet für Photovoltaik. Über ein Solardachkataster stellt die Verwaltung adressgenaue Informationen zur Verfügung. Dort können Eigentümerinnen und Eigentümer mithilfe eines Renditerechners auch die Wirtschaftlichkeit geplanter Anlagen prüfen.

Von den Investitionen profitiert nach Einschätzung der Stadt auch die regionale Wirtschaft. In den vergangenen fünf Jahren flossen demnach mehr als 90 Millionen Euro in neue Photovoltaik-Anlagen auf Osnabrücker Dächern. Die regionale Wertschöpfung beziffert die Stadt auf rund 35 Millionen Euro.

Für Gewerbebetriebe bietet die Stadt kostenlose Impulsberatungen durch qualifizierte Energieberater an. Hintergrund ist, dass die Wirtschaftlichkeit großer Dachanlagen stark vom Verbrauchsprofil und den technischen Voraussetzungen abhängt. Privatpersonen können sich im neuen Energie- und Wärmeinformationszentrum in der Innenstadt informieren. Das Zentrum entstand gemeinsam mit den Stadtwerken Osnabrück und regionalen Handwerksorganisationen. Neben Beratungen zeigt ein Showroom moderne Gebäudetechnik für energetische Sanierungen und erneuerbare Energien.

Zusätzliche Anreize soll das Förderprogramm „Osnabrück saniert“ schaffen. Es unterstützt Photovoltaikanlagen auf Wohngebäuden mit mehr als acht Kilowatt peak Leistung. Laut Stadt erklärt dies auch den hohen Anteil größerer Anlagen mit mehr als zehn Kilowatt peak im Stadtgebiet. Diese seien zugleich besser auf die spätere Einbindung von Wärmepumpen und Elektrofahrzeugen vorbereitet. Für das laufende Jahr hat der Stadtrat erneut Fördermittel bereitgestellt.





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