RheinEnergieErgebnis gesteigert

RheinEnergie-Bilanz: Das Ergebniss stärkt die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit des Unternehmens.
(Bildquelle: RheinEnergie)
Der Kölner Versorger RheinEnergie hat im Geschäftsjahr 2025 ein Ergebnis vor Ertragsteuern von 275,6 Millionen Euro erzielt. Damit liege das Ergebnis deutlich über den durchschnittlichen Jahresergebnissen der Jahre 2016 bis 2022, teilt das Unternehmen mit. Vorstandsvorsitzender Andreas Feicht führt die Entwicklung auf mehrere Faktoren zurück. Die breite Aufstellung entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette habe das Unternehmen in schwierigen Marktphasen stabilisiert. Zudem habe die RheinEnergie ihre Möglichkeiten bei der langfristigen Vermarktung der Eigenerzeugung sowie im Energiehandel und Vertrieb genutzt. Vor Beginn der starken Turbulenzen an den Energiemärkten und vor dem russischen Angriff auf die Ukraine hätten die Jahresergebnisse zwischen 155 Millionen und 183 Millionen Euro gelegen.
Normalisierung der Energiemärkte erwartet
Birgit Lichtenstein, im Vorstand für Finanzen, Einkauf, IT und Zentrale Dienste verantwortlich, verweist auf das volatile Marktumfeld. Die Ergebnisse seien kein Selbstzweck, sondern stärkten die wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit und ermöglichten Investitionen in eine zukunftsorientierte Energie- und Wasserversorgung. Für die kommenden Jahre rechnet das Unternehmen bei einer Normalisierung der Energiemärkte wieder mit niedrigeren Ergebnissen. Für 2026 plane die RheinEnergie ein Ergebnis zwischen 185 und 190 Millionen Euro.
Zu den größten Investitionsvorhaben zählt nach Unternehmensangaben Europas größte Flusswasser-Wärmepumpe in Köln (wir berichteten). Das Projekt hat ein Gesamtvolumen von 280 Millionen Euro und wird von Bund und Europäischer Union (EU) gefördert. Künftig soll die Anlage Fernwärme für bis zu 50.000 Wohneinheiten bereitstellen.
Ausbau erneuerbarer Energien
Weitere Projekte betreffen den Ausbau erneuerbarer Energien. So wurde 2025 im Windpark Coppanz das erste Repowering abgeschlossen (wir berichteten). In Köln-Rondorf begann der Bau der nach Unternehmensangaben größten Freiflächen-Solaranlage der Stadt auf öffentlichem Grund. Zudem entsteht in Rheinland-Pfalz der erste Agri-Photovoltaik-Solarpark des Unternehmens. Im neuen Quartier Rondorf-Nordwest baut die RheinEnergie nach eigenen Angaben das größte kalte Nahwärmenetz in Nordrhein-Westfalen (wir berichteten). Dort soll Grundwasser in Verbindung mit Wärmepumpen die Gebäude emissionsfrei mit Wärme versorgen.
Investitionen ins Fernwärmenetz
Weitere Investitionen fließen nach Angaben der RheinEnergie in den Ausbau der Fernwärmenetze, die Verstärkung der Stromnetze, den Schutz der Infrastruktur vor Ausfällen sowie Maßnahmen zur schnelleren Wiederherstellung der Versorgung nach Störungen. Nach Angaben der RheinEnergie investierten das Unternehmen und seine Beteiligungen allein im Jahr 2025 rund 270 Millionen Euro. Darüber hinaus sollen Energiedienstleistungen für Industrie und Wohnungswirtschaft ausgebaut sowie neue Geschäftsfelder wie Batteriespeicher erschlossen werden. Gemeinsam mit weiteren Systempartnern arbeite das Unternehmen zudem an einer stärkeren Verzahnung der Bereiche Energie und Verkehr, unter anderem im Bereich Elektromobilität.
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