Donnerstag, 2. Juli 2026

EntegaPlanzahlen übertroffen

[02.07.2026] Entega hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem höheren Betriebsergebnis als geplant abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben sollen in den kommenden Jahren rund 1,1 Milliarden Euro in Strom- und Wärmenetze, Glasfaser sowie die Wasserinfrastruktur in Südhessen investiert werden.
Modernes Bürogebäude des Energieversorgers Entega mit mehreren Fahnenmasten, auf denen Entega-Flaggen wehen. Vor dem Gebäude befinden sich eine gepflegte Rasenfläche, ein Parkplatz mit Fahrrädern und Autos sowie Bäume. Der Himmel ist klar und sonnig.

Entega verzeichnete steigende Umsätze im Stromgeschäft.

(Bildquelle: ENTEGA AG)

Der Darmstädter Energie- und Telekommunikationsanbieter Entega hat im Geschäftsjahr 2025 seine Ergebnisplanung übertroffen. Wie das Unternehmen mitteilt, lag die Gesamtleistung des Konzerns bei über 3,1 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erreichte 121,7 Millionen Euro und lag damit 6,4 Millionen Euro über Plan. Der Konzerngewinn belief sich auf 46,4 Millionen Euro und übertraf den geplanten Wert um 2,8 Millionen Euro.

Mehr Strom verkauft

Im Vertrieb führte vor allem ein höherer Stromabsatz bei Geschäftskunden zu steigenden Umsätzen. Im Handelsgeschäft gingen die Umsätze wegen Mengeneffekten und eines niedrigeren Preisniveaus zurück. Im Netzgeschäft stiegen die Erlöse aus Netzentgelten und Umlagen, während im Bereich Erzeugung eine positive Mengenentwicklung zu höheren Umsätzen beitrug. Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen mit 34,6 Millionen Euro um 12,3 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Ursache waren laut Entega vor allem höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen. Die Personalaufwendungen stiegen um 5,2 Prozent auf 233,3 Millionen Euro. 

Bilanzsumme über Vorjahreswert

Zum 31. Dezember 2025 betrug die Bilanzsumme des Konzerns 2,5 Milliarden Euro und lag damit über dem Vorjahreswert. Das Anlagevermögen wuchs um 93,5 Millionen Euro beziehungsweise 7,2 Prozent. Das Umlaufvermögen stieg auf mehr als eine Milliarde Euro. Ausschlaggebend waren nach Unternehmensangaben vor allem höhere liquide Mittel infolge erfolgreich umgesetzter Refinanzierungsmaßnahmen. Das Eigenkapital erhöhte sich auf 315,3 Millionen Euro. Die Eigenkapitalquote sank wegen der gestiegenen Bilanzsumme von 19,1 auf 17,8 Prozent.

Im Geschäftsjahr 2025 investierte Entega konzernweit 206,8 Millionen Euro. Für den Zeitraum von 2026 bis 2030 plant das Unternehmen Bruttoinvestitionen von rund 1,1 Milliarden Euro. Das Geld soll unter anderem in den Ausbau des Glasfasernetzes, die Modernisierung der Stromverteilnetze, die Sanierung von Wasserleitungen sowie den Ausbau des Fernwärmenetzes in Darmstadt fließen.

Ausbau der Fernwärme in Darmstadt

Im Bereich der erneuerbaren Energien besitzt oder betreibt Entega nach eigenen Angaben Windparks mit einer Leistung von fast 260 Megawatt sowie Solarparks mit 48 Megawatt. Im Jahr 2025 erzeugten diese Anlagen mehr als 750 Millionen Kilowattstunden Ökostrom. Das entspreche rechnerisch der Versorgung von rund 260.000 Haushalten und einer Vermeidung von rund 595.000 Tonnen Kohlendioxid.

Nach Angaben des Unternehmens orientiert sich die Ende 2025 beschlossene kommunale Wärmeplanung der Wissenschaftsstadt Darmstadt in hohem Maße an der Wärmestrategie von Entega. Sie bilde die Grundlage für den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Umstrukturierung der Wärmeauskopplung des Müllheizkraftwerks Darmstadt. Parallel befinde sich das Müllheizkraftwerk Wiesbaden in der finalen Bau- und Inbetriebnahmephase.



Stichwörter: Unternehmen, ENTEGA, Bilanz


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