Landkreis Kassel27 mal Klimaschutz

Landrat Andreas Siebert und Klimaschutz-Managerin Christina Lütke an einer der E-Tankstellen des Landkreises Kassel.
(Bildquelle: Landkreis Kassel)
Der Landkreis Kassel hat ein Klimaschutzkonzept entwickelt. Das teilte die Behörde mit. „Ich freue mich, dass ich dem Kreistag ein Klimaschutzkonzept mit 27 konkreten Maßnahmen vorlegen kann“, stellt Landrat Andreas Siebert (SPD) das rund 150 Seiten starke Kreis-Klimaschutzkonzept vor. Mit dem Konzept habe der Landkreis eine sehr gute Datengrundlage über den Stand der Dinge in Sachen Klimaschutz und damit auch eine fundierte Basis für die nächsten Schritte zu mehr Klimaschutz im Landkreis. Erarbeitet wurde das Konzept von Christina Lütke, die seit November 2019 als Klimaschutz-Managerin des Landkreises tätig ist. „Im Landkreis Kassel ist durch die vielen Initiativen im Bereich Klimaschutz und für den Einsatz erneuerbarer Energien eine gute Grundlage geschaffen worden – es fehlte allerdings noch ein umfassendes Konzept“, erklärt Lütke. Es geht darin um Themen wie den Einkauf von nachhaltigen Produkten, die Nutzung umweltfreundlicher Verkehrsmittel und die energetische Sanierung bei kreiseigenen Gebäuden. Weitere Themenbereiche waren die Potenziale zum Ausbau von Photovoltaik auf Dächern von kreiseigenen Liegenschaften, die Umstellung von Ölheizungen sowie der Anschluss an Nahwärmenetze.
Am Ende dieses Diskussionsprozesses wurden 27 konkrete Maßnahmen identifiziert, die nicht nur die Kreisverwaltung betreffen. Die Bandbreite reicht hier von Nachhaltigkeitsschulungen für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kreisverwaltung über die Ergänzung der Kreisvergaberichtlinien um nachhaltige Kriterien wie klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen bis zu Stärkung der digitalen Aufgabenerledigung. Weitere Themenbereiche sind nachhaltigere Dienstreisen mit der stärkeren Nutzung von Diensträdern und die Förderung von E-Mobilität. „Im Jahr 2025 wollen wir den Anteil der elektrischen Dienstwagen auf 40 Prozent des Fuhrparks erhöhen – aktuell sind wir bei unter 30 Prozent“, informiert Siebert.
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