Donnerstag, 26. März 2026

Bremen31 Prozent CO2 eingespart

[07.02.2023] Für das Jahr 2020 sind in Bremen die CO2-Emissionen um 31 Prozent gesunken. Dies zeigt ein aktueller Bericht, den die Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau jetzt vorgelegt hat.

Die Bremer Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau hat jetzt dem Klima-Controlling-Ausschuss der Bremischen Bürgerschaft einen aktuellen Bericht zu den CO2-Emissionen im Land vorgelegt. Wie der Senat mitteilt, sind demnach die CO2-Emissionen im Jahr 2020 im Vergleich zum Jahr 1990 um 31 Prozent gesunken. Im Berichtsjahr 2020 hätten die CO2-Emissionen im Land Bremen (ohne Stahlindustrie) um rund 2,1 Millionen Tonnen unter dem Niveau des Jahres 1990 gelegen. Dies entspreche einer CO2-Minderungsrate von 31 Prozent. Im Vorjahr (2019) hätte die CO2-Minderung gegenüber 1990 noch bei 21,6 Prozent gelegen.

Deutliche Rückgänge in allen Sektoren

Die Daten der CO2-Emissionen in den Jahren 2019 und 2020 nach Gruppen von Verbraucherinnen und Verbrauchern zeigten, dass in allen Sektoren deutliche Rückgänge zu verzeichnen sind. Im verarbeitenden Gewerbe (einschließlich Abfallverbrennung) hätten die CO2-Emissionen im Jahr 2020 um 153.000 Tonnen unter dem Niveau des Basisjahrs (minus 10,2 Prozent) gelegen. Im Verkehrssektor sei mit minus 14,4 Prozent der stärkste prozentuale Rückgang der CO2-Emissionen zu beobachten. Der entsprechende absolute Minderungsbetrag belaufe sich auf 206.000 Tonnen. In der Verbrauchergruppe „Haushalte, Gewerbe, Handel, Dienstleistungen, übrige Verbraucher“ sei mit 290.000 Tonnen die in absoluter Betrachtung größte CO2-Minderung aufgetreten. Dies entspreche einer prozentualen Reduzierung um 11,8 Prozent.
Die CO2-Emissionen, die durch den Verbrauch von elektrischem Strom verursacht wurden, hätten im Jahr 2020 um 323.000 Tonnen unter dem Niveau des Vorjahres (minus 17 Prozent) gelegen. Der starke Rückgang der CO2-Intensität der Stromversorgung in der Stadt Bremen sei in erster Linie durch die Stilllegung des Kohlekraftwerks im Hafen verursacht worden. Der mit Steinkohle befeuerte Block 6 war 1979 in Betrieb gegangen und mit einer elektrischen Nettoleistung von rund 300 Megawatt der größte Kraftwerksblock der swb-Gruppe. Das Kraftwerk wurde zwar erst im Juli 2021 endgültig vom Netz genommen, hat aber bereits im Jahr 2020 kaum noch zur Stromerzeugung beigetragen.

Senkung des Kraftstoffverbrauchs

Die CO2-Emissionen, die durch den Verbrauch von Kraftstoffen verursacht wurden, seien im Jahr 2020 um 194.000 Tonnen geringer als im Jahr 2019 gewesen (minus 13,9 Prozent). Der erhebliche Rückgang der CO2-Emissionen im Verkehrssektor sei auf eine Senkung des Kraftstoffverbrauchs zurückzuführen. Ein Trend, der sich bundesweit beobachten lasse. Die Daten machten deutlich, dass die prozentualen Veränderungen des Verbrauchs von Otto- und Dieselkraftstoffen auf Landesebene nur geringfügig von den entsprechenden Werten für die Bundesebene abweichen. Der Verbrauch von Flugturbinenkraftstoffen sei im Land Bremen stärker zurückgegangen als deutschlandweit, die prozentualen Veränderungsraten bewegten sich aber auch hier in einer ähnlichen Größenordnung.
Die Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau Maike Schaefer resümiert: „Dieser Bericht zeigt Werte von vor zwei Jahren auf – mittlerweile ist in allen Bereichen eine Menge passiert: Im Baubereich haben wir den Bremen Standard für nachhaltiges Bauen etabliert, die Solardachpflicht wird voraussichtlich bereits im Mai dieses Jahr in Kraft treten, wir bauen eine Fernwärmetrasse und wir treiben die Mobilitätswende weiter voran. Wir haben noch einen ambitionierten Weg vor uns: Bremen soll bis zum Jahr 2038 klimaneutral sein. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann mit dem eigenen Handeln dazu beitragen und Energie einsparen. Konkrete Infos und Beratungsangebote dazu gibt es im neuen Klima Bau Zentrum am Brill.“





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