Bremen50 Elektrobusse bewilligt
Der Bremer Senat hat jetzt den Weg für eine Finanzierung von 50 neuen Elektrobussen für die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) freigemacht. Zudem wird der BSAG-Betriebshof in Blumenthal für Elektromobilität umgerüstet und modernisiert. Wie der Bremer Senat für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau mitteilt, trägt von den knapp 100 Millionen Euro die Stadt Bremen etwa 59 Millionen Euro. 14,7 Millionen Euro trage die BSAG selbst. 22,2 Millionen Euro kämen als Fördermittel vom Bundesverkehrsministerium.
Maike Schaefer (Bündnis 90/Die Grünen), Senatorin für Klimaschutz, Umwelt, Mobilität, Stadtentwicklung und Wohnungsbau, bezeichnete den Beschluss „als echten Meilenstein in der Umstellung des Bremer ÖPNV auf Elektromobilität.“ Sie führt aus: „Zusammen mit den zusätzlich bewilligten sieben Straßenbahnen haben wir dann künftig 77 neue Bahnen am Start und mit dem Ausbau des Schienennetzes und der Modernisierung der BSAG-Betriebshöfe ist die Hansestadt beim ÖPNV hervorragend aufgestellt.“
Angaben des Senats zufolge sollen die jetzt bewilligten 50 Elektro-Gelenkbusse bis zum Jahr 2025 auf der Straße sein. Für den Betrieb der Elektro-Busse müsse die erforderliche Infrastruktur zum Laden und Instandhalten von Fahrzeugen vorhanden sein. Dies beinhalte neben der Installation von Ladesäulen noch eine Reihe von weiteren Maßnahmen wie zum Beispiel eine Erweiterung des Stromanschlusses inklusive dem Verlegen entsprechender Stromleitungen auf dem Gelände und eine Ertüchtigung der Werkstatt für die Elektrotechnologie, zwei Arbeitsstände und einen Raum für Batterielagerung, Digitalisierung und Automatisierung der Stromversorgung und Logistik der Fahrzeuge. Der Umstellungsprozess der Busflotte der BSAG von Diesel- auf Elektro-Busse umfasse nicht nur die Beschaffung von Elektro-Bussen, sondern auch die Umrüstung der Betriebshöfe. Die BSAG habe bereits mit ersten Schritten angefangen und beabsichtige die komplette Busflotte bis 2033 umzustellen.
Nachdem für die ersten 20 Elektro-Solobusse bislang eine pragmatische Übergangslösung auf den Betriebshöfen in der Neustadt und Neue Vahr ausreichte, müssten für den Betrieb zusätzlicher Elektro-Gelenkbusse umfangreiche Umbauten vorgenommen werden. Nach Untersuchungen der vorhandenen Betriebshöfe der BSAG habe sich der Standort Bremen-Nord als beste Alternative für das Laden, Instandhalten und Betreiben der 50 Elektro-Gelenkbusse herauskristallisiert. Das vorhandene Grundstück müsse jetzt für die Ladetechnologie vorbereitet werden. Dazu zähle die Strom-Versorgung mitsamt Anschluss des Betriebshofe inklusive der Übergabestation, der Stromverteilung mit Stromtrassen, der Aufstellung und Inbetriebnahme der Ladesäulen, der Errichtung von Brandüberwachungsanlagen sowie der Ertüchtigung und Erweiterung der Werkstatt für die Elektro-Technologie. Die Kosten für den Umbau betrügen 41,4 Millionen Euro.
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