LudwigsburgBahnhof verbindet e-mobil
Mit dem geliehenen Elektrofahrrad zur Mietstation am Bahnhof fahren, von dort mit Bus und Bahn weiter reisen, während der Wartezeit zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch nehmen und alles per Chipkarte oder Smartphone-App buchen und bezahlen: Das soll jetzt mit dem Förderprojekt Ludwigsburg Intermodal realisiert werden. Wie die baden-württembergische Stadt Ludwigsburg mitteilt, will die Stadtverwaltung gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft und Forschung sowie den Eigentümern der dortigen Objekte den Bahnhof zu einer Drehscheibe weiterentwickeln, an der private und öffentliche Anbieter den Personenverkehr mit nachhaltig erzeugter Energie aus der Steckdose realisieren. Ökostrom-Ladestellen für Elektroautos, E-Carsharing mit Flinkster des Unternehmens DB Rent und Pedelecsharing sollen am Bahnhof mit dem öffentlichen Nahverkehr verknüpft werden. Den Ökostrom für die Fahrzeuge sowie die Ladeinfrastruktur liefern die Stadtwerke Ludwigsburg-Kornwestheim (SWLB).
Ziel ist es, den Pendlern das Wechseln zwischen unterschiedlichen Verkehrsträgern zu erleichtern, dabei die Wartezeiten zu überbrücken und zusätzliche Wege für alltägliche Besorgungen einzusparen. In diesem Zusammenhang plant etwa das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement der Universität Stuttgart eine so genannte MultiBox zu entwickeln und am Bahnhof als Prototyp aufzubauen. Neben der klassischen Zwischenlagerung von Gepäck soll die Box unterschiedliche Funktionen übernehmen: als automatisierte Aus- und Rückgabestation der Elektrofahrzeuge mit integrierter Lademöglichkeit für Pedelec-Akkus, als Austauschplattform für gemeinschaftlich genutzte Güter wie Werkzeuge, oder als Lieferort für per Smartphone bestellte Einkaufswaren.
Das Ludwigsburger Vorhaben ist Teil des Schaufenster-Projekts LivingLab BWe mobil und erhält eine Bundesförderung von mehr als 1,5 Millionen Euro. Mit 355.000 Euro Eigenmitteln der Stadt und der SWLB stehen für das Projekt insgesamt 1,9 Millionen Euro zur Verfügung. Das Vorhaben läuft bis Ende April 2016. Weitere Projektpartner sind das Städtebau Institut der Universität Stuttgart sowie die Firmen MediaCluster und Neue Arbeit.
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