Sonntag, 12. Juli 2026

rku.itBig Data für Versorger kommt

[25.07.2014] Die Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit gewinnt auch in der Energiewirtschaft an Bedeutung. Stichwort Smart Metering. Die IT-Branche hat bereits Lösungen im Portfolio.
Die Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit gewinnt auch in der Energiewirtschaft an Bedeutung.

Die Verarbeitung großer Datenmengen in Echtzeit gewinnt auch in der Energiewirtschaft an Bedeutung.

(Bildquelle: John Foxx Images/PEAK Agentur für Kommunikation)

Das Thema Big Data hält Einzug in die Energiewirtschaft. Durch die Integration erneuerbarer Energien und den Aufbau intelligenter Versorgungsnetze steigt der Bedarf an Echtzeit-Informationen rasant. Darauf macht der IT-Dienstleister rku.it jetzt aufmerksam. So gehe die bevorstehende Einführung intelligenter Zähler (Smart Meter) einher mit einer permanenten Übermittlung und Analyse von verbrauchs- und abrechnungsrelevanten Informationen. Ein Smart Meter sende jede Viertelstunde eine Datei in der Größe von etwa fünf Kilobyte. Dies ergebe bei rund 1,2 Millionen Smart Metern, die rku-it-Kunden künftig betreiben werden, eine jährliche Datenmenge von rund 195 Terabyte im schnellen Zugriff – eine Zahl mit zwölf en.
Um diese neue Größenordnung zu bewältigen, müssten die bisher auf die zentrale Erzeugung und Versorgung der Kunden ausgerichteten IT-Prozesse erweitert werden. Laut rku.it helfen dabei zwei technische Neuerungen. Bei der Hardware könnten die momentan vorrangigen physischen Speichermedien durch schnelle Flash-Speicher ersetzt werden. Direkte Festplattenzugriffe seien dann kaum noch nötig und die Schreib-/Lese- sowie Zugriffsgeschwindigkeit erhöhe sich erheblich. Im Bereich Datenbanken gehe die Entwicklung weg von der zeilenorientierten Speicherung der Daten hin zur Spaltenorientierung. Dies verringere nicht nur die Größe der aufgenommenen Daten, sondern auch den Aufwand bei der Suche und Analyse.
Die IT-Branche habe dafür bereits Lösungen entwickelt. Ein Beispiel sei die Datenbanktechnologie SAP HANA. Mit ihrer In-Memory-Technologie, einem Datenbank-Management-System, das den Arbeitsspeicher als Datenspeicher nutzt, biete sie die benötigte Performance. Big Data in der Energiewirtschaft kann also kommen, so das Fazit von rku.it.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Informationstechnik

Stadtwerke Baden-Baden: Neue GIS-Plattform für alle Versorgungssparten

[10.07.2026] Die Stadtwerke Baden-Baden stellen ihre Geoinformations- und Netzsysteme schrittweise auf eine neue webbasierte Plattform um. Nach Angaben von VertiGIS soll damit eine integrierte Arbeitsumgebung für die Sparten Strom, Gas, Wasser und Fernwärme entstehen. mehr...

bericht

Mahnwesen: Lücke im SAP-System

[09.07.2026] Stadtwerke, die SAP im Mahnwesen einsetzen, müssen Mahngebühren manuell verbuchen. Das kostet wertvolle Arbeitszeit und birgt die Gefahr von Fehlbuchungen und Compliance-Risiken. Eine SAP-basierte Erweiterung automatisiert den Prozess und beseitigt diese Schwachstelle. mehr...

cortility: Einfacher Lieferantenwechsel

[08.07.2026] Der IT-Dienstleister cortility hat eine Software vorgestellt, die Energieversorger beim seit 2025 geltenden 24-Stunden-Lieferantenwechsel unterstützen soll. mehr...

dena: Data Spaces für die Energiewende

[02.07.2026] Rund 50 Akteure aus der Energie- und Digitalwirtschaft sprechen sich für den Aufbau von Data Spaces aus. Nach Angaben der Deutschen Energie-Agentur (dena) sollen standardisierte Datenräume den sicheren Datenaustausch erleichtern, die Energiewende unterstützen und die digitale Souveränität in Deutschland und Europa stärken. mehr...

Dresden: Energielotse überarbeitet

[30.06.2026] Dresden hat seinen Digitalen Energielotsen grundlegend überarbeitet und um neue Funktionen erweitert. Die Online-Plattform soll Bürgerinnen und Bürger bei Entscheidungen zu Heizung, Wärmeversorgung und Fördermitteln im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung unterstützen. mehr...

Mannheim: Kläranlage erhält digitales Prozessleitsystem

[26.06.2026] Die Mannheimer Kläranlage arbeitet künftig mit einem durchgängigen digitalen Prozessleitsystem. Die Modernisierung soll die Betriebssicherheit erhöhen, Ressourcen sparen und die Anlage auf strengere Vorgaben in der Wasserwirtschaft vorbereiten. mehr...

Advertorial: Das Zusammenspiel entscheidet

[25.06.2026] Stadtwerke stehen vor einer neuen Phase der Digitalisierung: Kundenerwartungen steigen, IT-Landschaften werden komplexer, Fachwissen geht verloren. Operative Handlungsfähigkeit zu erhalten und sich gleichzeitig zukunftsfähig aufzustellen, wird zur obersten Priorität. mehr...

deeeper.technology: Start von KI-Plattform

[24.06.2026] Das Unternehmen deeeper.technology hat mit den Deeeper Energy Maps eine KI-Plattform gestartet, die Energiedaten gebündelt auf einer interaktiven Karte darstellt. Die Lösung soll Projektentwicklern und Beratern die Standortbewertung deutlich erleichtern. mehr...

Kisters: Plattform für Steuerbarkeitstests

[23.06.2026] Netzbetreiber müssen jährlich die Steuerbarkeit von Erzeugungsanlagen prüfen und die Ergebnisse an die Übertragungsnetzbetreiber melden. Der Softwareanbieter Kisters hat seine Redispatch-2.0-Plattform dafür erweitert. mehr...

interview

Interview: Tief integrierte Systeme

[16.06.2026] Künstliche Intelligenz eröffnet neue Möglichkeiten für Automatisierung und effizientere Prozesse. Andreas Weber von Kraftwerk Software erklärt im Interview, warum KI erst dann ihr volles Potenzial entfaltet, wenn sie in die Systemarchitektur integriert ist. mehr...

FairEnergie: Umstieg auf Intense-Lösung

[09.06.2026] FairEnergie ersetzt seine bisherige SAP-IS-U-Landschaft durch die cloudbasierte Plattform TENTAC auf Basis von SAP S/4HANA Utilities. Der Reutlinger Versorger setzt dabei auf Standardprozesse und integrierte Abläufe, um Kosten zu senken und kundenbezogene Prozesse zu vereinfachen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

GISA: GASAG senkt Cloud-Kosten

[08.06.2026] Die GASAG hat ihre SAP-Systemlandschaft in der Microsoft-Azure-Cloud überarbeitet. Nach Angaben des IT-Dienstleisters GISA sanken dadurch die monatlichen Speicherkosten deutlich, während sich die Leistungsfähigkeit der Systeme erhöhte. mehr...

bericht

Energiemanagement: Cyber-Sicherheit beginnt im Haus

[04.06.2026] PV-Anlage, Batteriespeicher, Wärmepumpe und Wallbox kommunizieren über digitale Schnittstellen miteinander und mit der Außenwelt. Heim-Energiemanagementsysteme fungieren dabei als zentrale Schaltstelle. Doch mit der Vernetzung steigt auch die Angriffsfläche. mehr...

Berlin: Neues Konzept soll KRITIS schützen

[27.05.2026] Berlin verschärft den Schutz Kritischer Energieinfrastrukturen mit einem neuen TOP-Konzept aus technischen, organisatorischen und physischen Maßnahmen. Anlass sind Brandanschläge auf die Stromversorgung, die zuletzt ganze Stadtteile beeinträchtigten und nun umfangreiche Investitionen sowie neue Sicherheitsstandards auslösen. mehr...

SAP will digitale Souveränität stärken und investiert in sichere Cloudlösungen für den öffentlichen Sektor.

IBM/Natuvion: Cloud-Umstieg beschleunigen

[26.05.2026] Das zentrale SAP-ERP-System (SAP ECC) wird ab 2027 nicht mehr gewartet. Um Energieversorgern den Umstieg auf die Cloud-Plattform SAP S/4HANA Utilities zu erleichtern, haben IBM und Natuvion deshalb eine Zusammenarbeit vereinbart. mehr...