Freitag, 12. Juni 2026

Frankfurt am MainDemonstrationsanlage geht in Betrieb

[08.05.2014] In Frankfurt am Main ist die Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe offiziell ans Netz gegangen. Insgesamt 13 Unternehmen sind an dem bundesweit einzigartigen Projekt beteiligt.
Die Projektpartner haben gemeinsam in Beisein von mehreren Politikern eine Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe in Betrieb genommen.

Die Projektpartner haben gemeinsam in Beisein von mehreren Politikern eine Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe in Betrieb genommen.

(Bildquelle: Thüga)

Die Strom-zu-Gas-Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe hat gestern (7. Mai 2014) offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Die Anlage hat Ende vergangenen Jahres erstmalig Wasserstoff in das Frankfurter Gasverteilnetz eingespeist (17613+wir berichteten). Ende März 2014 erfolgte die technologische Abnahme durch die Projektpartner. Mit der Inbetriebnahme ist die Anlage laut Thüga bundesweit die erste, die in Wasserstoff umgewandelten Strom ins Gasverteilnetz einspeichert. „Gemeinsam mit der regenerativen Stromerzeugung und den intelligenten Netzen bilden Speicher das Rückgrat der Energiewende“, sagte die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke (Bündnis 90/Die Grünen) anlässlich der Inbetriebnahme auf dem Gelände der Frankfurter Mainova AG. „Ich freue mich, dass unsere vier beteiligten Unternehmen aus Rheinland-Pfalz hier auch für unser Bundesland wichtige Erfahrungen sammeln können.“ Neben der Thüga Aktiengesellschaft gehören noch zwölf weitere Unternehmen aus verschiedenen Bundesländern zu den Projektpartnern, darunter badenova, Mainova, die Gasversorgung Westerwald sowie die Energieversorgung Mittelrhein.
In der nun beginnenden dreijährigen Betriebsphase wird die Anlage laut Thüga am Regelenergiemarkt teilnehmen und negative Regelenergie bereitstellen: Befindet sich zu viel Strom im Netz, nimmt die Anlage den überschüssigen Strom auf und wandelt ihn in Wasserstoff um. Damit trage sie auch zur Stabilität des Stromnetzes bei. Unterstützung erhalten die Projektpartner von der Forschungsstelle des Deutschen Vereins für Gas- und Wasserfach (DVGW) und dem European Institute for Energy Research. Sie sollen die Dynamik der Anlage testen. Dazu werden kontinuierlich Parameter wie Regelgeschwindigkeit, Wirkungsgrad und eventuelle Abnutzungserscheinungen gemessen und analysiert. Außerdem entwickelt das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme eine Software für eine Echtzeit-Steuerung. Diese soll helfen, die Anlage in ein zunehmend intelligentes Energiesystem zu integrieren. „Wir wollen die Anlage so einbinden, dass sie von selbst die Unterschiede zwischen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Stromverbrauch ausgleicht“, erklärt Michael Riechel, Mitglied des Vorstands der Thüga Aktiengesellschaft. Angesichts der hohen zu speichernden Energievolumina hat die Strom-zu-Gas-Technologie laut Thüga eine große Bedeutung. So könnte der Speicherbedarf im Jahr 2020 bei 17 Terawattstunden und ab 2050 bereits bei 50 Terawattstunden liegen. Die kommunalen Gasverteilnetze könnten diese Mengen komplett aufnehmen. Damit die Strom-zu-Gas-Speichertechnologie ihr volles Potenzial entfalten und Marktreife erreichen könne, bedürfe es aber weiterhin zeitlich begrenzter Anschubfinanzierung in Form staatlicher Investitionszuschüsse. Die Demonstrationsanlage der Thüga-Gruppe wird vom hessischen Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz gefördert.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Energiespeicher
bericht

Energiespeicherung: Großspeicher für Kohlerevier

[11.06.2026] Wie Speicher zum Strukturwandel beitragen können, zeigt ein Projekt, welches das Unternehmen Voltfang innerhalb von nur zwölf Monaten im ehemaligen Kohlerevier Alsdorf realisiert hat. Der Speicher ist wirtschaftlich rentabel und entlastet gleichzeitig das Netz. mehr...

VKU: Ausbau von Großbatteriespeichern gewinnt an Dynamik

[11.06.2026] Kommunale Energieversorger treiben den Ausbau von Großbatteriespeichern voran. Eine VKU-Umfrage zeigt hohe Investitionsbereitschaft, zugleich fordert der Verband bessere Rahmenbedingungen für den weiteren Hochlauf. mehr...

Luftaufnahme einer ländlich geprägten Landschaft mit Feldern, Windkraftanlagen und einem Umspannwerk. In die Aufnahme ist eine Visualisierung eines großflächigen Batteriespeichers eingebettet: Mehrere Reihen von Speichercontainern und technische Anlagen sind auf zwei Arealen dargestellt, die über Straßen miteinander verbunden sind. Das Bild zeigt die geplante Integration eines Batterie-Großspeichers in die bestehende Energieinfrastruktur zur Speicherung und Bereitstellung von erneuerbar erzeugtem Strom.

Next Kraftwerke / Eco Stor: Vertrag für Großbatteriespeicher in Förderstedt

[03.06.2026] Für ein Batteriespeicherprojekt in Sachsen-Anhalt haben Next Kraftwerke und Eco Stor eine langfristige Vermarktungsvereinbarung abgeschlossen. Die Anlage soll nach ihrer vollständigen Inbetriebnahme eine Leistung von 300 Megawatt erreichen. mehr...

Tauber Energy: Bau eines Batteriespeicher in Wertheim

[28.05.2026] Ein Batteriespeicher zur Stabilisierung des Netzes entsteht zur Zeit in Wertheim. Die Anlage von Tauber Energy hat eine Anschlussleistung von über 15 Megawatt. mehr...

Trianel: Batteriepark hat letzte Genehmigungen erhalten

[21.05.2026] Der geplante Batteriepark in Waltrop hat die letzten Genehmigungen für einen 900-MW-Großspeicher erhalten. Das Milliardenprojekt der Partner Trianel, Luxcara und BKW rückt damit näher an den Baustart, stößt aber auf Unsicherheit durch die Debatte um Netzentgelte für Speicher. mehr...

Batteriespeicheranlage von INTILION in Halle (Saale) mit mehreren weißen Technikcontainern auf einem Betonfundament unter freiem Himmel

Furo: Softwareplattform für Batteriespeicher

[19.05.2026] Das Münchner Softwareunternehmen Furo bringt eine Plattform auf den Markt, die Planung, Echtzeitsteuerung und Energiehandel für Batteriespeicher in einem System vereint. Die Lösung soll Industrieunternehmen helfen, Speicher ab 150 kW deutlich wirtschaftlicher zu betreiben und schneller zu amortisieren. mehr...

BayWa r.e.: Übernahme von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem

[13.05.2026] BayWa r.e. übernimmt den Betrieb von Deutschlands größtem Batteriespeichersystem in Alfeld mit 137 MW Leistung und 282 MWh Kapazität. Der Vertrag mit dem dänischen Investor Scale Fund markiert für das Unternehmen den Einstieg in den Betrieb eigenständiger Großspeicher und zeigt die wachsende Bedeutung solcher Anlagen für die Netzstabilität. mehr...

Trianel: Greentech nimmt Batteriegroßspeicher in Betrieb

[12.05.2026] greentech hat für Trianel in Groß Laasch einen netzgekoppelten Batteriegroßspeicher mit 27 MWh Kapazität in Betrieb genommen. Die Anlage kombiniert Photovoltaik und Speicher an einem gemeinsamen Netzanschluss und soll die Netzstabilität erhöhen. mehr...

NTT DATA: E-Autos als mobile Stromspeicher

[08.05.2026] Bidirektionales Laden macht Elektroautos zu mobilen Stromspeichern für Haushalte, Unternehmen und Stromnetze. Nach Einschätzung von NTT DATA könnte die Technik Kommunen helfen, Netze zu stabilisieren, Energiekosten zu senken und die Energiewende schneller voranzutreiben. mehr...

BSW-Solar: Markt für stationäre Batteriespeicher wächst

[07.05.2026] Deutschlands Markt für stationäre Batteriespeicher wächst so stark wie nie zuvor: Im ersten Quartal kamen mehr als zwei Gigawattstunden neue Kapazität hinzu. Der Rekordzubau verschärft die Debatte um die künftige Stromversorgung, weil Speicher bei Netzstabilität und Kraftwerksplanung eine immer größere Rolle spielen. mehr...

Luftaufnahme eines großen Kraftwerks im Industriehafen von Bremen: Mehrere Industriegebäude mit einem sehr hohen, zentralen Schornstein dominieren das Gelände. Das Kraftwerk liegt direkt am Wasser, an dessen Ufer Schiffe und Lastkähne angelegt sind. Im Hintergrund erstrecken sich weitere Hafenanlagen, Lagerflächen und vereinzelte Windkraftanlagen unter einem leicht bewölkten Himmel.

Bremen: Batteriespeicher im Hafen geplant

[04.05.2026] In Bremen soll ein großer Batteriespeicher entstehen. Das Projekt ist auf dem Gelände eines ehemaligen Kohlekraftwerks im Industriehafen geplant und soll bis Anfang 2028 fertig sein. mehr...

Kaiserslautern: Photovoltaikanlagen erhalten Batteriespeicher

[04.05.2026] Kaiserslautern rüstet mehrere städtische Gebäude mit Batteriespeichern für bestehende Photovoltaikanlagen aus. Die zusätzlichen Speicher sollen den Eigenverbrauch deutlich steigern, Energiekosten senken und sind Teil eines größeren kommunalen Klimaschutzprogramms. mehr...

Vorderansicht eines kleinen, weißen Technikgebäudes des Quartierspeichers mit flachem Dach und verglaster Doppeltür. Im Inneren sind mehrere gelbe technische Geräte und Kabelinstallationen sichtbar. Das Gebäude steht auf einer Grünfläche zwischen Wohnhäusern und Bäumen.

Studie: Hürden für Quartierspeicher

[29.04.2026] Ein Forschungsprojekt unter Leitung der TH Köln hat untersucht, wie gemeinschaftliche Batteriespeicher in Neubaugebieten genutzt werden können. Nach Angaben der Hochschule ist der technische Betrieb möglich. Neue gesetzliche Vorgaben erschwerten jedoch die Wirtschaftlichkeit solcher Anlagen. mehr...

Sachsen-Anhalt: Neues Umspannwerk mit Großspeicher

[29.04.2026] In Klostermansfeld soll ein neues 380-Kilovolt-Umspannwerk mit angeschlossenem Batteriespeicher entstehen. Nach Angaben von WT Energiesysteme ist der Baustart für Anfang 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für Ende 2028. mehr...

Wilhelmshaven: Bau von Batteriespeicher begonnen

[22.04.2026] In Wilhelmshaven hat der Bau eines Batteriespeichers mit 50 MW Leistung und 100 MWh Kapazität begonnen. Das Projekt von Uniper und NGEN soll das Stromnetz stabilisieren und die Integration erneuerbarer Energien voranbringen. mehr...