Horb am NeckarDie Schöpfung bewahren
Den Titel Energiekommune hat die Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) jetzt der Stadt Horb am Neckar verliehen. „Das Beispiel Horb am Neckar zeigt, dass auch Kirchen eine wichtige Rolle bei der lokalen Energiewende spielen können“, erklärt Nils Boenigk, stellvertretender Geschäftsführer der AEE. „Als Institutionen in der Mitte der Gesellschaft können sie für gesellschaftlichen Rückhalt sorgen.“ Die Ökumenische Energiegenossenschaft Horb setzt sich laut AEE seit dem Jahr 2010 für den Ausbau der erneuerbaren Energien in der baden-württembergischen Kommune ein. Sie errichtet und betreibt Photovoltaikanlagen. „Motivation für unsere Mitglieder ist der Erhalt der Umwelt und die Entwicklung einer gerechteren Welt“, erklärt Vorstandsmitglied Johannes Mayer. „Angesichts des Klimawandels werden Investitionen im Bereich der regenerativen Energien dringend benötigt.“ Das Hauptziel der Ökumenischen Energiegenossenschaft Horb liege darin, gemeinsam mit Bürgern, Kirchen, Kommunen, Unternehmen und Institutionen, lokale und regionale Energieprojekte zu realisieren. Hintergrund dafür sei die christliche Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung. Ein Teil der durch die Erneuerbare-Energien-Anlagen erwirtschafteten Erlöse fließe zudem in Energieprojekte der Eine-Welt-Arbeit, die sich in Entwicklungsländern engagiert. Laut der Meldung haben sich im Jahr der Gründung der ökumenischen Energiegenossenschaft auch die Stadtvertreter dafür entschieden, Horb bis zum Jahr 2050 zu einer klimaneutralen Stadt zu entwickeln. Bis zum Jahr 2020 soll die CO2-Bilanz in der Kommune um mindestens 40 Prozent gesenkt werden.
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