HamburgDigitaler Wasserstoffmarktplatz veröffentlicht

Sämtliche Projekte sowie relevante Infrastrukturen wie Verteilnetze stellt das System georeferenziert dar.
(Bildquelle: Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH/Localiser RLI GmbH)
Ein digitaler Marktplatz soll Angebot und Nachfrage in der Wasserstoffwirtschaft der Metropolregion Hamburg gezielt zusammenführen. Wie die Hamburger Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation sowie das Unternehmen Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH) mitteilen, hat das Unternehmen gemeinsam mit dem Berliner IT-Unternehmen Localiser RLI eine entsprechende Plattform entwickelt und nun veröffentlicht.
Der Marktplatz steht nicht nur den mehr als 300 Mitgliedern des Branchennetzwerks offen, sondern auch weiteren Unternehmen aus Industrie und Energiewirtschaft im In- und Ausland. Er funktioniert als Suche- und Biete-Plattform, auf der Produzenten und Abnehmer von Wasserstoff und dessen Derivaten ebenso zusammenfinden wie Anbieter von Produkten und Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Ziel ist es, Lücken zwischen Erzeugung, Transport, Infrastruktur und Anwendung zu schließen und Projekte schneller in die Umsetzung zu bringen.
Nutzer können bestehende Angebote einsehen, direkt Kontakt aufnehmen oder eigene Einträge veröffentlichen. Anmeldung und Nutzung sind kostenfrei. Sämtliche Projekte sowie relevante Infrastrukturen wie Verteilnetze stellt das System georeferenziert dar. Dadurch lassen sich Standorte präzise erfassen und Partnerschaften auch räumlich gezielt anbahnen.
Die Qualität der Einträge sichern die Beteiligten selbst. Statt einer zentralen Prüfung validieren sich die registrierten Unternehmen gegenseitig. Ergänzend generiert die Plattform automatisierte Matchmaking-Vorschläge auf Basis der hinterlegten Bedarfe und Angebote.
Hamburgs Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard sieht darin einen Schritt vom Einzelprojekt zum vernetzten Ökosystem: „Wasserstoff ist der Schlüssel zur klimaneutralen Industrie – aber nur, wenn aus einzelnen Projekten ein starkes Netzwerk wird.“ Der digitale Marktplatz bringe Angebot und Nachfrage auf einer gemeinsamen Plattform zusammen und stärke so die Metropolregion als Modellraum für die Wasserstoffwirtschaft.
Localiser RLI hatte 2022 gemeinsam mit den Ländern Berlin und Brandenburg den ersten digitalen Wasserstoffmarktplatz gestartet und das System seither ausgebaut. Nach Angaben des Unternehmens ist das Tool inzwischen in 13 europäischen Ländern verfügbar. Mit der Hamburger Plattform soll nun auch im Norden ein eng verzahntes Wasserstoff-Ökosystem entstehen.
Hamburg: tesa stellt auf grünen Wasserstoff um
[07.04.2026] tesa rüstet seine Produktion in Hamburg auf grünen Wasserstoff um und erhält dafür öffentliche Förderung. Der Anschluss an das Wasserstoffnetz HH-WIN ab 2027 markiert einen konkreten Schritt hin zur klimaneutralen Industrie. mehr...
Hamburger Energienetze: Tunnelvortrieb für Wasserstoffleitung
[30.03.2026] Hamburger Energienetze errichten einen 106 Meter langen Tunnelvortrieb unter der Hafenbahn, um eine Wasserstoffleitung zu verlegen. Das Projekt sichert den ungestörten Güterverkehr und schafft die Grundlage für die klimaneutrale Versorgung zentraler Industriestandorte ab 2027. mehr...
Saarland: PACT-H2 erhält Millionen-Förderung
[26.03.2026] Das grenzüberschreitende Wasserstoffprojekt PACT-H2 erhält rund drei Millionen Euro Förderung von der Europäischen Union. Das Vorhaben soll den Aufbau einer gemeinsamen Wasserstoffwirtschaft in der Großregion koordinieren und die Akzeptanz in der Bevölkerung stärken. mehr...
Entega: Land Hessen fördert Wasserstoffanlage
[16.03.2026] Für den Aufbau einer Wasserstoffproduktion auf dem Gelände des Darmstädter Müllheizkraftwerks erhält Entega rund 1,65 Millionen Euro vom Land Hessen. Die Förderung stammt aus EU-Strukturmitteln und wird über die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen abgewickelt. mehr...
Koblenz: evm prüft Wasserstoff im Gasnetz
[12.03.2026] Die evm hat in Koblenz untersucht, ob die bestehenden Gasnetze für die Nutzung von Wasserstoff geeignet sind. Das Pilotprojekt lief eineinhalb Jahre. Die Ergebnisse sollen als Grundlage für künftige Entscheidungen über den Umbau der Gasversorgung dienen. mehr...
Saarland: ZeMA übernimmt Wasserstoffinfrastruktur von Bosch
[05.03.2026] Das ZeMA – Zentrum für Mechatronik und Automatisierungstechnik übernimmt die Wasserstoff-Infrastruktur von Robert Bosch in Homburg für Forschungszwecke. Damit startet das Land das 22,5-Millionen-Euro-Projekt HyCATT und schafft die Basis für praxisnahe Tests entlang der gesamten H2-Wertschöpfungskette. mehr...
ZSW/Holst Centre: Projekt entwickelt AEM-Elektrolyseure
[25.02.2026] ZSW und Holst Centre entwickeln im Projekt genAEMStack einen kosteneffizienten, großskalierbaren AEM-Elektrolyse-Stack für die Wasserstoffproduktion. Das Vorhaben soll Europas technologische Unabhängigkeit stärken und die industrielle Wertschöpfung in Baden-Württemberg und Noord-Brabant ausbauen. mehr...
Baden-Württemberg: Land stellt 50 Millionen Euro für Elektrolyseure bereit
[25.02.2026] Baden-Württemberg startet die zweite Runde seines Förderprogramms für Elektrolyseure und stellt weitere 50 Millionen Euro für die regionale Wasserstofferzeugung bereit. Das Umweltministerium reagiert damit auch auf fehlende Vorgaben des Bundes und will den Aufbau lokaler Wasserstoff-Hubs beschleunigen. mehr...
BDEW/Capgemini: Studie zum Wasserstoff-Hochlauf vorgestellt
[12.02.2026] Eine Studie von BDEW und Capgemini warnt vor einem Stillstand beim Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft in Deutschland. Regulatorische Vorgaben, fehlende Absicherung und hohe Investitionsrisiken entlang der gesamten Wertschöpfungskette verhindern bislang belastbare Investitionsentscheidungen. mehr...
GET H2: Karte zum Wasserstoffhochlauf veröffentlicht
[10.02.2026] Die Wasserstoffinitiative GET H2 hat ihren Webauftritt erneuert und zeigt erstmals eine interaktive Karte mit 30 realen Wasserstoffprojekten entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die Übersicht macht sichtbar, wie weit der Wasserstoffhochlauf in Deutschland bereits vorangekommen ist und warum belastbare Projekte jetzt den Unterschied machen. mehr...
Aachen: Grenzprojekt für Wasserstoff startet
[02.02.2026] Ein neues Projekt soll Unternehmen dabei unterstützen, auf klimafreundliche Energie umzusteigen. Dafür arbeiten Partner aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden zusammen. Im Mittelpunkt steht der Aufbau einer grenzüberschreitenden Wasserstoffwirtschaft. mehr...
Sachsen: Fortsetzung der zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle
[12.01.2026] Sachsen setzt die Arbeit seiner zentralen Wasserstoff-Anlaufstelle fort und beauftragt die bisherige Trägergemeinschaft erneut. Damit soll der Aufbau einer durchgängigen Wasserstoffwirtschaft bis 2030 weiter unterstützt werden. mehr...
Stuttgart: Hub erhält vierten Elektrolyseur
[22.12.2025] Der Green Hydrogen Hub Stuttgart soll um einen vierten Elektrolyseur erweitert werden. Dadurch steigt die geplante Elektrolyseleistung der Anlage im Endausbau von neun auf zwölf Megawatt. mehr...
Hamburger Energienetze: Einspeiseanlage geht in Realisierungsphase
[08.12.2025] Die Hamburger Energienetze starten die Realisierungsphase für die Einspeiseanlage des künftigen Großelektrolyseurs in Moorburg. Ab 2027 soll grüner Wasserstoff aus dem Hamburg Green Hydrogen Hub in das Industrie-Netz HH-WIN fließen. mehr...














