Baden-WürttembergE-mobiler im ländlichen Raum

20 Modellkommunen haben beim baden-württembergischen Ideenwettbewerb zur Elektromobilität im ländlichen Raum überzeugt und werden bei ihren Projekten unterstützt.
(Bildquelle: Kurt F. Domnik/pixelio.de)
Der baden-württembergische Minister für Ländlichen Raum, Alexander Bonde, hat jetzt die Förderbescheide an die 20 Gewinner eines Ideenwettbewerbs zur Elektromobilität überreicht. Wie das baden-württembergische Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz mitteilt, sollten im Rahmen des Wettbewerbs Vorschläge für Modellprojekte eingereicht werden, um die Möglichkeiten des elektromobilen Einsatzes in ländlichen Gemeinden auszuloten. Dabei seien alle Lebensbereiche in Kommunen in Frage gekommen, beispielsweise die Sicherstellung der Grund- und Nahrungsversorgung, die medizinische Versorgung oder der öffentliche Verkehr. Vorausgesetzt wurde, dass der Strom für die E-Fahrzeuge aus regenerativen Quellen stammt, die Bürgerschaft umfassend eingebunden und das örtliche Handwerk am Aufbau elektromobiler Infrastrukturen angemessen beteiligt werden. Die ausgewählten Modellprojekte werden mit einem Betrag von bis zu 100.000 Euro, interkommunale Projekte mit bis zu 150.000 Euro gefördert.
„Ich freue mich, dass der Ideenwettbewerb Elektromobilität Ländlicher Raum auf eine so große Resonanz gestoßen ist und über 30 Förderanträge von ländlich geprägten Städten und Gemeinden mit ausgesprochen innovativen und originellen Projektvorschlägen bei uns eingereicht worden sind“, so Bonde. „Die Projekte zeigen, dass E-Mobilität moderne und nachhaltige Verkehrskonzepte ermöglicht, die den ländlichen Raum auch in Zukunft stark halten können. Die Beispiele reichen von elektrischen Bürgerbussen und Ruftaxis für den Transport von älteren Menschen und Schülern über touristisch ausgerichtete Car-Sharing-Projekte bis hin zu intelligent verknüpften Verkehrskonzepten unter Einsatz von Elektrofahrrädern und Elektroautos. Besonders positiv ist, dass viele Projekte ehrenamtlich ausgerichtet sind, eine umfassende Bürgerbeteiligung sicherstellen und Kooperationen mit Nachbargemeinden vorsehen.“ Das Ministerium und e-mobil BW werden den Modellkommunen auch bei der praktischen Durchführung ihrer Projekte zur Seite stehen, heißt es in der Pressemitteilung weiter. So werde das Ministerium für die gesamte Projektlaufzeit einen Fachmann mit der Begleitung und Qualitätssicherung aller Modellprojekte beauftragen.
Einen Förderbescheid erhalten haben Baiersbronn, Berkheim, Boxberg, Ebhausen, Frittlingen, Geislingen, Igersheim, Ingelfingen, Malsch, Neuenburg am Rhein, Niedereschach, Offenburg, Reute, Schönau im Schwarzwald und Wolpertshausen sowie die Stadtwerke Aalen. Ebenfalls gefördert werden die Gemeinschaftsprojekte der großen Kreisstadt Calw mit der Gemeinde Oberreichbach, der Hochschwarzwald Tourismus GmbH mit dem Zweckverband Hochschwarzwald, der Gemeinden Sulzfeld und Zaisenhausen sowie ein Vorhaben der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald.
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