Freitag, 14. August 2026

StudieHöherer Energiebedarf, weniger CO2

[27.01.2015] Der weltweite Hunger nach Energie bleibt ungestillt: Bis zum Jahr 2040 wächst der Bedarf um 35 Prozent. Dennoch könnten sich die CO2-Emissionen allmählich verringern, so das Ergebnis einer Studie des ExxonMobil-Konzerns.
Shanghai: Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum wächst der Energiebedarf.

Shanghai: Vor allem im asiatisch-pazifischen Raum wächst der Energiebedarf.

(Bildquelle: creativ collection Verlag)

Der weltweite Energiebedarf wird bis zum Jahr 2040 um 35 Prozent steigen. Entscheidenden Einfluss auf den gestiegenen Bedarf haben die deutliche Zunahme der Weltbevölkerung um zwei Milliarden Menschen, das Erstarken der Mittelschicht und ein kräftiges Wirtschaftswachstum in den Schwellenländern. Zu diesem Schluss kommt der Mineralölkonzern ExxonMobil in seiner aktuellen Studie „Outlook for Energy“. Demnach werden die fossilen Energieträger im Jahr 2040 etwa drei Viertel der weltweiten Nachfrage decken. Gleichzeitig würde sich die Nachfrage allmählich zugunsten von Energieträgern mit geringerem Kohlenstoffgehalt verschieben. Zusammen mit der verbesserten Energieeffizienz führe das langfristig zu zurückgehenden CO2-Emissionen. Laut ExxonMobil werden alle Volkswirtschaften Energie erheblich effizienter nutzen. Die Prognose geht davon aus, dass ohne Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz der Energiebedarf zwischen den Jahren 2010 und 2040 statt um 35 Prozent um etwa 140 Prozent ansteigen würde.

Nachfrage aus Asien steigt

Unter den erneuerbaren Energien sind es Windkraft, Photovoltaik und Biokraftstoffe, die am schnellsten zulegen. Pro Jahr rechnet die Prognose mit einem Zuwachs um durchschnittlich sechs Prozent. Ihr Anteil am weltweiten Energieaufkommen werde aber auch im Jahr 2040 erst knapp vier Prozent erreichen. Rechne man Biomasse, Wasserkraft und Geothermie hinzu, würden alle erneuerbaren Energien zusammen rund 15 Prozent der Nachfrage decken. Kernkraft wird ihren Anteil am Strommix bis zum Jahr 2040 fast verdoppeln, Erdgas wird um 65 Prozent wachsen. Als Ursache hierfür nennt die Studie die gestiegene Energienachfrage aus dem asiatisch-pazifischen Raum – vor allem aus China.
Mit der Studie „Outlook for Energy“ analysiert ExxonMobil Angebot und Nachfrage von 20 verschiedenen Energieträgern in 100 Ländern. Die Prognose betrachtet auf langfristige Sicht die weltweite Entwicklung in 15 Verbrauchssektoren.



Stichwörter: Klimaschutz, ExxonMobil, Politik


Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...

Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award

[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...