Stadtwerke Ulm/Neu-UlmKein neuer Pumpspeicher
Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm hat jetzt beschlossen, den geplanten Bau eines Pumpspeicherkraftwerks im Blautal aufzugeben. Wie die Stadtwerke mitteilen, ist der Verzicht mit dem Partnerunternehmen Eduard Merkle aus Blaubeuren abgestimmt. Die Firma Merkle hätte ihren Steinbruch als Unterbecken in das Vorhaben eingebracht, jetzt soll der Steinbruch weiterhin für den Kalksteinabbau genutzt werden. SWU-Geschäftsführer Klaus Eder begründet den Projektausstieg wie folgt: „Das Geschäftsmodell Pumpspeicherkraftwerk wurde von der negativen Entwicklung auf dem Stromerzeugungsmarkt überholt.“ Die anhaltend niedrigen Erlöse für erzeugten Strom ließen nicht erwarten, dass das Pumpspeicherkraftwerk die Baukosten wieder hereinspiele und sich die Anlage tragen könne. Dies sei das Ergebnis einer intensiven Neubewertung des Vorhabens. Dabei konnten in den rund zehn Projektjahren ab dem Jahr 2004 wichtige Etappenziele erreicht werden. Es liegt nicht nur die raumordnerische Beurteilung und ein Gutachten zur Geologie und zum Grundwasserhaushalt vor, sondern ebenso eine ökologische Kartierung für das komplette Projektgebiet zwischen Unter- und Oberbecken. Auch die Planung für den Genehmigungsantrag sei fertig. Zudem hatten die Stadtwerke von Beginn an eine aktive Informationspolitik betrieben. Der erste Infoabend habe bereits im Jahr 2005 stattgefunden. Seit dem Jahr 2011 habe das Freiburger Öko-Institut den Bürgerdialog begleitet. Eder sagt: „Wir sind weit gekommen. Insofern ist es schade um das Vorhaben, zumal es grundsätzlich sinnvoll bleibt, regionale Speicher für Strom aus erneuerbaren Energien bereitzustellen.“
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