Montag, 7. September 2026

SalzgitterKlimafreundlich gestalten

[26.06.2013] Die Stadt Salzgitter plant, gemeinsam mit den Bürgern ein kommunales Klimaschutzkonzept zu erarbeiten. Neben unterschiedlichen Workshops ist die Internet-Plattform KlimaschutSZ-Monitor ein wichtiger Teil des Projekts.
Salzgitter Bürger können sich in Workshops und via Internet an der Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts beteiligen.

Salzgitter Bürger können sich in Workshops und via Internet an der Erarbeitung eines kommunalen Klimaschutzkonzepts beteiligen.

(Bildquelle: Stadt Salzgitter)

Salzgitter Bürger können sich vielseitig an der Gestaltung des kommunalen Klimaschutzkonzepts beteiligen. Eine wichtige Rolle spielt dabei der so genannte KlimaschutSZ-Monitor, meldet die niedersächsische Stadt. Die Online-Plattform zeige den Bürgern Wege, wie Energie gespart, Kosten gesenkt und der Klimaschutz verbessert werden könne. Die Teilnahme sei kostenlos. „Wir wollen wissen, wie es für die Salzgitteraner ist, klimafreundlich zu leben und hoffen auf eine rege Beteiligung der Bürger, um dann Anregungen für Verbesserungen zu erhalten“, so Michael Buntfusz, Fachgebietsleiter Umwelt in Salzgitter. Die Bürger können sich online anmelden, heißt es in der Meldung. Nach Erhalt der Zugangsdaten können sie dann aus rund 50 Klimaschutz-Tipps fünf für sie passende auswählen. Die Bereiche umfassen Ernährung, Konsum, Mobilität, Strom und Heizung. „Zwei Wochen lang testen die Bürger dann die von ihnen ausgewählten Bereiche“, erklärt Helen Meyn, Mitarbeiterin im Fachgebiet Umwelt. Wie die Stadt mitteilt, beantworten die Bürger nach zwei Wochen fünf Fragen zu ihren Erfahrungen, die anonym ausgewertet werden. Der Teilnahmezeitpunkt könne ab sofort bis zum 25. August 2013 individuell festgelegt werden. Zusätzlich biete der KlimaschutSZ-Monitor allen Nutzern die Möglichkeit, ihre Energieverbräuche zu erfassen und zu kontrollieren. Sämtliche Funktionen können über den Aktionszeitraum hinaus mindestens bis zum Jahresende genutzt werden.
Der weitere Fahrplan für das Salzgitter Klimaschutzkonzept sieht laut der Pressemitteilung nach den Sommerferien zwei Ideen-Workshops sowie eine Energiewoche vor. Den Auftakt zur Öffentlichkeitsbeteiligung habe bereits ein Workshop zur künftigen Energieversorgung der Kommune gebildet. „Ein Schwerpunkt soll die Sanierung des Gebäudebestands sein. Der Bereich Solarwärme und Solarstrom soll stärker von uns berücksichtigt werden. Die Windenergie soll maßvoll ausgebaut werden“, fasst Michael Buntfusz die Ergebnisse zusammen. Ende des Jahres wollen die Verantwortlichen eine erste Bilanz der Öffentlichkeitsbeteiligung ziehen und dann mit den Bürgern in einem Maßnahmen-Workshop konkrete Projekte entwickeln.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Stadtwerke Osnabrück: Nachhaltigkeitsbericht erstellt

[07.09.2026] Die Stadtwerke Osnabrück haben ihren ersten konzernweiten Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-Logik digital erstellt. Eine PowerApp und ein Power-BI-Dashboard bündeln dafür Nachhaltigkeits- und Emissionsdaten und sollen die Transformation steuerbar machen. mehr...

bericht

Nachhaltige Wirtschaftsflächen: Vom Standort zur passenden Strategie

[02.09.2026] Eine Typologie mit sechs Kategorien zeigt, welche Nachhaltigkeitsmaßnahmen zu Gewerbe- und Industriegebieten passen. Die Systematik soll Kommunen helfen, Flächennutzung, Klimaanpassung, Energie und Mobilität schon früh standortgerecht zu planen. mehr...

Braunschweig: Projekt als Klima-Leuchtturm ausgezeichnet

[31.08.2026] Braunschweig erhält für das Beteiligungsprojekt COABS erneut den Preis „Klima-Leuchtturm“. Das Projekt entwickelte mit Wissenschaft, Verwaltung und Stadtgesellschaft konkrete Bausteine für die kommunale Klimaanpassung. mehr...

Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen: Elf Kommunen erhalten Auszeichnung

[27.08.2026] Elf Kommunen sind beim Wettbewerb „Klima kommunal“ 2026 für Projekte zum Klimaschutz und zur Klimaanpassung ausgezeichnet worden. Darunter finden sich auch Vorhaben mit Bezug zu Energieversorgung, Wärme und kommunalen Liegenschaften. mehr...

Photovoltaikanlage auf dem Dach des Stuttgarter Rathauses mit Blick über die Innenstadt. Am Horizont ist der Stuttgarter Fernsehturm erkennbar.
bericht

Stuttgart: Klimaziele nicht erreichbar

[17.08.2026] Stuttgart hat seine Treibhausgasemissionen seit 1990 deutlich reduziert. Für das Ziel, bis 2035 klimaneutral zu werden, reicht das bisherige Tempo jedoch nicht aus. Das geht aus dem neuen Bericht zur Gesamtstädtischen Klimastrategie hervor. Besonders kritisch bewertet die Stadt die Entwicklung im Wärmesektor. mehr...

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...