Freitag, 14. August 2026

BonnKlimaneutraler Fuhrpark

[10.11.2021] Bei dem Ziel, in Bonn bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen, wurde eine wichtige Etappe erreicht: Der Fuhrpark der Bonner Stadtreinigung hat seine Treibhausgasemissionen für das Jahr 2020 jetzt vollständig ausgeglichen.

Die Treibhausgasemissionen, die der Fuhrpark der Stadtreinigung bonnorange verursacht, wurden jetzt für das Jahr 2020 vollständig ausgeglichen. Damit ist eine Zwischenetappe bei der Verfolgung des Ziels, Bonn bis spätestens 2035 klimaneutral zu machen, erreicht. Wie die Stadt berichtet, hat bei bonnorange der Fuhrpark mit über 70 Prozent den höchsten Anteil an Treibhausgasemissionen, weshalb das städtische Unternehmen an der Umstellung auf alternative Antriebe arbeite. „Dank einer ersten Förderzusage haben wir uns bereits Mittel sichern können, um die ersten acht elektrisch angetriebenen Fahrzeuge der Klasse N1 für die Stadtreinigung zu beschaffen“, sagt Richard Münz, stellvertretender Vorsitzender von bonnorange. Aussagen der Stadt zufolge leistet bonnorange ihren Beitrag zu den Klimaschutzzielen, indem sie die berechneten Treibhausgasemissionen im Bereich der Kraftstoffverbräuche der Fahrzeugflotte ausgleicht. Dies geschehe, solange eine vollständige Umstellung des Fuhrparks auf alternative Antriebe bei wirtschaftlicher Darstellbarkeit, um weiterhin sozialverträgliche Gebühren zu gewährleisten, noch nicht möglich sei. Rund 2.300 Tonnen CO2-Äquivalente habe der Benzin- und Dieselverbrauch der Fahrzeuge von bonnorange im Jahr 2020 verursacht. „Ein nachhaltiger Umbau unserer Fahrzeugflotte dauert mehrere Jahre“, gibt Richard Münz zu bedenken. „Mit dem Ausgleich unserer Treibhausgasemissionen setzen wir aber schon jetzt ein klares Bekenntnis zum klimaneutralen Bonn bis 2035.“

Ausgleich durch Klimaschutzmaßnahmen

Laut der Stadt Bonn werden die Treibhausgasemissionen durch die Unterstützung von drei hochwertigen Klimaschutzmaßnahmen ausgeglichen. Ein Teil fließe über Moor Futures in die Renaturierung des Königsmoores in Schleswig-Holstein. Durch Vernässung werde das Hochmoor wieder in seinen ursprünglichen Zustand gebracht, sodass CO2 gebunden wird. Langfristig könne sich hier wieder eine typische Vegetation bilden und zur Artenvielfalt beitragen. Dass der Moorbodenschutz einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten kann, zeige auch die kürzlich unterzeichnete Bund-Länder-Zielvereinbarung, wodurch bis zum Jahr 2030 jährliche Treibhausgasemissionen aus Moorböden um fünf Millionen Tonnen CO2-Äquivalente reduziert werden sollen.
Die weiteren Maßnahmen entsprechen dem international anerkannten Gold Standard. Es handele sich um ein Klimaschutzprojekt in Rumänien, bei dem das Recycling von gebrauchten PET-Flaschen und anderen Plastikabfällen gefördert werde. Das daraus gewonnene Rezyklat werde anschließend zum Beispiel in der Verpackungsindustrie oder für Dämmstoffe im Bausektor wiederverwendet. Hierdurch werden Ressourcen geschont und das Klima weniger belastet. Die dritte geförderte Klimaschutzmaßnahme diene der Unterstützung des Baus eines Windparks in Izmir in der Türkei, der erneuerbaren Strom liefert. bonnorange beabsichtige den Ausgleich der Treibhausgasemissionen jährlich fortzusetzen, bis die Flotte auf klimaneutrale Antriebe umgestellt sei.





Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Energie-Kommune: Tangerhütte setzt auf Erneuerbaren-Mix

[11.08.2026] In Tangerhütte sind bereits Anlagen zur Gewinnung von Strom aus erneuerbaren Energien mit einer Leistung von rund 261 Megawatt installiert. Es sind weitere Wind- und Solarprojekte geplant. Zugleich arbeitet die Stadt an einer nachhaltigen Wärmeversorgung und setzt auf einen großen neuen Batteriespeicher. mehr...

Nürnberg: Maßnahmen zur Klimaneutralität bis 2035 vorgestellt

[05.08.2026] Die Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg baut ihre Eigenenergieerzeugung und Energieeffizienz aus, um bis 2035 klimaneutral zu werden. Ein Sachstandsbericht zeigt, welche technischen Maßnahmen bereits wirken und welche Projekte als Nächstes folgen. mehr...

Westmittelfranken: Vier Kreise legen Energienutzungspläne vor

[03.08.2026] Vier Landkreise in Westmittelfranken haben digitale Energienutzungspläne bis 2040 vorgestellt. Die Analysen zeigen, warum für die Energiewende künftig nicht mehr Jahresbilanzen, sondern das zeitliche Zusammenspiel von Erzeugung, Verbrauch, Netzen und Speichern entscheidend ist. mehr...

bericht

Baden-Württemberg: Klima-Impulse aus dem Süden

[23.07.2026] Vier Kommunen in Baden-Württemberg haben sich auf den Weg gemacht, Klimaneutralität bis 2035 zu erreichen – fünf Jahre früher als vorgeschrieben. Sie verfolgen bewusst unterschiedliche Schwerpunkte. Viele Ansätze lassen sich auf andere Kommunen übertragen. mehr...

Tübingen: Stadt will Klimaschutzprogramm fortsetzen

[23.07.2026] Tübingen hat sein Klimaschutzprogramm bis 2030 fortgeschrieben und den Ausbau der Wärme- und Energie-Infrastruktur bekräftigt. Der Gemeinderat hält trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Ziel der Klimaneutralität fest und setzt dabei auf umfangreiche Investitionen von Stadt und Stadtwerken. mehr...

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...

Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award

[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...