Donnerstag, 23. Juli 2026

StadtplanungKlimaschutz durch Holzbau

[11.01.2024] Der Baustoff Holz leistet einen Beitrag zum Klimaschutz. Um dies genau quantifizieren zu können, wird das Kommunale Informationssystem Holzbau (Holzbau-KIS) entwickelt.
Ökologische Mustersiedlung im Prinz Eugen Park in München.

Ökologische Mustersiedlung im Prinz Eugen Park in München.

(Bildquelle: FNR/Andreas Knoblauch)

Kommunen spielen in der Stadtplanung eine entscheidende Rolle für den Klimaschutz, insbesondere wenn sie Eigentümer von Bauland sind. Durch Vorgaben für klimafreundliche Baustoffe können sie im Bausektor erhebliche Einsparungen von Treibhausgasen (THG) erzielen. Darauf weist jetzt die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR) hin. Ein gelungenes Beispiel sei das Quartier Prinz-Eugen-Park in München, wo die Stadt die Vergabe einer ökologischen Mustersiedlung an Kriterien wie eine hohe Kohlenstoffspeicherung vor allem durch den Baustoff Holz geknüpft hat. Das Ergebnis: Deutschlands größte zusammenhängende Holzbausiedlung mit 566 Wohnungen in Holz- und Holzhybridbauweise.
Um den Klimaschutzbeitrag solcher Quartiere und Gebäude genau quantifizieren zu können, wird derzeit das Kommunale Informationssystem Holzbau (Holzbau-KIS) entwickelt. Die generierten Daten sollen als Entscheidungshilfe für Kommunen dienen und in deren Klimaschutzkonzepte einfließen. Das Holzbau-KIS baut auf dem Vorgängerprojekt Holzbau-GIS auf, einem webbasierten Tool, das räumliche Fachdaten mit Gebäudetypologien und THG-Minderungspotenzialen verknüpft. Im aktuellen Projekt wird das System für weitere Städte angepasst, um es auch bundesweit einsetzen zu können. Dabei werden landes- und kommunenspezifische Datensätze berücksichtigt. Das Tool wird von der Ruhr-Universität Bochum mit Förderung durch den Bund entwickelt und soll ab 2026 zur Verfügung stehen.
Das Holzbau-KIS geht laut FNR über das Thema Holzbau hinaus und kann als kommunales Planungsinstrument für Klimaschutz und Klimafolgenanpassung eingesetzt werden. Neue Szenarien wie Aufstockung, Nachverdichtung und Holzbau im Nichtwohnungsbau sowie die Berücksichtigung der blau-grünen Infrastruktur machen es zu einem umfassenden Werkzeug für die nachhaltige Stadtplanung und ökologische Fachplanungen in Kommunen, so die Agentur.





Anzeige

Weitere Meldungen und Beiträge aus dem Bereich: Klimaschutz

Görlitz: 2030 grenzüberschreitend klimaneutral

[13.07.2026] Görlitz will bis zum Jahr 2030 klimaneutral werden. Daraus ist ein langfristiger Umbau der Energieversorgung, der Stadtentwicklung und der Zusammenarbeit entstanden. Die Stadt arbeitet mit Partnern aus Deutschland und Polen zusammen. Für ihr Engagement wurde die Kommune von der Agentur für Erneuerbare Energien als „Energie-Kommune des Monats Juli 2026” ausgezeichnet. mehr...

Hamburg: CO2-Bilanz vorgelegt

[08.07.2026] Hamburg hat erstmals eine CO2-Schätzbilanz bereits sechs Monate nach Ende des Bilanzjahres vorgelegt. Die vorläufigen Daten zeigen für 2025 einen Anstieg der Emissionen und sollen die Steuerung der Klimapolitik deutlich beschleunigen. mehr...

Bremen: Schornstein macht Platz für Neues

[08.07.2026] Auf dem Kraftwerksgelände der swb im Bremer Hafen beginnt der Rückbau der Schornsteine der ehemaligen Steinkohleblöcke 5 und 6. Mit dem Abriss verschwindet nicht nur das höchste Bauwerk Bremens, sondern es entstehen auch Flächen für den weiteren Umbau des Energiestandorts. mehr...

Konstanz: Neuer Klimaschutzbericht erschienen

[29.06.2026] Der 14. Klimaschutzbericht der Stadt Konstanz verweist auf eine wachsende Lücke zwischen Klimazielen und tatsächlicher Umsetzung. Zugleich nennt der Bericht konkrete Ansätze für schnellere Emissionsminderungen und eine wirksamere Finanzierung des kommunalen Klimaschutzes. mehr...

Energie-Kommune: Bremen will Klimaneutralität bis 2038

[15.06.2026] Bremen möchte seine Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2038 um 95 Prozent im Vergleich zu 1990 reduzieren. So sieht es die Klimaschutzstrategie des Landes vor. Dafür wurde sie jetzt von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) als Energie-Kommune des Monats Juni ausgezeichnet. mehr...

BEEKOMM: Thüringen erhält 1,6 Millionen Euro Förderung

[05.06.2026] Mit dem Projekt BEEKOMM unterstützt Thüringen Kommunen beim schnelleren Ausbau von Windenergie und Freiflächen-Photovoltaik. Bund und Land stellen dafür Fördermittel bereit und finanzieren neue Beratungsangebote, die Planungsprozesse vor Ort beschleunigen sollen. mehr...

Netzwerk Altmühlfranken: Auszeichnung für Energie- und Wärmewendeprojekte erhalten

[03.06.2026] Das kommunale Klimaschutznetzwerk Altmühlfranken ist für seine interkommunale Zusammenarbeit bei Energie- und Wärmewendeprojekten ausgezeichnet worden. In drei Jahren entstanden 38 gemeinsame Konzepte und Projekte, die den Ausbau erneuerbarer Energien in der Region deutlich vorangebracht haben. mehr...

eueco: Neue Leitfadenreihe zur Bürgerbeteiligung veröffentlicht

[28.05.2026] eueco hat eine neue Leitfadenreihe für Bürgerbeteiligung an Projekten mit erneuerbaren Energien veröffentlicht. Hintergrund sind strengere Vorgaben, wachsender Finanzierungsdruck und der steigende Bedarf an standardisierten Beteiligungsmodellen für Kommunen, Stadtwerke und Projektierer. mehr...

Oberpfalz: Kommunales Klimaschutz-Netzwerk gegründet

[26.05.2026] In der Oberpfalz hat ein kommunales Klimaschutz-Netzwerk für den Ausbau erneuerbarer Energien seine Arbeit aufgenommen. Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll Städte und Gemeinden bei Speichertechnik, Netzausbau und Finanzierungsmodellen enger zusammenbringen. mehr...

Baden-Württemberg: Zum letzten Mal erhalten Kommunen den European Energy Award

[15.05.2026] Baden-Württemberg hat acht Kommunen mit dem European Energy Award ausgezeichnet, der in Deutschland nun ausläuft. Neue Klimaschutzmanagement-Systeme sollen den Übergang sichern und Kommunen beim Ausbau ihrer Klimaschutzmaßnahmen weiter unterstützen. mehr...

Bad Berleburg: Energie-Kommune mit Wind, PV und Verkehrswende

[13.05.2026] Die Stadt Bad Berleburg wurde von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE) zur „Energie-Kommune des Monats Mai 2026“ gekürt. Die nordrhein-westfälische Kommune setzt auf Windkraft, Photovoltaik und neue Mobilitätskonzepte. Ihr Ziel ist es, bis 2035 treibhausgasneutral zu sein. mehr...

Klimakommune Deutschland: Neues Programm für kommunalen Klimaschutz vorgestellt

[12.05.2026] Der Verein Klimakommune Deutschland hat ein neues Programm für kommunalen Klimaschutz und die Umsetzung der Energiewende vorgestellt. Nach dem Aus des European Energy Award sollen Städte, Gemeinden und Landkreise damit wieder ein strukturiertes Instrument für Klimastrategien und Emissionsminderung erhalten. mehr...

Bundeswirtschaftsministerium: Wettbewerb für klimafreundliche Quartiere

[06.05.2026] Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie hat einen neuen Innovationswettbewerb für Energiequartiere gestartet. Ziel ist es, bestehende Stadtteile effizienter, widerstandsfähiger und klimaverträglicher zu machen. Bewerbungen sind bis zum 2. Oktober 2026 möglich. mehr...

Nordrhein-Westfalen: Hochschulen legen CO2-Bilanz vor

[28.04.2026] Nordrhein-Westfalens Hochschulen legen erstmals eine gemeinsame, landesweite CO2-Bilanz nach einheitlichen Standards vor. Die Daten aus 30 öffentlich-rechtlichen Einrichtungen zeigen, wo Emissionen entstehen, welche Maßnahmen bereits greifen und warum daraus nun ein dauerhaftes Klimamonitoring folgt. mehr...

Wuppertaler Stadtwerke: Podcast-Folge zu kommunalen Transformationsprozessen

[28.04.2026] Die Wuppertaler Stadtwerke widmen eine neue Podcast-Folge der Frage, wie Kommunen lokale Transformationsprozesse trotz knapper Mittel steuern können. Im Gespräch mit Wuppertals Oberbürgermeisterin Miriam Scherff geht es um Zielkonflikte bei Stadtentwicklung, Mobilität und Klimaschutz – und um politische Strategien, die vor Ort tragfähig bleiben. mehr...